Ein Strauß roter Rosen am Valentinstag

Noch zehn Tage, dann ist wieder Valentinstag. Unvermeidlich. Das haben die Floristen nunmal so beschlossen. Und wer bin ich, dass ich mich dem Feiertag einer Berufssparte verschließe? Genau, der togo! Und als solcher halte ich es mit dem Valentinstag schon seit Jahren genauso wie mit dem Rosenmontag oder anderen Diktaten des Kalenders: Ich ignoriere ihn mal wieder komplett.

Jeder Tag ist irgendwie Valentinstag

Was mir dabei den Rücken frei hält: Meine Frau, nebenbei die beste Frau der Welt, gütig und gnädig, sieht das genauso. Wir schenken uns zwischendurch gern Kleinigkeiten. Mal eine DVD, mal gehen wir gemeinsam lecker zu unserem Franzosen Essen. Und es kommt auch vor, dass ich ihr Blumen mitbringe, denn ich liebe meine Frau nicht nur am 14. Februar (oder an ihrem Geburtstag, an Weihnachten etc.). Aber eben nicht am Valentinstag. Wer sehen möchte, was wir uns gerade “geleistet” haben: Die Rosen von Dublin. Rote Rosen am Valentinstag. Und der Floristenverband sieht keinen Cent!

“Besseres kann kein Volk vererben als der eigenen Väter Brauch…”

Meine Einstellung habe ich übrigens von meinen Eltern geerbt. Die hatten bereits die gleiche gesunde Ablehnung gegen einen “Feiertag”, der lediglich den Umsatz der Floristen ankurbeln soll und auch noch in einer Zeit liegt, in der in Deutschland keine einzige Blume blüht – die am Valentinstag verkauften Blumen stammen also zum Großteil aus dem Ausland. Bestenfalls aus den riesigen Gewächshäusern in den Niederlanden, wahrscheinlicher aber aus Südamerika, wo die Pflanzen unter Einsatz härtester Insektenschutzmittel (und unter Missachtung jeglicher Schutzmaßnahmen für die Arbeiter) angebaut werden und anschließend nicht gerade klimaneutral per Flugzeug nach Deutschland gebracht werden, wo sie für Pfennigpreise über den Tisch gehen.

Kaffee und Kuchen statt Blumendiktat

Nein, der 14. Februar hat dieses Jahr für mich nur eine Bedeutung: Mein Patenkind feiert seinen zweiten Geburtstag. Und das werden wir ausgiebig vor Ort in Edewecht feiern. Dass am gleichen Tag zufällig Valentinstag ist, wird hoffentlich bei Kaffeee und Kuchen komplett untergehen.

Man kann den Valentinstag aber auch sinnvoll nutzen

Der Ulf hat in seinem Blog übrigens eine nette Idee geäußert: Anstatt die Floristen über die einnahmenschwache Zeit zu retten, sollte man den Tag, dem Namen entsprechend, durchaus feiern – als Gedenktag für einen der größten Komiker, die es je gab: Karl Valentin! Eine super Idee, der ich mich gern anschließe. Denn damit gebe ich gleich noch ein Statement ab: Es ist traurig, dass es kaum noch gute Komiker gibt, sondern nur noch eine Menge an hektischen, wirklich nicht witzigen Comedians, sie so talentfrei sind wie zum Beispiel Oliver Pocher. Da habe ich doch gleich noch eine Idee: Ich renne mal hoch in mein Arbeitszimmer und krame die alte Schallplatte von Insterburg & Co raus. “Ich hab’ kein Abitur, ich hab’ mittlere Reife”. Herrlich! Aber das hat nichts mit dem Valentinstag zu tun und gehört jetzt nicht hier her ;)

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One Response to Ein Strauß roter Rosen am Valentinstag

  1. Billigflüge says:

    Ich bin über diesen Tag recht gespaltener Meinung. Einerseits gut, dass es sowas gibt. So wird mir als Mann dann auch die Möglichkeit gegeben (durch große Bewerbung), diesen Tag mal nicht zu vergessen. So wie z.B. den Jahrestag. Allerdings geht mir das ganze seit Jahren doch einen zu sehr komerziellen Weg. Deswegen habe ich mich mit meiner Frau darauf geeinigt, dass wir den Tag zwar feiern, aber uns nichts schenken. Damit meine ich wirklich nichts. Und nicht so ein “nichts” wie an Weihnachten ;)
    Dafür nehmen wir uns dann den Abend mal wirklich Zeit, gehen vorher schön einkaufen und Kochen gemeinsen, gucken eine DVD und sind einfach 100% füreinander da.

    Gruß
    Jens Weber

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