Nein, natürlich weiß ich, dass Zucchini kein Unkraut / Wildkraut sind. Aber wenn man sieht, wie die anspruchslose Pflanze regelrecht wuchert und wöchentlich zwei bis vier erntefähige Mini-Kürbisse (denn genau das bedeutet der Name) produziert, dann liegt der Vergleich nahe. Denn gepflegt haben wir unsere Zucchini-Pflanzen kein Stück. Lediglich das Anziehen kostete ein wenig Zeit und Arbeit, nach dem Aussetzen im Garten ging alles wie von selbst. Und damit hat die Zucchini eine Menge Vorteile gegenüber anderen Nutzpflanzen, die wir angebaut haben. Kartoffeln? Kaum. Salat? Der wuchs nur in die Höhe und produzierte witzige Blüten. Rosenkohl? Irgendwie haben wir da den richtigen Moment für die Ernte verpasst. Rhabarber? Mit Neid erinnere ich mich an die Riesenpflanze, die meine Schwester in Süddeutschland im Garten stehen hat. Unsere beiden vegetieren so vor sich hin.
Ein wenig könnte unsere Missernte wohl daran liegen, dass unser Garten mit Japanischem Staudenknöterich konterminiert ist. Leider hatte der Vorbesitzer das aggressive asiatische Unkraut an diversen Stellen im Garten gepflanzt (Ihr lest richtig – es gibt Menschen, die so etwas gezielt anbauen!), seitdem bekämpfen wir das Unkraut – in diesem Fall darf man wohl davon sprechen – indem wir es ausrupfen, wo immer es auftaucht. Der Versuch, die Wurzeln auszubuddeln, ist leider gescheitert. Zwar haben wir einiges an Wurzelwerk aus dem Boden geholt, aber da leider das kleinste Stück Wurzel reicht, damit die Pflanze neu entsteht, war diese Plackerei leider erfolglos geblieben.

Der rote Spross ist Japanischer Staudenknöterich - ein Unkraut, das nicht in unsere Ökosphere gehört.




Oha, den Staudenknöterich kannte ich bis dato noch gar nicht. Gut dass du uns Leser auf diese Gefahr hinweist. Aber wenn es ein asiatisches Unkraut ist, müssen die meisten von uns dies ja nicht befürchten… hoffe ich