Ein neues Zuhause für Frieda

Es gibt Schöneres, als sich von einem Familienmitglied zu trennen. Aber manchmal muss es wohl sein. Seit Freitag ist unsere Frieda, unser Sonnenscheinchen, nicht mehr bei uns. Und obwohl wir sie sehr vermissen, sind wir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Frieda, unser Goldköpfchen

Frieda, unser Goldköpfchen

Frieda war reif für einen Partner

Doch von Anfang an: Frieda hatte ihre Vorgeschichte (hier nachzulesen) nach über einem Jahr überwunden. Sie fraß teilweise sogar aus der Hand, und ihr Sozialverhalten zeigte, dass sie reif für einen Partner war. Dieser Partner sollte Snorre sein (Vorstellung hier).

Ein Hahn, der keiner war

Tja, leider hat uns der Züchter belogen – anders kann man es nicht nennen. Gestenreich und mit vielen Worten versicherte er uns damals beim Kauf, dass Snorre definitiv ein Hahn sei (“Fühlen Sie hier, das Brustbein, geht tief runter, da geht kein Ei durch. Das ist ein Hahn, das schwöre ich!”). War er natürlich nicht. Der Beweis folgte, als wir einen Notfall aufnahmen – Cookie, einen zweieinhalbjährigen wildfarbenen Hahn. Auch Cookie hat eine traurige Geschichte (die aber später einen eigenen Artikel bekommt). Das erste, was Cookie und Snorre machten: Sie paarten sich! Mittlerweile hat Snorre Eier gelegt. Ein Dankeschön also an den Züchter aus dem Osten von Bremen, der unsere Nachfragen (“er sieht aber doch stark nach einer Henne aus”) so überzeugend konterte, um einen Vogel zu verkaufen. Ein ziemlich unwürdiges “Federspiel”!

Da bekamen wir erste Zweifel, ob Snorre (weißer Kopf) wirklich ein Hahn ist...

Da bekamen wir erste Zweifel, ob Snorre (weißer Kopf) wirklich ein Hahn ist...

Keiner krault das fünfte Rad

Frieda war da natürlich das fünfte Rad am Wagen. Dass sie sich einen Partner wünschte, zeigte sie ständig dadurch, dass sie mit gesenktem Köpfchen zu den anderen Nymphensittichen ging – “kraul mich”, bedeutet diese Geste. Geantwortet hat darauf niemand, denn die anderen waren ja erfolgreich verpaart.

Notfall-Vogelmama Dörthe bietet einen Platz

Einen weiteren Nymphensittich aufzunehmen kam nicht in Frage, denn dafür reicht unser Platz einfach nicht. Die Entscheidung, Frieda ein neues Zuhause zu suchen, fiel dann folgerichtig in ihrem Interesse. Über ein Forum haben wir bald die Dörthe aus Prinzhöfte kennen gelernt, die eine große Außenvoliere besitzt und dort vier Single-Hähne hat (Dörthe ist so etwas wie eine Notfall-Vogelmama – wenn in ihrer Region ein Nymphen- oder Wellensittich dringend ein neues Zuhause sucht, springt sie oft ein). Große Auswahl also für Frieda.

Frieda auf dem Weg zu einem normalen Leben

Am Freitag haben wir sie dann in ihr neues Zuhause gebracht. Anfangs war sie erwartungsgemäß scheu. Dörthe berichtet aber (und die Fotos beweisen es), dass unsere Frieda bereits das Interesse des einen oder anderen Hahns geweckt hat und sich zunehmend sicherer in der Voliere bewegt.

Rabeneltern?

Ein wenig fühlen wir uns wie Rabeneltern. Aber wir hoffen so sehr, dass Frieda sehr bald die Liebe ihres Lebens findet und endlich glücklich und zufrieden sein kann.

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