Maulkorb für Thilo Sarrazin

Thilo Sarrazin polarisiert gern. Der ehemalige Berliner Finanzsenator hält nichts davon, sich dem Druck der in Deutschland als heimliche vierte Gewalt herrschenden Political Correctness zu beugen. Er sagt, was er meint. Und das ist selten dazu geeignet, den Sozialromantikern und “linken Spießern” (ich danke Slime für diese himmlische Wortschöpfung) ihr so mühsam erhäkeltes Wertesystem des Augenverschließens zu stärken. Im Gegenteil: Dieser Mann eckt an. Bisher aber blieb es doch oft bei den üblichen, überschaubaren Entrüstungsstürmen der Gutmenschen, die sich Friede, Freude und sogar Eierkuchen (feed the World!) doch so sehr wünschen, dabei aber viel zu oft die Augen vor der blanken Realität außerhalb ihrer Reihenhaus-Romantik verschließen.

Volksverhetzung oder Recht auf eigene Meinung?

Das hat sich jetzt geändert. Landauf, landab berichten nicht sonderlich um Objektivität bemühte Medien von den vermeintlich so schlimmen Äußerungen des erfolgreichen Sozialdemokraten, der es 2007 schaffte, dem fast schon traditionell klammen Land Berlin einen Haushaltsüberschuss zu bescheren . Da ist dann schon mal die Rede von Volksverhetzung und Rassismus. Aber mit diesen Vorwürfen wird ja immer dann inflationär gearbeitet, wenn die Argumente nicht ausreichen. Wer einmal im Studentenparlament einer deutschen Universität saß und versuchte, dort an den realen Gegebenheiten orientierte Arbeit für die Studenten zu leisten (und keine Ideologien durchzuboxen), wird die Rassismus-Keule sehr gut kennen.

Sarrazin sagt nichts Überraschendes

Aber was hat Sarrazin wirklich gesagt? Was hat er so Schlimmes von sich gegeben, dass plötzlich die Armee der Realitätsverweigerer empört aufschreit und sogar seinen Rauswurf als Vorstand der Deutschen Bundesbank fordert? Ein Auszug seiner kontroversen Aussagen, die als Essay in der Lettre International erschienen sind, liest sich zwar gewohnt schroff und verallgemeinernd. Kolossale neue Erkenntnisse aber findet man hier nicht. Denn Sarrazin bemängelt im Kern lediglich das, was (internationale) Sozialwissenschaftler bereits seit längerem feststellen: Mangelnde Integrationsanstrengungen innerhalb bestimmter Migrantengruppen, mangelnde Akzeptanz des deutschen Werte- und Rechtssystems, fortschreitende Bildung von Parallelgesellschaften und Ghettoisierung. Für diese Erkenntnisse aber muss man den Text Sarrazins nicht lesen. Da reicht es gewöhnlich, mit offenen Augen durch die betreffenden Teile einer beliebigen deutschen Stadt zu gehen.

Scheuklappen verhindern inhaltliche Auseinandersetzung

Warum also wird ausgerechnet dieser Artikel derart zerrissen? Warum meint selbst der Präsident der Bundesbank, Axel Weber, er müsse seinem Vorstand als Strafe für seine praktizierte Meinungsäußerung “Kompetenzen entziehen”? Es ist das übliche Problem in Deutschland: Es wird nicht über die Inhalte diskutiert, sondern über den Verfasser. Eine Auseinandersetzung mit Sarrazins Thesen lehnt unsere Mediengesellschaft kategorisch ab, stattdessen wird ein Maulkorb gefordert. Das hat bereits in anderen Fällen hervorragend funktioniert. Warum nicht auch jetzt?

Multikulti auf dem Weg ins Wolkenkuckucksheim

Weil es nicht mehr funktionieren kann. Die Gesellschaft öffnet ihre Augen, wenn auch langsam. Immer mehr Menschen stellen fest, dass die als Ideal gepredigte multikulturelle Gesellschaft nicht klappt, wenn die eine Seite den Begriff “multikulturell” als Berechtigung missversteht, sich komplett aus der Gesellschaft heraus zu nehmen und die andere Seite problematische Entwicklungen aus komplett fehlinterpretierter Toleranz heraus ignoriert. Ein friedliches Zusammenleben setzt grundsätzlich die Bereitschaft voraus, den Gegenüber zu respektieren. Integration bedeutet übrigens keine Assimilation. Aber eben doch die sichtbaren Bemühungen, sich mit der Gastgeberkultur wenigstens in den Grundzügen zu arrangieren, z.B. die Landessprache zu lernen und die Feiertage einzuhalten. Einen intelligenten Kommentar zum Thema Sarrazin und Migration lieferte vor wenigen Tagen die Zeit.

