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	<title>togoblog</title>
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	<description>Togo bloggt Togos Blog... aus Emden ;)</description>
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		<title>Hermes kann lesen: eine späte Reaktion</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 10:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hermes]]></category>
		<category><![CDATA[Päckchen]]></category>
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		<description><![CDATA[(Dieser Artikel ist ein Nachtrag zum vorherigen Blokartikel &#8220;Versand kommt von versanden &#8211; wie Hermes zweieinhalb Wochen für zwei kleine Sendungen benötigte&#8220;. Noch einmal Danke an Tante Mathilda, die auch diesen zweiten Teil verfasste und mir zur Veröffentlichung überließ!) Hermes &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2012/01/09/hermes-kann-lesen-eine-spate-reaktion/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/hund_in_not.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1424" title="Hund in Not: viele Tiere benötigen konstante Unterstützung." src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/hund_in_not.jpg" alt="Hund in Not: viele Tiere benötigen konstante Unterstützung." width="200" height="200" /></a><em>(Dieser Artikel ist ein Nachtrag zum vorherigen Blokartikel &#8220;<a title="Togoblog: Versand kommt von versanden: wie Hermes zweieinhalb Wochen für zwei kleine Sendungen benötigte" href="http://www.togotob.de/2012/01/05/versand-kommt-von-versanden-wie-hermes-zweieinhalb-wochen-fur-zwei-kleine-sendungen-benotigte/" target="_blank">Versand kommt von versanden &#8211; wie Hermes zweieinhalb Wochen für zwei kleine Sendungen benötigte</a>&#8220;. Noch einmal Danke an Tante Mathilda, die auch diesen zweiten Teil verfasste und mir zur Veröffentlichung überließ!)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Hermes scheint irgendwie auf diesen Blog gestoßen zu sein, anders lässt sich diese überraschend persönliche und  auf die Problematik eingehende Antwort nicht erklären:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sehr geehrter Herr W.,</em><em> </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>wir entschuldigen uns ganz herzlich bei Ihnen für den Ärger der vergangenen 2 Wochen. Das spiegelt in keiner Weise unseren Servicestandard wider.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Als kleine Wiedergutmachung würden wir gerne dem Tierheim 20 € zukommen lassen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bitte teilen Sie uns mit, ob das in ihrem Sinne ist.</em><em> </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Mit freundlichen Grüßen</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Natascha G.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Community Support</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Reklamationsmanagement</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Kundenservice </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Mit einer solchen Reaktion habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Es ist das erste Mal, dass Hermes gelesen hat, was ich geschrieben habe, denn man hat bemerkt, dass ich keinen Wert auf einen Gutschein für mich lege.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Angebot dem Tierheim eine Spende zukommen zu lassen, werde ich auf jeden Fall annehmen. Denn so stur bin ich dann doch nicht, dass am Ende die Tiere und das Tierheim, die sich immer über Unterstützung freuen, darunter leiden müssten. Allerdings finde ich 20 Euro für ein Unternehmen der Größe Hermes&#8217; doch etwas mickrig. Vielleicht schlage ich der Firma eine Tierpartnerschaft für einen schwer vermittelbaren Problembewohner vor? Davon hätten dann beide Seiten etwas &#8211; das Tierheim, weil man die Kosten für den Dauergast auffangen könnte. Und Hermes, weil es eine tolle Werbung ist, auf diese Art und Weise deutlich zu machen, dass es ihnen Ernst ist mit der Entschuldigung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob ich allerdings so schnell wieder mit Hermes ein Päckchen versenden werde, bleibt auch weiterhin dahingestellt. Ich werde erst einmal rein passiv, als Empfänger, beobachten, wie sich die Sache entwickelt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Versand kommt von versanden &#8211; wie Hermes zweieinhalb Wochen für zwei kleine Sendungen benötigte</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 10:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute darf ich Euch mal wieder einen Gastbeitrag präsentieren. Verfasst hat ihn Tante Mathilda, der Euch von seinen unglaublich anmutenden Erfahrungen mit dem Pakettransporteur Hermes Versand berichtet. Viel Spaß beim Lesen! Odyssee mit Hermes Heutzutage hat der Mensch die Qual &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2012/01/05/versand-kommt-von-versanden-wie-hermes-zweieinhalb-wochen-fur-zwei-kleine-sendungen-benotigte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Heute darf ich Euch mal wieder einen Gastbeitrag präsentieren. Verfasst hat ihn Tante Mathilda, der Euch von seinen unglaublich anmutenden Erfahrungen mit dem Pakettransporteur Hermes Versand berichtet. Viel Spaß beim Lesen!</em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Odyssee mit Hermes</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Heutzutage hat der Mensch die Qual der Wahl, wenn er ein Päckchen versenden möchte. Es gibt genügend Lieferdienste, sodass es nicht immer die Deutsche Post sein muss, wenn man etwas versenden möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Hermes Versand besticht vor allem dadurch, dass er wirklich unverschämt günstige Preise hat, weshalb ich mich entschieden hatte, zu Weihnachten ein Päckchen mit Hermes zu versenden. Hermes hatte dazu noch das wunderbare Versprechen gemacht, dass pünktlich zu Heiligabend geliefert werde, wenn man bis 12.00 Uhr am 22. Dezember seine Sendung in einem der Paket-Shops abliefert.</p>
<p style="text-align: justify;">Was sollte also schon schiefgehen? Günstige Preise und dazu noch eine Liefergarantie? Mehr kann man sich doch nicht wünschen, wenn man ein Paket, Päckchen oder wie man es auch immer nennen mag verschicken möchte. (Man mag es mir nachsehen, wenn ich die Begriffe wahllos nebeneinander verwende). Ich würde sogar noch sparen, wenn ich meine Sendung auf zwei Sendungen verteile.</p>
<p style="text-align: justify;">Da ich von Natur aus ein misstrauischer Mensch bin und ich nicht so wirklich glauben wollte, dass meine Sendungen innerhalb von zwei Tagen ankommen würden, eilte ich noch am 17. Dezember zum Paket-Shop, um meine Sendungen abzugeben. Das sollte doch auf jeden Fall ausreichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider musste ich bald einsehen, dass ich wohl zu viele Erwartungen in Hermes gesetzt hatte und nicht immer der billigste Anbieter auch der günstigste ist. Aber eins nach dem anderen.</p>
<p style="text-align: justify;">Anhand des Sendungsstatus konnte ich für beide Sendungen überprüfen, an welchem Punkt der Lieferkette sie sich befinden. Zunächst schien alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Am 19. Dezember traten beide Päckchen ihre Reise an. Das war akzeptabel, da es sich beim Abgabetag um einen Samstag gehandelt hatte und man nicht damit rechnen konnte, dass die Sendungen vor Wochenstart abgeholt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle trennten sich die Wege meiner beiden Päckchen. Warum man diese getrennt behandelte, bleibt wohl ein Geheimnis von Hermes.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 21. Dezember traf Päckchen Nr. 1 in der zuständigen Hermes-Niederlassung ein. Einen Tag später traf dann auch Päckchen Nr. 2 dort ein. Rechnet man den ersten Tag mit, dann war das der vierte Tag. Schon da musste ich mich fragen, wie es Hermes hätte schaffen wollen, meine Sendung pünktlich zu liefern, wenn ich erst am 22. Dezember meine Sendung abgegeben hätte.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 05:22:41 Uhr (Hermes nimmt es mit den Sendungen seiner Kunden wirklich sehr genau) traf Päckchen Nr. 1 in der Hermes-Niederlassung ein. Um 07:33:10 Uhr desselben Tages befand sich das Päckchen dann auch schon in der Zustellung. Doch wenn ich mich da auf einen reibungslosen Ablauf verlassen hatte, wurde ich nun schwer enttäuscht, denn um 12:02:06 Uhr vermeldete Hermes, dass die Anschrift nicht gefunden werden konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Päckchen Nr. 2 kam um 02:04:42 Uhr in der Hermes-Niederlassung an. Laut Sendungsstatus von Hermes kam es allerdings nie dazu, dass das Päckchen auch zugestellt wurde, denn dieser Zwischenschritt wie bei Päckchen Nr. 1 fehlt hier völlig. Um 13:22:28 Uhr heißt es lediglich, dass die Anschrift nicht gefunden werden konnte. Hatte der Zusteller sich an die Sendung vom Vortag erinnert und sich deswegen dazu entschlossen, das Päckchen gleich in der Niederlassung zu lassen, weil man die Anschrift ohnehin nicht finden könnte? Oder machte man sich wirklich die Mühe, noch einmal den gesamten Ort abzusuchen und aufgrund eines technisches Fehlers fehlte der Zwischenschritt einfach?</p>
