Irgendwann wird’s peinlich. Seit mehreren Monaten bereits wuchern im Netz die Gerüchte, dass die Werbeplattform Layer-ads.de pleite sein soll. Schließlich befindet sich die Firma S² Media aus Aachen bei den Webmastern, deren Webseiten die vermittelte Werbung präsentieren, im Zahlungsrückstand. Laut eigener AGB sollten Auszahlungen binnen 35 Tage nach Beantragung erfolgen. Mittlerweile aber schuldet Layer-Ads.de seinen Mitgliedern bereits die Guthaben eines halben Jahres – im September nahm die Firma die letzten Auszahlungen vor, für den April! Auf erklärende Worte der Geschäftsführung und Beweise für den guten Willen, die Angelegenheiten sauber über die Bühne zu bringen, warten die Webmaster bis heute.
Layer-Ads im “Wartungsmodus”
Den Glauben, dass Layer-Ads.de mit seinen Geschäftsführern Jens Reimer und Oliver Sperke die Kurve noch einmal bekommt, haben nicht einmal mehr die größten Optimisten. Die Firma ist nicht mehr erreichbar, und selbst das eh schon kastrierte eigene Forum hat man mittlerweile abgeschaltet – seit zwei Wochen befindet es sich im “Wartungsmodus”. Nein, Layer-Ads.de ist mausetot. Die Frage, die sich viele Webmaster jetzt stellen, ist nur noch: “Wie komme ich an mein Geld?” Die Antwort wird keinem schmecken: “Wahrscheinlich gar nicht!”
Wenn weg, dann weg – bei Pleite ist nichts zu holen
Wenn die Firma pleite ist und abgewickelt wird, gelten die Regeln für eine GmbH. Die Gesellschafter / Geschäftsführer haften also nicht privat für die verursachte Grütze. Das bedeutet, es stehen wahrscheinlich nur die hinterlegten 25 000 Euro Gesellschaftsvermögen zur Verfügung, um die Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen. Dieses Geld wird nicht reichen für alle Ansprüche gegen S² Media. Denn es sind ja nicht nur die Webmaster, die noch etwas zu bekommen haben.
Raus mit den Layern
Nein, das Thema ist durch. Wer rechtzeitig wechselte, zum Beispiel zu Bin Layer (hier bin ich seit einigen Wochen und habe keinerlei Probleme mit dem Anbieter!), kann sich zurücklehnen und das Fiasko aus der Ferne betrachten. Für alle anderen gilt: Abhaken als bittere Erfahrung. Auf keinen Fall sollte man die Layer von Layer-Ads weiterhin eingebaut lassen. Denn verdienen kann man damit nichts mehr.
Persönliches Waterloo
Enttäuscht sein muss man aber in jedem Fall von den Geschäftsführern Reimer und Sperke. Anstatt mit den Menschen ehrlich und offen zu sprechen, bleiben beide unauffindbar, reagieren weder auf Mails noch auf Post oder Anrufe. Dass ein Geschäftsmodell mal scheitert, kann passieren. Es kommt dann aber darauf an, wie man sich denjenigen gegenüber verhält, die ebenfalls von diesem Scheitern betroffen sind. Layer-Ads ist pleite. Okay. Aber für Reimer und Sperke kann ihr falsches Verhalten nach dieser Pleite zum persönlichen Waterloo werden. Denn ihr Ruf ist ebenso ruiniert wie ihre Firma.
Link: Das Büro von S²Media auf flickr





Jetzt sind sie ganz offiziell pleite: http://netplosiv.org/200937457/internet-technik/nach-domain-sperre-layer-ads-ist-nachweislich-zahlungsunfaehig
Update: Die Domain ist nun temporär offline. Ich hoffe, jeder bekommt noch sein Geld, was ihm zusteht. Wie ich sehe, hat sich der Binlayer bei dir breitgemacht – bei mir auch schon seit längerem.
Grüße
Ja, ich hätte gleich Binlayer wählen sollen. Naja, Lehrgeld…