Wir befinden uns zurzeit kräftig im Umzugsstress. Kisten packen, Kleinigkeiten in das neue Heim bringen, die größeren für den Abtransport mit dem Sprinter vorbereiten. Ich habe bereits Muskelkater an Stellen, an denen ich gar keine Muskeln vermutet hätte
Was man da definitiv nicht braucht, ist ein unfair spielender Telefonanbieter.
Wir sind bereits seit drei Jahren Kunde des lokalen Unternehmens mit der Windrichtung im Namen. Einen Grund, sich zu beschweren, hatten wir nie. Wie auch? Wir haben ja nie große Ansprüche gestellt. Dass es mit der DSL-Geschwindigkeit selten so geklappt hat wie es sollte, hatten wir akzeptiert. Schließlich “weiß man ja”, dass das mit der Entfernung zum Knoten oder so zusammen hängt. Ich habe mir das mal erklären lassen und intern für mich beschlossen, es als “kapiert und registriert” in meinem Gedächtnis abzulegen. Ganz weit hinten, zusammen mit anderen vermeintlichen Fakten, die als Alltagstheorien dazu taugen, das Leben etwas weniger kompliziert zu machen.
Umzug ist das erste Mal, dass wir unseren Anbieter fordern
Unsere erste echte Herausforderung für unseren Telefonanbieter ist unser Umzug. Aber, hey, was soll da schief gehen? Das ist doch schließlich deren Geschäft. Also werden die das doch wohl im Sinne des Kunden hinbekommen. Gleich vorweg: Nein, bekommen sie nicht. Im Gegenteil.
Sauteure Umzugsgebühr und schadenfroher Mitarbeiter
Der Ärger begann in der lokalen Filiale des Anbieters. Relativ gut gelaunt betrat ich den Laden, um dem Mitarbeiter lediglich mitzuteilen, dass wir umziehen werden und dass wir entsprechend ab dem ersten Oktober von woanders aus telefonieren möchten. Lediglich? Für den Mitarbeiter schlug jetzt die große Stunde. Seine Schadenfreude nur schwer überspielend teilte er mir mit, dass dieser Umzug uns schon mal pauschal etwa 50 Euro kosten würde. 50 Euro, das ist für so manchen das, was er in der Woche maximal für Lebensmittel übrig hat. Hier scheint der Anbieter also bereits kräftig die Relationen aus den Augen verloren zu haben.
Neues Heim = neuer Vertrag!
Richtig große Augen machte ich aber, als der Mitarbeiter dann meinte, durch den Umzug würden wir einen neuen 24-Monats-Vertrag abschließen. Nö, meinte ich, wir wollten eigentlich den alten Vertrag mit rüber nehmen. Schließlich laufe der ja noch elf Monate. Doch mein Gegenüber bestand darauf, dass das so sein müsse. Schließlich sei der Vertrag adress- und nicht personenbezogen. Ach ja? Dann hat also unsere Straße damals unterschrieben und nicht ich?
Keine Chance für Logik und Argumente
Ich konnte noch so logisch argumentieren, der Mitarbeiter bestand darauf, diese hirnrissige Regelung zu verteidigen. Eigenständiges Denken und die Fähigkeit, Zweifel zu überprüfen etc. scheinen bei dieser Firma wohl nicht zu den Einstellungskriterien zu gehören. Ebenso scheinen Begriffe wie “Kundenfreundlichkeit” und “Bestandskundenpflege” keine Bedeutung zu haben, denn diese beiden in einem derart hart umkämpften Markt überlebensnotwendigen Taktiken finden bei diesem Anbieter defintiv keine Anwendung.
Der Klügere gibt nach… ziemlich dumm, oder?
Was sollte ich machen? Wenn man merkt, dass selbst die logischsten Argumente an einer schlichten Beamtenmentalität abprallen, ist jedes Wort vergebliche Liebesmüh’. Denn der Mitarbeiter war weder in der Lage, mich zu verstehen, noch dazu gewillt. Außerdem war es kurz vor Ladenschluss.
Umzug nur noch nach Ablauf des Telefonvertrags?
Sein Brötchengeber hat von mir mittlerweile eine entsprechende Beschwerde erhalten. Darin stelle ich nicht nur die Methoden in Frage, mittels derer bisher treue und zufriedene Kunden in einen neuen Vertrag gezwungen werden (den sie dann ganz sicher nicht mehr verlängern werden -> verlorener Kunde, schlechte Werbung). Sondern auch, dass diese Praxis im Umkehrschluss ja bedeutet, dass man als mündiger Bürger mit dem Umzug grundsätzlich warten müsse, bis der Telefonvertrag ausgelaufen sei, wenn man das unangemessene, unseriöse Verhalten des Anbieters vermeiden wolle. Umzug nur noch nach Ablauf des Telefonvertrags? Ist es wirklich schon soweit?
Zwangspause für den Togoblog?
Ehrlich gesagt, ich rechne nicht mit einer Antwort. Zumindest nicht mit einer, die auch nur halbwegs dazu geeignet wäre, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Das einzige, was der Anbieter jetzt noch machen kann, um uns halbwegs zu versöhnen, ist beim Anschluss Gas zu geben. Denn, drei bis vier Wochen für einen Telefonanschluss zu veranschlagen, ist eine ziemliche Frechheit. Diese Fristen mag man anfangs, als der Telefonmarkt gerade “liberalisiert” wurde und neue, unerfahrene Anbieter ins Geschäft strömten, noch für nötig gehalten haben. Aber mittlerweile sollten die Firmen ihr Handwerk soweit beherrschen, dass solche Routinearbeiten innerhalb vertretbarer Zeiten durchgeführt werden können. Wenn Ihr ab dem ersten Oktober hier nichts Neues lesen könnt, wisst Ihr ja, dass unser aktueller Anbieter (der regionale mit der Windrichtung im ersten Namensteil) sein Handwerk anscheinend nicht beherrscht. Denn dann hat er es nicht fertig gebracht, seine Arbeit bis zu unserem Umzugstermin zu erledigen.




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dat is doch normal! der mann muss seine zahlen erreichen. dat was er da sagt, ist nicht rechtens. und das weiss er auch. aber auf jeder schulung bekommt er gesagt, wie tricky er sein muss, um seine karriere zu fördern. olle kamellen. da hilft nur eines: auf die ladentheke lacken.