<p style="text-align: justify;">Wie man es auch nimmt. Laut Hermes existierte die Anschrift nicht, obwohl man über diverse Routenplaner (ein Hoch auf Google Maps!) und Navi die Anschrift bestens finden konnte. Doch was sollte man denn nun als Kunde machen, wenn der Sendungsstatus nur anzeigt, dass die angegebene Anschrift nicht gefunden werden konnte? Würde Hermes nun die Päckchen zurücksenden? Würde man einfach noch einmal auf die Suche gehen? Es wurde wirklich spannend!</p>
<p style="text-align: justify;">Für Päckchen Nr. 1 erschien am 22. Dezember um 22:57:35 Uhr dann folgende Meldung:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>„Bitte seien Sie uns bei der Adressklärung behilflich. Unsere Telefonnummer lautet: 01805/333325 (0,14 Euro/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom/Mobilfunk max. 0,42 Euro/Min).“</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Päckchen Nr. 2 wurde wieder einmal benachteiligt, denn hier fand sich noch keine solche Meldung. Die Minutenpreise erschienen mir dann doch etwas zu hoch, weshalb ich mich auf der Homepage von Hermes auf die Suche nach einer günstigeren Alternative machte. Schließlich fand ich dort unter Kontakte diesen Hinweis:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>„Sie haben nicht die nötigen Informationen gefunden?</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bitte kontaktieren Sie unseren Kundenservice:</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Tel.: 0900 1 311 211 (0,60 EUR/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG, evtl. abweichende Preise für Anrufe aus den Mobilfunknetzen.)</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>E-Mail: </em><a href="mailto:info-paket@hermes-europe.de"><em>info-paket@hermes-europe.de</em></a><em>“</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nun sollte es sogar 60 Cent pro Minute oder gar mehr kosten? Das wollte ich nun doch nicht einsehen und schrieb am 23. Dezember eine E-Mail an den Kundenservice. In der E-Mail nannte ich die Sendungsnummern beider Päckchen, auch wenn man mich bei Päckchen Nr. 2 noch gar nicht um meine Mithilfe gebeten hatte. Da es sich um ein Tierheim handelte, wo meine Sendung hingehen sollte, sollte es eigentlich nicht allzu schwer sein, mit diesem Hinweis, die Anschrift zu finden.</p>
<div id="attachment_1416" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/paeckchen01.jpg"><img class="size-medium wp-image-1416" title="Beweisführung: Ein Screenshot der offiziellen Sendungsverfolgung auf Hermes VersandOnline. " src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/paeckchen01-300x225.jpg" alt="Beweisführung: Ein Screenshot der offiziellen Sendungsverfolgung auf Hermes VersandOnline. " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Beweisführung: Ein Screenshot der offiziellen Sendungsverfolgung auf Hermes VersandOnline.</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Gegen Mittag desselben Tages antwortete mir Hermes sogar sogleich:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sehr geehrter Herr W.,</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>der Zusteller konnte die Adresse mit den vorliegenden Angaben nicht finden.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wir haben die Empfängeranschrift anhand der von Ihnen gemachten Angaben ergänzt und an die zuständige Niederlassung weitergeleitet, damit die Zustellung schnellstmöglich erfolgen kann.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Mit freundlichen Grüßen </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Andreas L.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Kundenservice </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der Zusteller konnte also die Adresse mit den vorliegenden Angaben nicht finden. Ich muss natürlich zugeben, dass es meine Irrmeinung war, dass es eigentlich ausreicht, wenn man bei der Adresse die Straße, die Hausnummer, die Postleitzahl und den Ort angibt. Zum Glück hat man mich bei Hermes nun aufgeklärt, dass man mit diesen Daten eine Anschrift, die im bebauten Siedlungsbereich liegt, nicht finden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun hoffte ich natürlich, dass meine Sendungen endlich zugestellt werden würden. Bei Päckchen Nr. 2, das immer etwas spät dran war, wie man bislang sehen konnte, erschien am 23. Dezember um 21:23:46 Uhr nun auch noch die Meldung, dass ich doch bei der Klärung der Anschrift behilflich sein sollte. Ich schob dies auf einen technischen Fehler, denn immerhin hatte ich doch bereits für beide Pakete eine exakte Beschreibung der Anschrift geliefert. Warum sollte Herr L. vom Kundenservice denn auch meine E-Mail nicht aufmerksam lesen, sondern nur irgendetwas weitergeben.</p>
<p style="text-align: justify;">An Heiligabend sah ich mich dann auch noch einmal bestätigt, denn für Päckchen Nr. 1 wurde mir um 07:13:14 Uhr angezeigt, dass es sich erneut in der Zustellung befinden würde. Um 15:14:41 Uhr befand sich Päckchen Nr. 1 nach Angaben von Hermes sogar an der richtigen Anschrift, wobei scheinbar der Empfänger nicht angetroffen wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Dafür konnte Hermes nun wirklich nichts. Zumindest dachte ich so. Wie ich allerdings vom Empfänger erfuhr, befand er sich den ganzen Tag zu Hause und hätte eigentlich hören müssen, wenn der Zusteller klingelt. Nun kann man natürlich auch einmal ein Klingeln überhören, weil man unter der Dusche steht oder im Keller ist, aber selbst dafür hat sich Hermes etwas einfallen lassen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://www.myhermes.de/wps/portal/PRIPS_DEU/c1/hY3LDoIwFES_xQ8w96ZAwWUxghWECIiUDamPGFAeC1D5e2HnBpxZnpwZSGFoJV_5XbZ5XcknJJDS7GjwmPCVgjazEDnF3WGr24i-OnDxw33NXSPR9opjhZ5iBOSPfRr_5v2R40QYgretyxsISPWpH2ZRiCBBNQuLvnGisHXci34o-nfjPJTYfNcPbXmLG1_GdHOl7FPuSJjQLjg_87tZdSjyYV_M7jdlgoUqM84Wiy8JRncS/dl2/d1/L0lJSklna0tDbEVBIS9JTGpBQUF4QUFFUWtBSVNtNXVwZy9ZQnB4SkY0MTRrc3R5b1EhLzZfVThJVjJJOTMwR0FGMDBJNjBKUUg3RzAwODYvN19VOElWMkk5MzBHQUYwMEk2MEpRSDdHMEFOMS9yZWZyZXNo/?content=FAQ#7_U8IV2I930GAF00I60JQH7G0AN1#__NO_ANCHOR__"><strong><em>Was passiert, wenn ich nicht zu Hause bin?</em></strong></a><strong><em> </em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH führt beim nationalen Versand bis zu 2 Abholversuche durch. International wird die Abholung zur Zeit nicht angeboten.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>National führt Hermes bis zu 4 Zustellversuche und international bis zu 3 Zustellversuche durch. In der Schweiz sowie in Liechtenstein werden bis zu 2 Zustellversuche durchgeführt. In Österreich 1 Zustellversuch.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Über vergebliche Zustell- und Abholversuche wird durch eine Informations-Karte benachrichtigt, auf der auch eine Telefonnummer vermerkt ist, bei der Zustell- bzw. Abholwünsche geäußert werden können.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hermes nimmt auch Nachbarschaftsabgaben vor, über die ebenfalls mit einer Karte informiert wird. Sie können sich die Sendung auch an einen unserer 14.000 PaketShops zustellen lassen. Bitte halten Sie bei der Abholung Ihren Personalausweis bereit!</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Also alles gut? Der Empfänger wusste, dass Päckchen Nr. 1 bei ihm geklingelt hatte, aber er leider nicht die Tür geöffnet hat? Immerhin hat Hermes eine Informations-Karte über den vergeblichen Zustellversuch hinterlassen. Weit gefehlt, denn der Zusteller hinterließ keine Karte. Ob das nun ein Versehen war oder die Zustellung an diesem Tag gar nicht mehr erfolgte, sondern nur für das System festgehalten wurde, kann von mir zumindest nicht beantwortet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Päckchen Nr. 2 schlummerte irgendwo vor sich hin, denn der Status war unverändert – ich sollte weiterhin bei der Klärung der Anschrift helfen. Deswegen machte ich mich am 24. Dezember noch einmal daran, mich bei Hermes per E-Mail zu melden, um zu fragen, was denn mit diesem Päckchen sei. Zur Sicherheit hängte ich sogar noch die E-Mail von Herrn L. an. Zu meiner Überraschung antwortete man mir innerhalb weniger Stunden:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sehr geehrter Herr W.,</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>für die Verzögerung und die damit entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir vielmals um Entschuldigung.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wir haben Ihre Informationen erneut an die zuständige Niederlassung weitergeleitet.