Es gibt Filme, bei denen langweilt man sich so schnell, dass man sie frühzeitig ausschaltet. Oft steht die Action dermaßen im Vordergrund, dass eine gute Handlung mit entsprechenden Dialogen schon fast als Ballast gilt. Special Effects statt Plot – Kein Wunder also, dass man hier schnell die Flucht in Form der roten Taste auf der Fernbedienung ergreift. Es gibt aber auch Filme, die mit jedem Anschauen besser werden.
“Was für ein hygienischer kleiner Krakeler” (MacNamara)
Ein Musterbeispiel für einen solchen Film ist Billy Wilders “Eins, Zwei, Drei”. Ich habe ihn das erste Mal als Teenager-Anfänger gesehen. Die turbulente Handlung fand ich bereits damals witzig – verstanden habe ich die Wortspiele und Zusammenhänge aber erst viel später. Mittlerweile kann ich die Dialoge fast schon mitsprechen. Trotzdem habe ich immer noch Aha-Erlebnisse.
“Zum Teufel mit Frank Sinatra” (Otto Ludwig Piffl)
Die Story: C.R. MacNamara (James Cagney) leitet -strafversetzt – die Filiale von Coca-Cola in West-Berlin. Er steht kurz vor seinem großen Coup: Den Export der Brause in die Sowjetunion. Das Besondere daran ist, dass es gerade Ende der 1950er ist, der Kalte Krieg tobt ungebremst, die Kommunisten stehen kurz vor dem Mauerbau. MacNamara erhofft sich vom Geschäft mit den “Herren Kommunisten”, von seinem Arbeitgeber mit der Stelle des Vertriebschefs für ganz Europa belohnt zu werden.
Alles läuft gut, bis Scarlett Hazeltine (Pamela Tiffin) ankommt – die spätpubertierende, liebenswert naive Tochter MacNamaras Chef in Atlanta. Klar, sie muss sich in Berlin wohlfühlen, bis ihre Eltern sie abholen. MacNamara rechnet fest damit, bei dieser Gelegenheit befördert zu werden. Doch Scarlett denkt gar nicht daran, sich in Berlin lediglich Museen und Konzerte anzuschauen. Im Gegenteil entdeckt sie ihre Liebe zu Ost-Berlin und “macht rüber” – jede Nacht!
“Er ist Republikaner – aus der ostdeutschen Republik!” (Scarlett Hazeltine)
An dieser Stelle breche ich die Inhaltsangabe, um nicht zu viel zu verraten ab. Denn am witzigsten ist der Film, wenn man ihn unvoreingenommen genießen kann.
“Begrabt uns, aber heiratet uns nicht!” (MacNamara)
In weiteren Hauptrollen glänzen bei dieser Screwball-Komödie der besten Art Horst Buchholz (als der überzeugte und wortgewaltige Kommunist Otto Piffl), Lilo Pulver (in einer ungewohnt sexy Rolle als persönliche Sekretärin MacNamaras) und auch Horst Wolter (russischer Geheimdienstler und Vorzeige-Kommunist Borodenko).
“Hoffnungslos, aber nicht Ernst!” (Otto Ludwig Piffl)
Eine Besonderheit an diesem Film ist sicherlich, dass hier alle ihr Fett abbekommen. Ob Westdeutsche, Ostdeutsche, Amerikaner, Russen, Kapitalisten, Kommunisten… kein Klischee wird ausgelassen, kein Stereoty bleibt ungenutzt. Allerdings derart passend und liebenswert, dass man Wilder dafür unmöglich böse sein kann.
“Per Sputnik nach Atlanta” (MacNamara)
In seiner Zeit wurde der Film übrigens eher als Flop bezeichnet. Die durch den Kalten Krieg gaspaltene Welt, ganz besonders aber Deutschland, war noch nicht reif für das Meisterwerk Wilders. Erst mehr als zwanzig Jahre später begann “Eins, Zwei, Drei” Kult zu werden. Heute gehört der stimmungsvolle Schwarzweiß-Film praktisch in jede Sammlung.




Ein weiter nicht zu verachtender Film ist sicherlich:
“Dragonworld: Der letzte Drache”
Der in den USA gedrehte in Schottland spielende Film, sticht vor allem durch seine Darstellung des Drachens “Yowler” hervor.
Die logisch-deduktive Handlung des Films bietet Spannung und vorallem Unterhaltung für Jung und Alt
Ich glaube, den habe ich schon mal gesehen. Starker Streifen mit einer Top-Besetzung! Gehört in jede gut sortierte DVD-Sammlung