(Dieser Artikel ist ein Nachtrag zum vorherigen Blokartikel “Versand kommt von versanden – wie Hermes zweieinhalb Wochen für zwei kleine Sendungen benötigte“. Noch einmal Danke an Tante Mathilda, die auch diesen zweiten Teil verfasste und mir zur Veröffentlichung überließ!)
Hermes scheint irgendwie auf diesen Blog gestoßen zu sein, anders lässt sich diese überraschend persönliche und auf die Problematik eingehende Antwort nicht erklären:
Sehr geehrter Herr W.,
wir entschuldigen uns ganz herzlich bei Ihnen für den Ärger der vergangenen 2 Wochen. Das spiegelt in keiner Weise unseren Servicestandard wider.
Als kleine Wiedergutmachung würden wir gerne dem Tierheim 20 € zukommen lassen.
Bitte teilen Sie uns mit, ob das in ihrem Sinne ist.
Mit freundlichen Grüßen
Natascha G.
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Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH
Mit einer solchen Reaktion habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Es ist das erste Mal, dass Hermes gelesen hat, was ich geschrieben habe, denn man hat bemerkt, dass ich keinen Wert auf einen Gutschein für mich lege.
Das Angebot dem Tierheim eine Spende zukommen zu lassen, werde ich auf jeden Fall annehmen. Denn so stur bin ich dann doch nicht, dass am Ende die Tiere und das Tierheim, die sich immer über Unterstützung freuen, darunter leiden müssten. Allerdings finde ich 20 Euro für ein Unternehmen der Größe Hermes’ doch etwas mickrig. Vielleicht schlage ich der Firma eine Tierpartnerschaft für einen schwer vermittelbaren Problembewohner vor? Davon hätten dann beide Seiten etwas – das Tierheim, weil man die Kosten für den Dauergast auffangen könnte. Und Hermes, weil es eine tolle Werbung ist, auf diese Art und Weise deutlich zu machen, dass es ihnen Ernst ist mit der Entschuldigung.
Ob ich allerdings so schnell wieder mit Hermes ein Päckchen versenden werde, bleibt auch weiterhin dahingestellt. Ich werde erst einmal rein passiv, als Empfänger, beobachten, wie sich die Sache entwickelt.