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Zustellung wird schnellstmöglich an der genannten Lieferanschrift erfolgen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Mit freundlichen Grüßen </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Stefanie V. </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Kundenservice </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Somit hatte Hermes auf jeden Fall sein Versprechen, bis zum Heiligen Abend zuzustellen, nicht halten können, was meine Weihnachtsstimmung natürlich ins Uferlose beflügelte, weil der Empfänger nun ohne sein Geschenk unter Christbaum sitzen durfte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich erwartete nun, dass spätestens nach den Feiertagen endlich etwas Schwung in die Sache kommen würde, denn nun hatte Hermes wirklich keine Ausrede mehr. Zu jeder Sendung wurde eine E-Mail zur Klärung der Anschrift geschickt und jedes Mal wurde von Hermes bestätigt, dass man diese neuen Informationen weiterleiten würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach den Feiertagen tat sich zumindest bei Päckchen Nr. 1 etwas. Am 27. Dezember um 06:57:29 Uhr teilte man mir nun im Sendungsstatus mit, dass der Empfänger zum ersten Mal nicht angetroffen wurde. Man werde einen weiteren Zustellversuch durchführen. Sehr schön, diese Information hatte ich mir bislang nicht daraus zusammenreimen können, dass man mir bereits am 24. Dezember mitteilte, dass der Empfänger nicht angetroffen wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Päckchen Nr. 2 dämmerte weiterhin irgendwo vor sich hin, denn auch nach den Weihnachtsfeiertagen bat mich Hermes noch immer darum, dass ich bei der Klärung der Anschrift helfen solle.</p>
<div id="attachment_1417" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/paeckchen02.jpg"><img class="size-medium wp-image-1417" title="Auch Päckchen Nummer Zwei hatte eine wahre Odyssee hinter sich. Hermes - ein Fall für Red Bull? Das verleiht schließlich Flügel..." src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/paeckchen02-300x225.jpg" alt="Auch Päckchen Nummer Zwei hatte eine wahre Odyssee hinter sich. Hermes - ein Fall für Red Bull? Das verleiht schließlich Flügel..." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auch Päckchen Nummer Zwei hatte eine wahre Odyssee hinter sich. Hermes - ein Fall für Red Bull? Das verleiht schließlich Flügel...</p></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Da ich kein Unmensch bin, wollte ich zumindest noch einen Tag warten, ehe ich mich wieder bei Hermes melde. Als sich am 28. Dezember noch immer keine Änderung im Sendungsstatus der beiden Pakete ereignete hatte, wandte ich mich ein drittes Mal an Hermes, wobei ich anbot, dass man mir die Sendungen auch gerne zurückschicken könne. Ich würde dann einen fähigen Lieferdienst bemühen. Man müsse mir nur das Porto zurückerstatten. Und wieder fügte ich die bisherige Korrespondenz mit Herrn L. und Frau V. an, damit man wüsste, worum es geht. Eins muss man Hermes lassen, sie antworten sehr schnell, auch wenn die Antworten nicht allzu befriedigend sind, denn nach wenigen Stunden hatte ich bereits eine Antwort im Postfach:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sehr geehrter Herr W.,</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>vielen Dank für Ihre Anfrage.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Ihre Sendung befindet sich seit dem 27.12.2011 in der Zustellung.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Zusteller versuchen an drei aufeinanderfolgenden Werktagen Ihre Sendung zuzustellen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Der Zusteller ist heute zum Empfänger unterwegs und wird Ihre Sendung im Laufe des Tages zustellen. Der Empfänger kann den Zusteller gern mit einem Hinweis an der Haustür/Klingel informieren, wo er bei Abwesenheit die Sendung abgeben kann.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die Zusteller sind Montag bis Samstag zwischen 08:00 und 20:00 Uhr für Sie unterwegs.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Mit freundlichen Grüßen</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Stefanie L. </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Kundenservice </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das Antwortschreiben ging nicht im Geringsten auf das ein, was ich geschrieben hatte. Allerdings sollte meine Sendung noch an diesem Tag zugestellt werden. Somit war es eigentlich egal, dass man nicht auf das eingegangen war, was ich geschrieben hatte. Ich sollte nicht daran glauben, dass nun die Zustellung erfolgen würde, aber irgendwie wollte ich der netten Frau L. einfach Glauben schenken, auch wenn der Sendungsstatus etwas anderes aussagte. Aber ich schob es einfach auf erneut technische Probleme.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis zum Abend hatte sich nichts getan. Weder wurde der Sendungsstatus aktualisiert noch kamen die Päckchen (oder zumindest eines davon) beim Empfänger an. Es fand sich auch keine Informations-Karte im Briefkasten des Empfängers. Was war denn nur bei Hermes los? Aber gut, einen Tag könnte man sicherlich noch warten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Warten wurde schließlich auch belohnt, denn am 29. Dezember änderte sich der Sendungsstatus beider Päckchen! Päckchen Nr. 1 wurde um 15:46:56 Uhr an die zuständige Hermes-Niederlassung weitergeleitet. Päckchen Nr. 2 war dieses Mal sogar schneller und wurde um 15:45:19 Uhr auf denselben Weg geschickt. Erneut musste ich mich fragen, was Hermes da nur trieb. Waren die beiden Päckchen denn nicht schon längst bei der zuständigen Niederlassung gewesen? Wohin hatte man sie denn über die Weihnachtsfeiertage gebracht? Würden die beiden Päckchen jemals beim Empfänger ankommen?</p>
<p style="text-align: justify;">Fragen über Fragen, aber ich entschied mich – notgedrungen – einfach bis ins neue Jahr zu warten.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem sich bis zum 3. Januar der Sendungsstatus beider Päckchen nicht verändert hatte, schrieb ich erneut eine sehr freundlich formulierte E-Mail an den Kundenservice von Hermes, damit man mir zumindest sagen solle, wo sich meine Sendung gerade befindet und ob ich überhaupt noch mit einer Zustellung rechnen könne. Am selben Tag kam eine gewohnt kompetente Antwort:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Sehr geehrter Herr W.,</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>wir bedauern sehr, das <strong>[sic!]</strong> die Sendungen noch nicht zugestellt wurden.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wir haben die zuständige Niederlassung gebeten, diese schnellstmöglich zustellen zu lassen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Es ist uns sehr wichtig, Ihnen einen einwandfreien Service zu bieten und danken Ihnen für den Hinweis. Wir sorgen dafür, die von Ihnen geschilderten Unannehmlichkeiten zukünftig zu vermeiden, da uns die Zufriedenheit unserer Kunden sehr am Herzen liegt.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Als Entschuldigung möchten wir Ihnen gern einen Gutschein zukommen lassen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bitte teilen Sie uns hierfür Ihre vollständige Adresse mit.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Mit freundlichen Grüßen </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Kerstin N. </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Kundenservice </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wieder keine Antwort auf den Kern meiner E-Mail, nämlich nach dem Verbleib der beiden Päckchen. Dass man die Sendungen schnellstmöglich zustellt, ergibt sich für mich von selbst. Es sollte nicht nötig sein, dies der Niederlassung auch noch mitteilen zu müssen. Als Hinweis war meine E-Mail allerdings nicht gedacht, aber wenn Hermes dies so sehen wollte, konnte ich kaum etwas dagegen unternehmen. Was mich, wie man sich vorstellen kann, am meisten erfreute, war natürlich das Angebot, mir zur Entschuldigung einen Gutschein zukommen zu lassen. Darauf habe ich dankend verzichtet, da ich mir einen Versand mit Hermes nicht mehr antuen werde.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, dass meine Pakete irgendwann das Ziel erreichen würden, doch der Tag kam wirklich noch, an dem sich der Empfänger über ein (viel) zu spätes Weihnachtsgeschenk freuen durfte.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen Tag nach meiner vierten E-Mail an Hermes, durfte ich am 4. Januar um 07:06:08 Uhr bei Päckchen Nr. 1 lesen, dass es sich erneut in der Zustellung befindet. Ungläubig starrte ich auf den Bildschirm. Konnte das wirklich sein? Schnell wanderte mein Blick zu Päckchen Nr. 2. Dieses würde doch sicherlich noch auf dem Weg zur zuständigen Niederlassung sein. Aber auch da die Überraschung: Nur zwei Sekunden nach Nr. 1, wurde auch Nr. 2 in die Zustellung geschickt! Wie es Hermes geschafft hatte, die Päckchen in die Zustellung zu bringen, obwohl sie nie die zuständige Niederlassung erreicht hatten, bleibt wohl das Geheimnis des Versands. Aber man will sich auch nicht beschweren.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings wollte ich noch nicht so recht glauben, dass meine Sendungen nun auch wirklich bis zum Empfänger gelangen sollten. Immerhin kann noch so vieles passieren und am Ende findet man wieder nicht die richtige Haustür oder vergisst zu klingeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch um 10:27:41 Uhr wurde Päckchen Nr. 1 tatsächlich zugestellt! Und Päckchen Nr. 2 schaffte es sogar, obwohl es immer am Trödeln war, sogar noch als erstes um 10:27:34 Uhr beim Empfänger anzukommen!</p>
