Kickers sagt leise Adieu

Heute fand der Abschied Kickers Emdens von der großen Fußballbühne statt. Als Gast besorgte der DFB, dem seine Mitgliedsvereine so am Herzen liegen, den 1. FC Köln. Der war auch mal Meister. Sagt man.

Das Stadion war mit 7200 Zuschauern ausverkauft. Hätte Kickers dem DFB den Gefallen getan und frühzeitig ausgebaut (darum wurde man ein, zwei Mal gebeten), wären es sicherlich auch mehr gewesen. Deshalb bittet der DFB ja die Vereine, ihre Stadien auszubauen. Damit einmal im Jahr vielleicht mal ein Bundesligist vorbeischauen kann. Doofe Kickers! Aber hätte es bei Kickers mit dem Stadion geklappt, dann wäre man wohl auch noch Drittligist und hätte den 1.FC Köln geschlagen. Denn der Bundesligist vergaß, seine Leistung mitzubringen. Doofe Kölner!

So wurde es ein 0:3. Wobei der DFB dem 1.FC Köln einen Schutzengel an die Seite stellte: Mit Pfeife sogar, damit ihn jeder trotz des Höllenlärms hören kann! Der Schutzengel setzte seine Pfeife immer dann ein, wenn der 1.FC Köln keine Lust mehr zum Mitspielen hatte. Dann ermunterte er den 1.FC Köln. Meist ging es darum, dem 1.FC Köln den Ball zurück zu geben, den die Spielverderber von Kickers Emden ihm weggenommen haben. Dann gab es lustige Freistöße.

Einmal meinte der Schutzengel, dass Kickers Emden irgendwie zu viele Spieler auf dem Platz hatte. Da schickte er einen davon vom Platz und stellte das Gleichgewicht wieder her. Ich habe mal nachgezählt, kam aber irgendwie auf 10:12. Aber da habe ich mich wohl nur verzählt. War aber auch schwer, denn die sind alle immer rumgerannt. Da kann doch keiner zählen!

Nach dem Spiel haben ganz viele Mädchen gekreischt. Das lag daran, dass einer der Kölner an ihnen vorbei ging. Judas Proportzi oder so heißt der. Zumindest haben die Mädchen diesen Namen gekreischt. Die eine wollte ein Kind von ihm. Hatte er aber gerade nicht dabei. Die andere sein Trikot. Das brauchte er aber selbst noch. Denn auch mit seinem Emder Gegenspieler Holger Willms, seinem besten Freund, der ihm das ganze Spiel über nicht von der Seite wich (so sind Freunde eben), wollte er nicht tauschen. Er hatte wohl kein anderes Hemd dabei, und blau mag er vielleicht nicht.

Das war ein ganz toller Abschied für Kickers Emden! Danke, DFB!

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