Gutmenschen verhalten sich verfassungswidrig – es ist ihnen aber egal

Thilo Sarrazin hat ausgesprochen, was viele denken und fürchten. Dafür wird er jetzt bestraft. Denn es darf nicht gesagt werden, was nicht sein darf. Aber wie lange funktioniert diese Taktik noch? Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland führt die Rede- und Meinungsfreiheit nicht ohne Grund an einer prominenten Stelle (Art. 5 GG). Und auch die Vereinten Nationen haben die Meinungsfreiheit als Artikel 19 in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Wer anderen verbieten will, ihre Meinung zu äußern, verhält sich also verfassungswidrig. Aber das hat die selbst ernannten Gutmenschen noch nie gestört. Für sie steht etwas anderes viel höher als jedes Freiheitsrecht: Ihre verlogene Doppelmoral, geboren aus einer pathologischen Art von Hass gegen alles, was das eigene Land ausmacht. Ein gesundes, unverkrampftes Verhältnis zur eigenen Nationalität könnte da helfen. Nur so am Rande.

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3 Responses to Maulkorb für Thilo Sarrazin

  1. Pillendreher says:

    Geiler Blog, werde noch öfters kommen.

  2. Marlene says:

    Interessant ist, daß es Integrationsprobleme fast nur mit den von Sarrazin benannten Ethnien gibt; nämlich den Arabern und Türken.
    Kaum einer spricht von Problemen mit Afrikanern, Vietnamesen usw. Selbst Iraner, die idR muslimischen Glaubens sind, haben kaum Anpassungsschwierigkeiten.

    Noch interessanter ist, daß die Anpassungsbereitschaft auch keine Frage der Bildung ist. Man denke nur an muslimische Terroristen, die meist Akademiker sind. Oder aber an den unsäglichen türkischen Unternehmer mit BRD-Paß Vural Öger (Inhaber von Öger Tours), der unserem Staat den Krieg erklärte, indem er sagte: “Das, was Kamuni Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen.” Die Zielvorstellung dieses Mannes (der überdies Mitglied der SPD ist und gegen den bezeichnenderweise niemand ein Ausschlußverfahren anstrengte) ist also ein Deutschland und Europa unter türkische Vorherrschaft.

    Bleibt nur zu hoffen, daß unserer derzeit feiges Volk alsbald einen neuen Prinz Eugen hervorbringt.

  3. Gizmo says:

    Moin moin!
    Dieser Artikel ist die bittere Wahrheit!
    Nur leider sind die meisten deutschen zum ducken und klein beigeben erzogen worden. Meinungsfreiheit wird hier mit Füßen getreten, und man wird als Neo Nazi beschimpft, nur weil man die Grundwerte die dieses Land geprägt und erst zu dem gemacht hat was es ist, vertritt. Dises Land hat aus seiner Geschichte nichts aber auch garnichts dazu gelernt!
    Aber wie will die heutige Jugend noch etwas lernen?!
    Die benotung wird nach dem schwächsten gemessen, wie man sieht ist das Abitur heute nur noch zum aufhängen geeignet. Selbst wenn man beobachtet wie sich das Schulsystem entickelt hat bekomme ich das kalte ko….!!!
    Werte werden nicht vermittelt und das seid ca 15 jahren nicht mehr, aber immer früher sollen die Kinder in die Schule, ja sogar ganztags Schule. Erzogen werden unsere Kinder nicht mehr von den Eltern, die müssen ja beide arbeiten damit sie überhaubt überleben können, sondern von den Medien. Und seien sie mal Ehrlich, bei soviel ! VOLKSVERBOHLUNG! kann nichts aus der Jugend werden. Lehrer haben immer weniger Rechte sich gegen aufmüpfige oder gewalttätige Schüler zu wehr zu setzen, egal welcher Nationalität.
    Es gibt nur sehr wenig deutsche, die öffendlich zugeben das sie stolz darauf sind hier geboren zu sein. Und Warum?! ( siehe oben ) Wir sollten uns das mal in deren Heimatländern erlauben, was sich einige Menschen hier leisten. Ohne Worte!
    Aber bei einer Doppelmoralischen Regierung die wir seid Jahrzenten haben ist es wenig verwunderlich das wir uns seit über zen Jahren immer weiter den Weimarer Republik verhältnissen nähern.
    Schaut in euere geschichtsbücher!
    Selbst Putin hat gesagt das wir ( Deutschland ) endlich aufhören sollen immer den Schwanz ein zu zeihen und endlich zu unserem Land stehen sollen!
    Das fängt schon in der Fehlinterpretation in unserer National Hymne an! Was der Dichter damit meinte und aussagte war, das sich unser Land auf seine Werte besinnen soll, gemeinsam nach einem Ziel streben soll! ( nicht wie es die Nazis auslegten ) Und sich nicht immer selber bekämpfen und zerfleischen soll! Aber solange wir das nicht begreifen und zu unsere Geschichte stehen, was nur wenige beherzigen und dafür einen Maulkorb erhalten oder Degradiert werden, wird sich hier nichts ändern. Selbst Ausländer die hierher gezogen sind oder hier geboren sind, sagen das selbe wie ich. Sie regen sich über ihre Landsleute auf. Aber nur wenige können sich öffendlich dazu äußern.
    Sie haben keine hohen Ämter wo es anschließend in den Medien landen würde, um für aufsehen zu sorgen.

    Um auf die Meinungsfreiheit zurück zu kommen, die haben wir schon seit Jahrzenten nicht mehr. Leider!

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