<p style="text-align: justify;">Welch großer Tag in der Geschichte des Paketversands! Innerhalb von 14 Werktagen hatte es Hermes geschafft, eine Lieferung von A nach B zu befördern. Der griechische Gott Hermes und Namensgeber dieses schnellen Dienstleisters würde vor lauter Stolz mit den Flügeln an seinen Stiefeln schlagen, wenn er wüsste, welche Leistung hier vollbracht wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Und auch die beiden Pakete würden sicherlich einiges zu erzählen haben, wenn sie uns von ihrer Odyssee durch die Hermes-Niederlassungen berichten könnten. Aber zum Glück können sie nicht sprechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ich im Nachhinein erfahren durfte, hat sich Hermes sogar am 3. Januar noch telefonisch im Tierheim des Empfängers gemeldet und angefragt, ob man denn dort auch mit einem Lieferwagen hinfahren könne. Einfach zu nett, die Damen und Herren von Hermes. Wie soll man denn auch auf die Idee kommen, dass man zu einem Tierheim fahren könnte? Immerhin haben die doch genügend Tiere, sodass man dorthin normalerweise nur reiten kann oder den Hundeschlitten nehmen muss. Sehr nett war auch noch, was ich in diesem Zusammenhang erfahren habe, dass auf beide Päckchen ein Ausdruck eines Routenplaners geklebt war, anhand dessen man dann doch noch die Anschrift ausfindig machen konnte. Sehr schön, dass man so schnell auf diese Idee gekommen ist!</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens: Die Entfernung, die die beiden Päckchen zurücklegen mussten, betrug ca. 200 km. Wenn ich zu Fuß zum Empfänger gegangen wäre und jeden Tag ca. 20 km zurückgelegt hätte, dann wäre ich noch schneller als Hermes gewesen.</p>
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		<title>Fachchinesisch: Pünte außer Betrieb!</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 14:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fachchinesisch ist etwas Tolles. Man kann wichtige Sachen erzählen &#8211; und kein Schwanz versteht, was man sagt. Wenn dann gemeckert wird, dass man nicht informiert worden sei, tja, &#8220;ich hatte es Ihnen doch erzählt! Dann hören Sie eben besser zu&#8221; &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2012/01/02/fachchinesisch-punte-auser-betrieb/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Fachchinesisch ist etwas Tolles. Man kann wichtige Sachen erzählen &#8211; und kein Schwanz versteht, was man sagt. Wenn dann gemeckert wird, dass man nicht informiert worden sei, tja, &#8220;ich hatte es Ihnen doch erzählt! Dann hören Sie eben besser zu&#8221; <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Uns ist es beim Neujahrsspaziergang genau so ergangen. Wir waren ans Große Meer gefahren, einen See, der so ziemlich in der Mitte zwischen Emden und Aurich liegt. Da gibt es eine Stelle, an der ein Kanal mittels einer Kurbelfähre überquert werden kann. Auf der anderen Seite dieses Kanals wollten wir den Hund ein wenig frei laufen lassen, das Übersetzen war also fest eingeplant.</p>
<div id="attachment_1411" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/puente_01.jpg"><img class="size-full wp-image-1411" title="Hier fehlt doch was? Richtig, die Kurbelfähre. Vielleicht sollte man einmal die angegebene Nummer anrufen und den Diebstahl melden? Schließlich ist es doch so etwas Ähnliches wie eine Störung..." src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/puente_01.jpg" alt="Hier fehlt doch was? Richtig, die Kurbelfähre. Vielleicht sollte man einmal die angegebene Nummer anrufen und den Diebstahl melden? Schließlich ist es doch so etwas Ähnliches wie eine Störung..." width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Hier fehlt doch was? Richtig, die Kurbelfähre. Vielleicht sollte man einmal die angegebene Nummer anrufen und den Diebstahl melden? Schließlich ist es doch so etwas Ähnliches wie eine Störung...</p></div>
<p style="text-align: justify;">Leider fehlte an der Stelle etwas ganz Bedeutendes: die Kurbelfähre selbst. An ihrer Stelle lag lediglich ein Ruderboot, und wir bezweifelten, dass es dafür gedacht war, von Spaziergängern wie uns als Ersatz genutzt zu werden. Ärgerlich: hätten wir am Anfang der Spazierstrecke gewusst, dass die Fähre nicht da ist, wir wären woanders lang gelaufen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/puente_02.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1412" title="Eine Pünte ist eine Pünte. Oder?" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/puente_02.jpg" alt="Eine Pünte ist eine Pünte. Oder?" width="300" height="225" /></a>Als wir später wieder am Ausgangspunkt unseres Spaziergangs ankamen, fiel uns das Schild auf, das uns auf das Fehlen der Kurbelfähre hätte hinweisen sollen. Dumm gelaufen: man hatte sich für Fachtermini entschieden, die wohl kaum ein Besucher beherrschen dürfte. Denn auf dem Schild stand nicht, dass die Fähre außer Betrieb sei, sondern die Pünte&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Nun kann eine Pünte für unterschiedliche Menschen auch etwas komplett verschiedenes sein. Ich zum Beispiel erinnere mich gern an unsere Studentenkneipe im Wohnheim, die Pünte hieß. Generell ist Pünte (üblicher ist allerdings Pinte) ein Begriff für eine kleine Kneipe. Für meine Frau und mich liest sich das Schild also so, als sei irgendwo am Großen Meer eine kleine Kneipe außer Betrieb&#8230; dass mit Pünte die Kurbelfähre gemeint zu sein scheint, wurde uns nur deshalb klar, weil am Kanal &#8211; da, wo die Fähre fehlt &#8211; ein Schild steht, auf dem die Fähre als Pünte bezeichnet wird. Wer noch nicht soweit war und dieses Schild nicht kennt, kann also mit der &#8220;Außer Betrieb&#8221;-Mitteilung herzlich wenig anfangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein schöner Spaziergang war es aber doch. Und irgendein Fachchinese darf sich seit Außerbetriebsetzen der Kurbelfähre darüber freuen, reihenweise Ausflügler in die Irre zu schicken, ohne dabei seine Pflicht verletzt zu haben <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Schreckliches Schicksal: Togo kann kein Bundespräsident werden!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 11:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Woche startet für mich mit einer bitteren Erkenntnis. Bisher hatte ich ja immer noch gewisse Karriereabsichten im Hinterkopf. Die aktuellen Diskussionen um Christian Wulff aber zeigen mir, dass ich es wohl vergessen kann, noch einmal Bundespräsident zu werden. Denn &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/12/19/schreckliches-schicksal-togo-kann-kein-bundesprasident-werden/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Woche startet für mich mit einer bitteren Erkenntnis. Bisher hatte ich ja immer noch gewisse Karriereabsichten im Hinterkopf. Die aktuellen Diskussionen um Christian Wulff aber zeigen mir, dass ich es wohl vergessen kann, noch einmal Bundespräsident zu werden. Denn ich wäre sofort ein hilfloses Opfer für das neue kollektive Gewissen der Bundesrepublik Deutschland: die Netzmeute.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum? Naja, ich habe Freunde. Ein paar von denen haben sogar Jobs. Ich neige dazu, meine Freunde ab und zu zu besuchen. Die Kosten meines Aufenthalts &#8211; Kaffee, Wasser, manchmal auch Bier &#8211; übernehmen in der Regel die Gastgeber. Da das eine Vorteilnahme meinerseits darstellt, fliege ich bei diesem KO-Kriterium bereits raus.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu kommt, dass mich meine Freunde auch mal auf Fahrten begleiten. Nicht immer nehme ich auf Fußballfahrten Benzingeld &#8211; das ist sogar die Regel. Denn irgendwann gleicht sich alles aus, davon bin ich überzeugt. In diesem Fall aber schadet es mir. Denn durch das Mitnehmen von Freunden, die mich vorher beherbergt haben, mache ich mich ja doppelt verdächtig.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass ich mir auch mal privat Geld geliehen habe &#8211; nicht nur unter dem üblichen Zinssatz, sondern sogar komplett ohne Zinsen &#8211; ist da schon fast bedeutungslos geworden. Es untermauert meine Disqualifikation für das höchste Amt im Staate lediglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich muss Euch also leider enttäuschen. Der kommende Bundespräsident wird nicht Togo Tob heißen. Ich wäre ein zu einfaches Opfer für den Online-Mob. &#8216;tschuldigt!</p>
