Wundertüte Internet! Hier gibt es einfach alles! Und weil es einfach alles gibt, muss es doch auch was für jeden geben. Oder?
Wartet Zuhause der Reichtum?
Viele sehen im Internet wirklich einen Markt der unbegrenzten Möglichkeiten. Zuhause bleiben und trotzdem Geld verdienen – das träumt so mancher. Und die Angebote sind ja auch da. Wer eine eigene Webseite betreibt, hat relativ viele Möglichkeiten. Google AdSense ist da sicher erste Wahl. Dann gibt es noch diverse Affiliate-Programme, die als Mittler zwischen Betreiber und Werbenden agieren. Manchmal hat ein Webmaster aber auch das Glück, einen direkten Werbesponsor für sein Projekt gewinnen zu können.
Bezahlte Umfragen sind ein Auslaufmodell
Wenn man keine eigene Webseite hat, sind die seriösen Möglichkeiten, Geld im Internet zu verdienen, schon deutlich eingeschränkter. Vor einigen Jahren haben sich Portale, bei denen man für beantwortete Umfragen bezahlt wurde, noch gelohnt. Mittlerweile allerdings sind sie überlaufen. Und wenn man dann doch einmal in die Vorauswahl für eine Umfrage kommt, fliegt man – möglichst spät, aber unbezahlt – fast schon sicher raus.
Paidmailer als Alternative
Da bleiben eigentlich nur noch die so genannte Paidmailer übrig. Das Prinzip ist simpel: Der Nutzer meldet sich bei einem der Dienste an und bekommt in der Folge Werbemails auf sein angegebenes Mailkonto. Nach Bestätigung dieser Mails werden dem Nutzer Cent-Beträge auf seinem Konto gutgeschrieben. Bei Erreichen einer gewissen Grenze folgt die Auszahlung.
Sportwagen abbestellen: Kein Reichtum in Sicht!
So weit die Theorie. Aber welche Paidmailer halten wirklich, was sie versprechen? Ich habe die letzten Wochen die bekanntesten von ihnen getestet. Erstes Fazit: Reich werden kann man mit bezahlten eMails natürlich nicht. Aber wenn man diverse Angebote miteinander kombiniert, ist ein monatliches Taschengeld von 50 Euro durchaus erreichbar. Denn oft zahlen die Anbieter nicht nur für das Lesen der Mails, sondern auch für das Wahrnehmen der beworbenen Angebote. Wenn man ein Produkt / eine Dienstleistung eh haben wollte, ist das manchmal ein netter Rabatt.
Mehr als die Hälfte rasselt durch
Empfehlen kann ich bei weitem nicht alle der getesteten Paidmailer – mehr als die Hälfte von ihnen hat meine Kriterien nicht erfüllt. Um die Auszahlungsgrenze in absehbarer Zeit erreichen zu können, müssen pro Tag schon ein paar Mails eintrudeln. Anbieter, die lediglich zwei oder drei pro Woche verschicken, sind also verdammt unsexy und werden von mir mit Nichtnennung bestraft
Kein Sex mit Adressenverkäufern!
Unsexy ist es aber auch, wenn die vertraulichen Kontaktdaten, die man einem Anbieter überlässt, weiterverkauft werden. Auch das ist passiert. Der betreffende Paidmailer kommt in meiner Übersicht natürlich nicht vor.
Viereinhalb empfehlenswerte Paidmailer
Empfehlen kann ich lediglich viereinhalb der getesteten Paidmailer:
- BoniMail – relativ hohe Auszahlungsgrenze, dafür aber täglich einige bezahlte Mails im Briefkasten!
- Earnstar – der gleiche Anbieter, (fast) das gleiche Angebot. Übrigens kann man sich selbst für einen der beiden Dienste “werben” und eine kleine Prämie abstauben.
- Infomails – Neben der Grundvergütung von bis zu 0,03 Euro pro Mail bekommt man pro bestätigte Mail auch noch Lose für eine Monatsverlosung.
- EuroClix – Hier bekommt man für die Teilnahme Clix statt Geld. Diese Clix kann man später eintauschen – gegen Prämien oder eine Auszahlung. Das Besondere: Wenn man seine Clix anspart, verbessert sich der “Umtauschkurs”.
paid2mail zweite Wahl – mit Perspektiven
Zweite Wahl bei den Paidmailern ist dagegen paid2mail. Die Anzahl der erhaltenen Mails kann mit den vorher genannten nicht konkurrieren, entsprechend lange dauert es, bis die Auszahlungsgrenze erreicht ist. Aber der Dienst will noch wachsen – er erscheint hier also “perspektivisch”
Wunder gibt es nimmer wieder
Wunderdinge darf man aber von keinem dieser Paidmailer erwarten. Denn – klar! – den Großteil der eingenommenen Gelder für die Werbung kassieren die Firmen selbst.



