Zeit für den Videobeweis – die Pille war drin!

Im Stadion war sich jeder sicher: Die Pille war drin! Lediglich Guido Winkmann, Schiedsrichter der Drittligapartie Borussia Dortmund – Eintracht Braunschweig, wollte den Ball noch vor der Linie der Nordrhein-Westfalen geklärt gesehen haben. Dass der Nordrhein-Westfale Winkmann (wegen der räumlichen Nähe eine unglückliche Ansetzung) falsch lag, als er den Treffer von Marco Calamita in der 66. Minute nicht anerkannte, beweisen spätestens diese Bilder, die mir zugeschickt wurden und deren Urheber (bitte melden!) ich leider nicht kenne.

Kopfball Calamita (blaues Trikot), Torhüter Höttecke kommt erst hinter der Linie an den Ball. Schiedsrichter Winkmann gab den Treffer nicht.

Kopfball Calamita (blaues Trikot), Torhüter Höttecke kommt erst hinter der Linie an den Ball. Schiedsrichter Winkmann gab den Treffer nicht.

Wenn man den Bildausschnitt ein wenig vergrößert, wird noch deutlicher, dass Schiedsrichter Winkmann die Löwen an diesem Spieltag zwei Punkte gekostet hat:

Voller Umfang über der Linie - kein Interpretationsspielraum!

Voller Umfang über der Linie - kein Interpretationsspielraum!

Mich würde einmal interessieren, ob Guido Winkmann aus Kerken jetzt ein schlechtes Gewissen hat. Als Polizeibeamter sollte er der Gerechtigkeit ja ganz besonders verpflichtet sein. Nun, in diesem Fall hat seine Unaufmerksamkeit die Gäste klar benachteiligt und das Spiel entschieden.

Es wird dringend Zeit für den Fernsehbeweis bei Profispielen!

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4 Responses to Zeit für den Videobeweis – die Pille war drin!

  1. Frank says:

    noch etwas….. soweit ich mich noch erinnern kann, ist Herr Winkmann KEIN Dortmund Fan….. Als Schalker hätte ich das Tor auf jeden Fall gegeben….

  2. Frank says:

    Hallo Togo!
    Nett, das sie so ausführlich antworten! Grundsätzlich bin auch für einen Videobeweis, vor allem in Profiligen, wo es um tierisch viel Geld geht und sich manchmal die Nackenhaare sträuben, welchen Mist sich die Herren Bundesligaschiedsrichter so zurecht pfeifen. Ich will hier auch nicht den Guido (ich kenne ihn noch als ehemaligen Jugendtrainer) in Schutz nehmen, denn ich habe auch schon Spiele von ihm gesehen, wo ich mit so manchen Entscheidungen von ihm nicht einverstanden war (Ich bin Schalke Fan und letztens auf dem Turnier in GE hat er ein klares Tor von Kuranyi nich anerkannt) aber trotzdem sind die Schieris auch nur Menschen. Auf dem Bild kann man nicht sehen, wo genau er gestanden hat, aber in der Tat hat er sich sicherlich in dieser Situation zu sehr auf seinen Assi verlassen, die ja auch vollwertige Entscheidungen treffen können und der zeigte nun mal “weiterspielen” an. Leider kommt es dann in letzter Instanz immer wieder auf den Hauptreferee zurück…
    Ich will das Thema hiermit auch abschliessen, denn solche Entscheidungen wird es immer wieder geben und letztlich leben wir im Sport ja auch (gerne) (wenn man dann zu der bevorteiligten Mannschaft gehört, hehe)damit, denn sonst hätte man nix zu diskutieren!!

    Schöne Grüsse aus Nütterden..!!

  3. Frank says:

    Das ist der Hammer! Sie benötigen einen zigfache Vergrösserung eines Bildes, um zu “beweisen” das der Ball “drin” war. Ein Schiedsrichter hat lediglich ein paar hunderstel Sekunden, um zu entscheiden! Dafür eine Schieri dafür so zu demontieren? Muss Spass machen, oder? Hat schon was von leichtem Sardismus… Schrecklich, diese Pressetypen…

    • togo says:

      Wir reden hier von Profifußball, bei dem es um eine Menge geht, nicht von Kreisklasse. Hier sollten die Ansprüche an Schiedsrichter schon etwas höher sein. Wenn Herr Winkmann so etwas bei Bayern München unterläuft (würde ihm nicht, da bin ich mir sicher), kriegt er noch ganz anderes zu hören als den Vorwurf von meiner Seite, dass er hier einen spielentscheidenden Fehler gemacht hat.
      Vielleicht aber hat er sich auch zu sehr auf seinen Assistenten verlassen. Der zeigte nämlich “Weiterspielen” an, obwohl er den Ball noch viel weniger sehen konnte (der Torwart lag mit dem Rücken zu ihm). Hier frage ich mich erst recht, was das soll.
      Und ganz am Rande: Im Stadon war sich wohl so ziemlich jeder sicher, dass die Pille drin war, auch Dortmunder Zuschauer. Denn so, wie der Torhüter in seinem Tor lag, war es nur logisch, dass der Ball mit über die Linie rutschte. Lediglich Herr Winkmann machte da die Ausnahme. Also wohl ein vermeidbarer Fehler. Und dass er dafür Kritik bekommt (noch dazu, wenn es Beweise dafür gibt), sollte in Ordnung sein. Nicht der Fotograf hat Mist gebaut, als er auf den Auslöser drückte! Und der Bote hat die schlechten Nachrichten, die er überbringen muss, in der Regel auch nicht selbst verfasst.

      Nebenbei: Gerade weil ich Herrn Winkmanns Fehler ein Stück weit nachvollziehen kann, fände ich in den Profiligen den Videobeweis angebracht. Eben, damit so etwas nicht mehr passieren kann. Trotzdem werfe ich Herrn Winkmann vor, hier das Gästeteam spielentscheidend benachteiligt zu haben. Sicherlich nicht gewollt. Aber die räumliche Nähe ist schon unglücklich. Man stelle sich die umgekehrte Situation vor mit einem Schiedsrichter aus Helmstedt…

      Schöne Grüße nach Nütterden!

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