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		<title>VW-Trojaner für die Grundschule</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 11:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieviel Marketing darf in einer Grundschule Platz finden? Oder anders gefragt: Sollten privatwirtschaftliche Unternehmen sich in den Unterricht einbringen und Werbung betreiben  dürfen? Jeder von uns erinnert sich sicherlich noch an seine Grundschulzeit. Was wir gelernt haben, wie wir gelernt &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/12/15/vw-trojaner-fur-die-grundschule/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wieviel Marketing darf in einer Grundschule Platz finden? Oder anders gefragt: Sollten privatwirtschaftliche Unternehmen sich in den Unterricht einbringen und Werbung betreiben  dürfen?</p>
<p style="text-align: justify;">Jeder von uns erinnert sich sicherlich noch an seine Grundschulzeit. Was wir gelernt haben, wie wir gelernt haben. Unsere Lehrer waren fast durchgängig engagierte Pädagogen, die vielleicht nicht immer die modernsten Methoden angewandt haben. Aber geschadet hat uns das eher weniger. Im Nachhinein betrachtet waren es sogar die unbeliebten, strengen Lehrer, bei denen ich am meisten gelernt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Was „damals“ überhaupt nicht denkbar war: dass sich Firmen ungefragt in den staatlichen Bildungsauftrag einmischen. Klar, spätestens beim Sexualkundeunterricht haben die Lehrer gern auf Unterrichtsmaterialien zurückgegriffen, die ihnen die Hersteller von Kondomen oder Monatshygiene auch gern zur Verfügung stellten.  Aber bei Deutsch, Englisch, Mathematik etc. reichten die Schulbücher und der Fundus der Schulen immer aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Das scheint man beim Volkswagenwerk in Wolfsburg anders zu sehen und schickt seit kurzem seine neueste Marketingmasche in die (Grund-)Schulen der Region Braunschweig: das so genannte VfL-Wiki. Damit sollen die Kinder ihre Rechtschreibung trainieren sowie Mathematik üben. Die Lerninhalte sind allerdings nicht neutral formuliert, sondern haben grundsätzlich irgend etwas mit dem VfL Wolfsburg zu tun. Addieren anhand von Rückennummern auf VfL-Trikots, das Verfassen von Artikeln über den VfL etc. Aus Sicht des Autobauers sicherlich eine interessante Geschichte, weil man auf diese Weise jüngste Kinder auf den VfL Wolfsburg, die werkseigene Fußballwerbung, aufmerksam macht und entsprechend sozialisiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber es gibt doch einige Fragen bei diesem Vorgehen. Erst einmal die grundsätzliche, ob privatwirtschaftliche Konzerne ihre Werbebotschaften im Unterricht staatlicher Schulen unterbringen sollten. Ich denke, da kann man recht schnell mit einem klaren „nein“ antworten. Werbung hat in einer Schule nichts zu suchen, auch wenn sie als Lernhilfe getarnt ist. Dazu haben Lehrer die Aufgabe, neben dem Unterrichtsstoff auch gesellschaftliche Werte zu vermitteln. Was für Werte aber sind es, wenn ausgerechnet ein Kunstprodukt wie der VfL Wolfsburg, quasi die Castingband des Fußballs und bundesweit unbeliebt trotz geschätzter mittlerweile versenkter 1,3 Milliarden Euro, eine zentrale Rolle im Unterricht einnehmen darf? „Schaut her, mit Geld ist alles möglich! Wir brauchen keinen Stil, keinen Charakter, keine Sympathien. Wir kaufen uns einfach, was wir wollen!“ In Zeiten, in denen Weihnachten unter dem Baum entschieden wird, ist eine solche Haltung vielleicht nicht überraschend. In einer Schule aber sollten andere Werte vermittelt werden. Werte, die unsere Gesellschaft voranbringen: Bescheidenheit, Rücksichtnahme, Solidarität, Freundlichkeit, aber auch Stil, Charakterstärke, Gerechtigkeitssinn. Es ist offensichtlich, dass der VfL Wolfsburg dafür der komplett falsche Vermittler ist. Schulleiter, die sich diese Fragen nicht gestellt haben, bevor sie das VfL-Wiki in den Unterricht ließen, haben also versagt.</p>
<blockquote><p>An folgenden Schulen darf frisch, fromm, fröhlich, frei geworben werden:</p>
<ul>
<li>Neue Schule Wolfsburg</li>
<li>Erich-Kästner Schule Weddel</li>
<li>Gymnasium Martineum Halberstadt</li>
<li>Gymnasium im Schloss Wolfenbüttel</li>
<li>Grundschule Fallersleben</li>
<li>Realschule John-F.-Kennedy-Platz Braunschweig</li>
</ul>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Weitere Probleme ergeben sich durch die Konditionierung der Kinder fast zwangsläufig: in der Schule lernen sie, dass der VfL Wolfsburg gut ist. Zuhause, in ihren Familien, wird das höchstwahrscheinlich anders gesehen. Die Eltern sind in der Region eher Fans von Eintracht Braunschweig, falls sie sich für Fußball interessieren. Für die Kinder bedeutet es einen echten Zwiespalt: wer hat denn nun Recht? Meine Eltern? Oder doch die Schule? Zwei Institutionen, die für die Sozialisierung des Kindes ausschlaggebend und in seinem Verständnis zweifelsfrei „gut“ sind, werden zu Rivalen. Dass so etwas für ein Schulkind nicht förderlich ist, steht wohl außer Frage. Eine eigene Meinung hat es in einem jungen Alter noch nicht, das Dilemma mit einer rationalen Herangehensweise lösen kann es nicht. Volkswagen dürften die verursachten Konflikte egal sein. Es geht nur um die Vermarktung eines eigenen Produkts, dessen Vermarktung bisher als gescheitert angesehen werden darf – des VfL Wolfsburg. Den Ärger haben dann ja andere.</p>
<p style="text-align: justify;">Das VfL-Wiki dürfte wohl beispiellos sein für ein bisher nicht gekanntes Trojanisches Pferd. Als Geschenk, als Unterstützung, noble Geste getarnt, schleust ein Weltkonzern seine Werbebotschaften in Schulen ein. Kinder, die einfachsten Opfer überhaupt, werden bereits im jüngsten Alter beeinflusst –an einem Ort, an dem sie sich nicht wehren können. Von Menschen, denen sie vertrauen können sollten – ihre Lehrer.  Die aber scheitern grandios an ihrem Lehrauftrag und machen die Türen weit auf für den Kommerz-Trojaner. Für sie ist es schließlich toll, müssen sie doch weniger Unterricht vorbereiten und haben ergo mehr Freizeit. Was ihren Schutzbefohlenen da vermittelt wird, überblicken sie nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Vorgehensweise erinnert mich an eine Folge der Simpsons, die einige Jahre in der Zukunft spielt: der Klassenraum ist überbelegt mit Schülern, die Tische stapeln sich. In der Ecke sitzt die Lehrerin und liest ein Buch. Währenddessen führt Troy McClure den Unterricht – über einen Bildschirm. Er stellt eine Frage wie: „Wenn ich ein Pepsi trinke und dann noch eines, wie erfrischt bin ich dann?“ Ein Schüler aus einer anderen Klasse wird zugeschaltet und antwortet: „Pepsi!“, was als richtige Antwort gilt. Schwarzmalerei? Volkswagen hat längst damit begonnen.</p>
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		<title>Post an Wagner</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 08:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe bei Facebook den Kanal von Bild-Chefredakteur Franz Josef Wagner abonniert. Denn in der Regel lese ich seine Texte sehr gern. Ich bin nicht immer mit ihm einer Meinung, aber er vertritt gern vermeintlich unpopuläre Positionen. Und das haben &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/12/07/post-an-wagner/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich habe bei <a title="facebook: Post von Wagner" href="http://www.facebook.com/PostvonWagner" target="_blank">Facebook den Kanal von Bild-Chefredakteur Franz Josef Wagner</a> abonniert. Denn in der Regel lese ich seine Texte sehr gern. Ich bin nicht immer mit ihm einer Meinung, aber er vertritt gern vermeintlich unpopuläre Positionen. Und das haben wir gemein: unsere Lust zu provozieren und anderen unsere Meinung mitzuteilen. Sonst hätte er nicht seine Kolumne und ich meinen Blog <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Normalerweise sitze ich vor dem Rechner und reagiere für mich selbst auf das, was Wagner der Welt mitteilt. Mal schmunzelnd, mal kopfschüttelnd, und immer mit einem gedachten Kommentar im Kopf. Heute aber antworte ich Franz Josef Wagner öffentlich. Denn sein letzter Text ist dann doch etwas zu&#8230; kontrovers. Es geht um Helmut Schmidt und sein irgendwie verbrieftes Recht, immer und überall zu rauchen. Wagner rechtfertigt das damit, dass Schmidt im Krieg mit dem Rauchen begonnen hat und es seitdem tut. Das dürfte für einige zehntausend andere auch gelten &#8211; die aber dürfen nirgends rauchen, wo es verboten ist. Schmidt aber schon? Meine Post an Wagner:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Lieber Franz Josef Wagner,</p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><a title="Wikipdedia: Helmut Schmidt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt" target="_blank">Helmut Schmidt</a> war einmal Bundeskanzler. Im Nachhinein betrachtet und bewertet noch nicht einmal ein besonders erfolgreicher. Sein größtes Verdienst war wohl, dass er linken Terroristen gegenüber standhaft blieb, auch wenn es ihm weh tat, wie er später des öfteren betonte. Diese Position hat er allerdings erst nach dem Fall <a title="Wikipedia: Peter Lorenz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lorenz" target="_blank">Peter Lorenz</a> eingenommen. Die Familie Lorenz&#8217; dankt es ihm sicherlich. Die Auswirkungen auf folgende Terrorakte aber können wir nur erahnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Den Ärger, den wir heute mit unseren Atomkraftwerken und dem von ihnen produzierten Müll haben, verdanken wir Menschen wie Helmut Schmidt. Er war immer ein Befürworter der Kernenergie, hat der Lobbyarbeit Tür und Tor geöffnet. Während seiner Regierungszeit wurden Tatsachen geschaffen, an denen wir heute noch knabbern müssen. Daran erinnert sich bei der SPD, die ihn jetzt, wann immer es geht, vor die Kameras schleift, niemand mehr gern. Übrigens war es Schmidts Idee, ein Lager für Atommüll in Gorleben zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Apropos SPD: die Sozialdemokraten scheinen aktuell einen Mangel an strahlenden Persönlichkeiten zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, warum man Schmidt ausgerechnet jetzt, nachdem man ihn einige Jahrzehnte lang fast vergessen hatte, so dringend für PR-Zwecke benötigt. Er ist eben der letzte lebende Altkanzler, mit dem man glänzen kann. Gerhard Schröder als Erfinder von Hartz IV und Förderer der Leiharbeit fällt dafür ja nunmal aus. Die SPD möchte weiter nach links rücken, da stört der Genosse der Bosse nur. Warum man dann aber ausgerechnet den höchst konservativen Schmidt hervor holt? Keine Ahnung. Vielleicht identifiziert sich die Partei ja mittlerweile mit seinen Positionen . Wie: Multikulti ist eine Illusion der Intellektuellen; es war ein Fehler, Anfang der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen einwandern zu lassen. Oder: die Volljährigkeit mit 21 war richtig, 18 Jahre sind dafür viel zu jung. Und das sind nur die populärsten Beispiele.</p>
<p style="text-align: justify;">Helmut Schmidt ist mittlerweile eigentlich hauptsächlich eines: ein renitenter Raucher. Nun kann man über Sinn und Unsinn der diversen Rauchverbote trefflich streiten &#8211; ich selbst bin Nichtraucher, sogar Asthmatiker, aber mich stört es nicht, wenn Menschen in meiner Gegenwart in geeigneter Atmosphäre (zum Beispiel Kneipen, gesellige Abende &#8211; aber bitte nicht beim Essen) qualmen. Ich bin lieben Menschen gegenüber natürlich tolerant, und sie sind es mir gegenüber. Sie fragen, ob es mich stört, wenn sie rauchten, und ich sage ihnen, dass es mich nicht stört. Es ist ja nicht andauernd und ständig und überall. Und mit etwas Verständnis füreinander klappt sowieso alles besser.</p>
<p style="text-align: justify;">Helmut Schmidt fragt leider nicht, ob er rauchen darf. Er tut es einfach. Und er fordert für sich das Sonderrecht ein, es immer und überall zu tun. Das finde ich arrogant. Und es ist ein komplett falsches Signal, wenn ein Altkanzler, der einst auf das Grundgesetz schwor, sich über dem Gesetz sieht. Gerade und besonders er müsste ein gutes Beispiel abgeben. Normalerweise.</p>
<p style="text-align: justify;">Herr Wagner, Sie finden es in Ordnung, dass Herr Schmidt sich offen über die Gesetze stellt. Für Sie sind diejenigen, die anderer Meinung sind, pauschal Idioten. Denn Schmidt sei ein Relikt einer anderen Zeit, und man könne ihn deshalb nicht beurteilen. Ich möchte lieber nicht darauf hinweisen, was man alles dürfte, wenn man ein Relikt dieser Zeit, in der Herr Schmidt sozialisiert wurde, wäre. Mir wird sogar übel dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich reagieren die militanten Nichtraucher dieses Forums Rauchfrei komplett falsch. Sie argumentieren nicht, sie kämpfen mit Feuer und Schwert. Der Gesundheitsglaube ist eine Ersatzreligion geworden, und viele Gläubige streiten im Namen ihres Gottes mit harten Bandagen. Toleranz ist, wie in jeder jungen Religion, ein Fremdwort, ein Tabu. Wer nicht an dasselbe glaubt wie man selbst, ist gnadenlos zu verfolgen. Aktuell sind es die Raucher; wer weiß, was als nächstes kommt. <a title="Wikipedia: Damals war es Friedrich" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Damals_war_es_Friedrich" target="_blank">Damals war es übrigens Friedrich</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem: Helmut Schmidt hat nicht das verbriefte Recht, immer und überall zu rauchen. Im Gegenteil, auch mit mittlerweile 92 Jahren hat er &#8211; als Teil lebendiger Geschichte &#8211; immer noch eine Vorbildfunktion. Ob er durch sein Vorbild Menschen zum Rauchen motiviert? Das glaube ich nicht. Aber er zeigt durch sein Vorbild, dass es Menschen gibt, die gleicher sind als andere. Die sich benehmen können, wie sie wollen. Ich glaube, wenn es etwas gibt, was wir bei unseren heutigen Problemen wirklich nicht brauchen, dann ist es so ein Vorbild.</p>
<p style="text-align: justify;">Herzlichst</p>
<p style="text-align: justify;">T.O. Becker</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Stephan Weil &#8211; ein Steuerfachmann</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 10:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen wird Stephan Weil 53 Jahre alt. Sein Geburtstagsgeschenk hat sich der Oberbürgermeister von Hannover bereits jetzt selbst gemacht: ein großes Interview in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, prominent platziert, keine kritischen Nachfragen. Weil darf sprechen, ohne dass ihn &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/12/04/stepan-weil-ein-steuerfachmann/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In wenigen Tagen wird Stephan Weil 53 Jahre alt. Sein Geburtstagsgeschenk hat sich der Oberbürgermeister von Hannover bereits jetzt selbst gemacht: ein großes <a title="HannAZ: SPD-Kandidat will die Steuern erhöhen" href="http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/SPD-Kandidat-Weil-will-die-Steuern-erhoehen" target="_blank">Interview</a> in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, prominent platziert, keine kritischen Nachfragen. Weil darf sprechen, ohne dass ihn jemand dabei aufhält. Und das wird für ihn gerade zum Eigentor.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn der Kandidat der Niedersachsen-SPD für die Landtagswahl 2013 redet sich dabei um Kopf und Kragen. Und hat dabei Glück, denn die Zeitungslandschaft in Ost-Niedersachsen wird dominiert von der Verlagsgesellschaft Madsack, deren Publikationen traditionell SPD-freundlich berichten &#8211; kein Wunder, ist doch die 100%ige SPD-Tochter dd_vg (<a title="wikipedia:dd_vg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/DDVG">Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft</a>) mit 23,1% an Madsack beteiligt. Hier darf Weil also durchaus auf Milde hoffen &#8211; und auf eine Menge Relativierungen, warum das Gesagte gar nicht so gemeint war, wie es gedruckt wurde <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Aber was hat Weil jetzt so Schlimmes gesagt, dass man nur wenige Tage nach seiner Nominierung durch eine Mitgliederbefragung (wobei sich stolze 21% der SPD-Mitglieder für ihn aussprachen) bereits von einem Fehlstart reden darf? So einiges. Die Feststellung, es gäbe in ganz Niedersachsen keine geologisch geeigneten Formationen für Atommüll-Endlager mag nach den diversen Fiasken im Land gut gemeint gewesen sein, ist aber faktisch falsch. Dazu poltert er relativ unverständlich gegen Offshore-Windparks, was angesichts des Energiebedarfs unserer Gesellschaft und der Effizienz moderner Windkraftanlagen nicht nachvollziehbar ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Den größten Bock aber schießt Weil mit seiner Forderung nach höheren Steuern, für die er als Ministerpräsident unseres schönen Landes sorgen möchte. Er rechtfertigt diese Absicht mit dem Verbot neuer Schulden durch das Grundgesetz ab 2020. Einmal davon abgesehen, dass die Reallöhne der Menschen seit Jahren sinken, die notwendigen, unvermeidbaren Ausgaben (zB Strom, Wasser, Heizung, Treibstoffe) dagegen ständig neue Rekordhöhen erreichen, sind Steuererhöhungen in Niedersachsen noch aus einem ganz anderen Grund eine ganz doofe Idee: Steuern sind in Deutschland eine Sache des Bundes.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt ist es nicht so, dass das Land Niedersachsen keine eigenen Abgaben hat. Da wäre einmal die <a title="wikipedia:Biersteuer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biersteuer" target="_blank">Biersteuer</a>. Die kann er erhöhen, allerdings haben die Brauereien die Preise gerade erst selbst &#8220;angepasst&#8221; &#8211; aufgrund gestiegener Rohstoffkosten. Die Bier trinkenden Bürger dürften auf einen solchen Schritt also eher mit Unverständnis reagieren, die großen Brauereiketten könnten ihre niedersächsischen Standorte vielleicht sogar weiter herunterfahren. Und allzu prall dürften die Einnahmen aus einer höheren Biersteuer auch nicht sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Bleibt eigentlich nur die <a title="wikipedia:Grunderwerbsteuer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grunderwerbsteuer_%28Deutschland%29" target="_blank">Grunderwerbsteuer</a>. Bei der allerdings ist der Spielraum auch sehr begrenzt. Aktuell bezahlen die Niedersachsen eine Grunderwerbsteuer iHv 4,5%, damit befindet man sich bereits im Spitzenfeld der Bundesländer. Üblich sind 3,5 bis 5%, die mögliche Erhöhung betrüge also lediglich ein halbes Prozent. Sollte Weil ehrgeizigere Ziele haben, darf mit einer Intervention des Verfassungsgerichts gerechnet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Mal abgesehen davon, dass Steuererhöhungen eine unglaublich einfallslose Methode sind, um Löcher im Staatssäckl zu stopfen (und sie oft genug zum Bumerang werden, nämlich dann, wenn die Leute zum Ausgleich weniger konsumieren, was wiederum weniger indirekte Steuern bedeutet etc.), hätte man vom Juristen Stephan Weil erwarten dürfen, dass er sich vorher darüber informiert, was ein Landesvater kann und was nicht. Immerhin will er diesen Job ab 2013 ausüben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und Weil hat wirklich Glück: in anderen Staaten wäre er als Kandidat jetzt erledigt, dafür würde die Medienvielfalt schon sorgen. In Deutschland aber, besonders in Niedersachsen, wird ihm nichts passieren. Wer schreibt schon schlecht über seinen Boss?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kick it Out &#8211; eine Android-App zum Ärgern</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 07:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer eines Samsung Galaxy SII. Und das mit dem stolz sein ist fast gar nicht übertrieben, denn das Telefon macht eine Menge Spaß und gilt zurzeit zurecht als das Top-Modell unter den Smartphones. Wer &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/11/07/kick-it-out-eine-android-app-zum-argern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer eines Samsung Galaxy SII. Und das mit dem stolz sein ist fast gar nicht übertrieben, denn das Telefon macht eine Menge Spaß und gilt zurzeit zurecht als das Top-Modell unter den Smartphones. Wer es einmal ausprobiert hat, versteht auch, warum es Apples iPhones hinter sich lässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin immer wieder platt, was die Smartphones mittlerweile alles können. Wenn ich da an früher denke&#8230; mein erstes Mobiltelefon überhaupt war ein Siemens C10D. Große Tasten, kleiner Monochrom-Bildschirm, und es konnte sogar SMS verschicken! Das war damals, im Jahr 1999, wirklich noch eine Besonderheit. Die damaligen Telefone waren weit vom Leistungsumfang ihrer modernen Verwandten entfernt. Später legte ich mir ein Nokia 3650 zu, das als eines der ersten Smartphones galt. Und wirklich, im Vergleich zu den vorherigen Telefonen war bereits das ein Quantensprung. Mit Symbian der ersten Generationen war so einiges möglich. Zum Beispiel konnte man sich über eine Internetverbindung zusätzliche Programme aufs Telefon holen. App nannte man das damals allerdings noch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt habe ich also ein Samsung Galaxy SII. Und es ist eine faszinierende bunte Multimediawelt, die sich mir jetzt öffnet. Das Betriebssystem Android ermöglicht es Programmierern Software zu entwickeln, ohne zwangsläufig über den Shop des Herstellers gehen zu müssen. Das ist schließlich eines der größten Handycaps der iPhones: jeder Fliegendreck muss von Apple abgesegnet werden.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_1387" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/SC20111107-075925.jpeg"><img class="size-medium wp-image-1387" title="Kick it Out: der nackte Bildschirm" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/SC20111107-075925-180x300.jpg" alt="Kick it Out: der nackte Bildschirm" width="180" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Kick it Out: der nackte Bildschirm</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Allerdings kann das auch ein Vorteil sein. Denn ich nehme mal an, so etwas wie Kick it Out würde im iStore keine Chance haben. Kick it Out ist ein Fußballmanager, ausgelegt auf Interaktion. Die Grundversion ist kostenlos. Damit das Spiel aber auch nur halbwegs Spaß macht und spielbar wird, muss man allerdings Erweiterungen kaufen. Teure Erweiterungen. Um zum Beispiel überhaupt an einem Ligensystem teilnehmen zu können &#8211; sonst würde man ausschließlich Freundschaftsspiele und vielleicht einmal pro Tag ein Turnier spielen &#8211; muss man eine Scout- oder Trainer-Erweiterung erwerben. Kostenpunkt? 1,49 Euro. Es gibt noch weitere Add-Ons für jeweils 99 Cent, mit denen man im Spiel Vorteile gegenüber anderen hat. So kann man für echtes Geld Nachwuchsspieler kaufen, Energiedrinks oder die Berechtigung, das Heimatland zu wechseln (absurd!). Ganz besonders ärgerlich zeigt sich das beim Transfermarktsystem: der Manager ohne Erweiterung kann Spieler nur für den Preis anbieten, den das Programm als angemessen vorschlägt. Auch hat er beim Kaufen lediglich die Option &#8220;kauf den Spieler oder lass es bleiben&#8221;. Mit einer gekauften Erweiterung aber kann man für Spieler den Bruchteil des Werts bieten sowie selbst Spieler für ein Vielfaches anbieten. Manager ohne diese Möglichkeiten werden hier also zum billigen Ausbildungspool für die zahlenden Spieler. Letztendlich kann man sagen, dass der Spieler sich Erfolg mit realem Geld kaufen kann. Ein Prinzip, das bei mir schon immer ein Ausschlussgrund war.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_1388" class="wp-caption alignright" style="width: 190px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/SC20111107-075637.jpeg"><img class="size-medium wp-image-1388" title="Kick it Out: ständige Serverprobleme verleiden jeden Spielspaß" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/SC20111107-075637-180x300.jpg" alt="Kick it Out: ständige Serverprobleme verleiden jeden Spielspaß" width="180" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Kick it Out: ständige Serverprobleme verleiden jeden Spielspaß</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Dazu hat Kick it Out auch noch ständige Verbindungs- und Serverprobleme und stürzt gern regelmäßig ab. Auch wenn Kick it Out einer der wenige verfügbaren Fußballmanager für Android ist &#8211; es gibt eigentlich keinen Grund, sich mit diesem Spiel rumzuärgern. Trotzdem bekommt Kick it Out im Android Market eine Spitzenbewertung nach der anderen. Warum? Nun, dafür hat sich Ludetis, Entwickler der App, etwas ganz Feines ausgedacht: jeder Spieler, der sich registriert, bekommt einen so genannten Bonuscode zugewiesen. Immer, wenn sich jemand neu anmeldet und diesen Bonuscode dabei eingibt, bekommen der alte und der neue Manager eine Bonuszahlung auf das virtuelle Vereinskonto. Kein Wunder, dass viele User bei der Bewertung also 5 Sterne geben, das Spiel loben und ihren Code da lassen: <a title="Kick it Out im Android Market" href="http://www.androidpit.de/de/android/market/apps/app/de.ludetis.android.kickitout/Kick-it-out-Fussball-Manager" target="_blank">Kick it out im Android Market</a> &#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">&#8230;womit wir bei den Vorteilen des iStores wären. Ein Freund meinte letztens zu mir, dass so etwas dort keine lange Überlebenschance hätte, weil es sich um erschlichene positive Bewertungen handele. Gut möglich. Ich haue Kick it Out jetzt jedenfalls runter vom Telefon. Ich habe mich genug geärgert. Und teure Erweiterungen, nur damit ein Spiel halbwegs Sinn ergibt, kaufe ich eh nicht.</p>
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		<title>Die Heimat der Entschleunigung</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 07:35:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich muss mal eben brechen. Und zwar eine Lanze, für Emden. Denn bisher kommt meine neue Heimatstadt viel zu schlecht weg im Togoblog. Klar, es gibt kein Verkehrskonzept. Und das wilde Rumfahren der Radler erfordert ständige Wachsamkeit. Fast so, als &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/10/31/die-heimat-der-entschleunigung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich muss mal eben brechen. Und zwar eine Lanze, für Emden. Denn bisher kommt meine neue Heimatstadt viel zu schlecht weg im Togoblog. Klar, es gibt kein Verkehrskonzept. Und das wilde Rumfahren der Radler erfordert ständige Wachsamkeit. Fast so, als wären sie Kommunisten und man selbst die Freiheitlich Demokratische Grundordnung: wenn man einmal nicht aufpasst, kommt man unter die Räder.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber all das ist nur eine Facette dieser schönen Stadt. Es gibt da noch so viele andere, die Emden so l(i)ebenswert machen. Allem voran die Menschen. Wir wurden hier toll aufgenommen. Freundliche Kollegen, hilfsbereite Nachbarn, und sogar die Busfahrer sind selbst am Ende ihrer Schicht nicht genervt, sondern nett. Diese Eindrücke traten anfangs etwas in den Hintergrund, mittlerweile aber prägen sie mein Bild von Emden doch deutlich stärker als das tägliche Verkehrschaos.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum aber ist dieser Menschenschlag, der bundesweit für blöde Witze herhalten muss, derart aufgeschlossen und freundlich? Nach den wenigen Monaten hier kann ich dafür lediglich eine Theorie aufstellen: es liegt am entspannten Lebensumfeld. Ostfriesland, und mitten drin die Hauptstadt Emden, das ist die Heimat der Entschleunigung.</p>
<div id="attachment_1384" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/2011-11-01-18.42.14.jpg"><img class="size-large wp-image-1384" title="Emden, Rathaus. Der Mond ist aufgegangen. Die Frisur sitzt." src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/2011-11-01-18.42.14-e1320224197794-1024x768.jpg" alt="Emden, Rathaus. Der Mond ist aufgegangen. Die Frisur sitzt." width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Emden, Rathaus. Der Mond ist aufgegangen. Die Frisur sitzt.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Klar, auch hier hat ein Tag 24 Stunden (wenn nicht gerade die Uhren umgestellt werden). Und auch hier muss man arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Man hat Ärger mit Behörden, mit Autowerkstätten, mit miesem Wetter. Und trotzdem läuft es hier viel entspannter ab als ich es bisher kannte.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu muss ich sagen, dass Emden auch die bei weitem kleinste Stadt ist, in der ich bisher lebte &#8211; die Marinezeit mal ausgenommen. Vielleicht fällt mir diese Entschleunigung deshalb auch stärker auf als jemandem, der von hier stammt. Ich hoffe, dass ich das hektische Großstädtergehabe bald ablegen kann, um dieses Klima voll genießen zu können. Der nahende Winter mit angekündigten Rekordminuswerten (nein, ich spare mir jetzt den Spruch mit der Klimaerwärmung&#8230;) scheint dafür prädestiniert.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum aber entschleunigt Emden und tut (zumindest mir) dabei so gut? Wieder kann ich nur eine Theorie aufstellen: es liegt wohl an der fehlenden Reizüberflutung. Emden ist nicht langweilig, hat keine Engpässe, aber es werden den Menschen doch einige &#8211; in meinen Augen durchaus unnötige &#8211; Entscheidungen abgenommen. Ich bekomme hier alles, was ich brauche. Wirklich alles. Aber das Schweinerennen der Großstadt, das aufreibende Suchen nach dem wenige Cent günstigeren Angebot, die Angst vor dem Falschkauf, das fehlt zu einem guten Teil. Und das gilt auch für die Freizeitplanung. Man kann hier eine Menge machen, langweilig wird es wohl nie. Aber das erschlagende Angebot der Metropolen, das fehlt hier. Gott sei Dank.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann mich noch an die Jahre erinnern, die ich in Hannover (die Farbe grau als Stadt) lebte. Ständig war irgend etwas zu tun. Nicht in Bezug auf die Arbeit, sondern freizeittechnisch. Andauernd hatte man die Sorge, etwas zu verpassen, wenn man nicht mitgemacht hat oder wenigstens dabei war. Und das hat gestresst. Denn letztendlich konnte man kaum etwas davon richtig genießen. Das beste Beispiel dafür mag das Kleine Fest im Großen Garten sein, eine Kleinkunst- und Variete-Veranstaltung in den Herrenhäuser Gärten. Eine großartige Sache, aber das Angebot erschlägt. Denn den ganzen Abend über finden über das gesamte Areal verteilt sehenswerte Vorstellungen statt. Man möchte natürlich nichts verpassen, kann aber gar nicht alle mitbekommen. Also muss man selektieren, was am nächsten Tag in der Redaktion regelmäßig zu solchen Gesprächen führte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">A: Und? Warst Du gestern Abend beim Kleinen Fest?<br />
B: Klar. War toll!<br />
A: Am besten gefallen hat mir ja XYZ, aber auch ABC waren echt witzig.<br />
B: Habe ich nicht gesehen. Wann sind die denn aufgetreten?<br />
A: Um soundsoviel Uhr, da und da.<br />
B: Schade, da war ich gerade bei 123.<br />
A: Dann hast du aber wirklich was verpasst!</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Verpasst! Genau darum ging es irgendwie immer: die Sorge, sich falsch zu entscheiden, etwas zu verpassen. Nicht mitreden zu können. Ob das Event, um das es ging, letztendlich wirklich so großartig war, sei mal dahin gestellt. Man hat es auf jeden Fall nicht verpassen dürfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist hier &#8211; zum Glück &#8211; anders. Es ist immer etwas los, aber es existiert keine starke Konkurrenz zwischen den Ereignissen. Auch fehlt der Zwang, unbedingt dabei gewesen sein zu müssen.  Im Gegenteil, ich fühle mich freier in meinen Entscheidungen, was ich gesehen haben will, und was ruhig an mir vorbei gehen kann. Niemand zwingt mich auf die Laufbahn. Das ist schön.</p>
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		<title>Emder Besonderheiten</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 07:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für einen Zugezogenen, der noch dazu bisher ausschließlich Groß- bzw. Sehr-Großstädten lebte, ist es eine knackige Umstellung, plötzlich in Emden zu wohnen. Nicht falsch verstehen: ich mag diese Stadt sehr. Mir gefällt es hier, alles in allem, richtig gut. Aber &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/09/23/emder-besonderheiten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Für einen Zugezogenen, der noch dazu bisher ausschließlich Groß- bzw. Sehr-Großstädten lebte, ist es eine knackige Umstellung, plötzlich in Emden zu wohnen. Nicht falsch verstehen: ich mag diese Stadt sehr. Mir gefällt es hier, alles in allem, richtig gut. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass alles perfekt ist <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Ich will mich nicht beschweren, dass es diese oder jene Ladenkette hier nicht gibt, weil mir Ladenketten grundsätzlich ziemlich egal sind. Emden ist mit etwas über 50.000 Einwohnern zwar die faktische Hauptstadt Ostfrieslands, aber naturgemäß kann eine Stadt dieser Größe gar nicht alles abdecken. Muss sie auch nicht. Denn man bekommt alles, was man braucht. Die Nahversorgung klappt also, und landschaftlich ist es hier oben sowieso einmalig schön.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber Halt! Da sind doch noch zwei Dinge, die ich von meinen bisherigen Wohnorten so nicht kannte. Seltsam, aber nicht wirklich schlimm ist, dass Lieferdienste für FastFood sich hier kräftig anstellen, was Entfernungen angeht. Wenige Meter von unserem Büro entfernt befindet sich zum Beispiel ein Chinese mit Bringservice. Den würden wir zu gern mal ausprobieren, aber: Lieferungen in die Vororte Emdens kosten 1,53 € (3 DM) extra. Und damit ist der Imbiss nicht allein, denn eine ganze Reihe anderer Bringdienste in der Innenstadt halten es genauso bzw. verlangen einen Mindestbestellwert, der bei etwa 20 Euro liegt. Angesichts der Entfernungen und Zeiten, die in Emden maximal anfallen würden, muss ich darüber schon schmunzeln. Denn selbst vom Harsweg nach Petkum braucht man in der Regel keine 20 Minuten <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Das sah in Hannover anders aus, eine Anfahrtspauschale habe ich da aber nie bezahlen müssen.</p>
<div id="attachment_1370" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/juri_im_bus.jpg"><img class="size-medium wp-image-1370" title="Wer Bus fährt, ist sicherer unterwegs. Und länger dauert es in der Regel auch nicht." src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/juri_im_bus-300x200.jpg" alt="Wer Bus fährt, ist sicherer unterwegs. Und länger dauert es in der Regel auch nicht." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Wer Bus fährt, ist sicherer unterwegs. Und länger dauert es in der Regel auch nicht.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Was mich aber erschreckt, ist die Vogelwildheit in Bezug auf Radfahrer. Zwei drei Radler nebeneinander &#8211; kein Thema. Mit Licht ab in die Dunkelheit? Tut nicht Not. Klingeln? Wird eh überbewertet. Fußgängerzonen? Sind lediglich Radwege ohne Autos. Emden hat ein Radler-Problem, das ist für Außenstehende offensichtlich &#8211; als Einheimischer hat man sich anscheinend daran gewöhnt und kapituliert. Ich weiß aber nicht, ob ich mich daran gewöhnen will, dass ich als Autofahrer nicht an Radfahrern vorbei komme, weil sie unbedingt nebeneinander fahren müssen. Dass mir Radfahrer in Einbahnstraßen entgegen kommen. Dass ich Radler in der Dämmerung und nachts nicht sehe, weil sie unbeleuchtet unterwegs sind. Und mehrfach hatte ich die Situation, dass Juri, unser Hund, in der Fußgängerzone fast überfahren worden wäre, weil ein Radfahrer von hinten kam und den Hund schlicht übersah. Polizeikontrollen habe ich bisher übrigens noch keine erlebt, dabei würde es wahrscheinlich reichen, täglich einen Polizisten in die Fußgängerzone zu stellen, um den Etat der Stadt mit den Bußgeldern zu sanieren&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Emden hat jetzt einen neuen Oberbürgermeister, Bernd Bornemann (SPD). Der hatte im Wahlkampf dazu aufgerufen, ihm Fragen zu stellen. Das habe ich dann auch gemacht und ihn gefragt, was unter seiner Leitung (und dass er gewählt würde war klar, denn in Emden gewinnt der SPD-Kandidat immer, selbst wenn er Micky Maus hieße) am Verkehrskonzept verbessert würde. Bis heute habe ich keine Antwort. Es bleibt zu hoffen, dass seine &#8220;Regierungsarbeit&#8221; aktiver ausfällt als sein Kontakt zum Wähler.</p>
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