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	<title>togoblog &#187; Abmahnung</title>
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	<description>Togo bloggt Togos Blog... aus Emden ;)</description>
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		<title>e-Petition gegen den Abmahnwahn</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 14:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Webseitenbetreiber, aber auch als aktiver Nutzer des Internets, ist man in Deutschland fast ständig der Gefahr ausgesetzt, abgemahnt zu werden. Warum, könnt Ihr hier nachlesen. Begünstigt, wenn nicht sogar erst ermöglicht, wird das in unserem Land durch eine Europa &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/12/17/e-petition-gegen-den-abmahnwahn/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin:22px 22px 22px 22px;"><script type="text/javascript"><!--
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</script></div><p><em>Als Webseitenbetreiber, aber auch als aktiver Nutzer des Internets, ist man in Deutschland fast ständig der Gefahr ausgesetzt, abgemahnt zu werden. Warum, könnt Ihr <a title="Abmahn-Schutz.de" href="http://www.abmahn-schutz.de/" target="_blank">hier</a> nachlesen. Begünstigt, wenn nicht sogar erst ermöglicht, wird das in unserem Land durch eine Europa weite Einmaligkeit: anwaltliche (und damit kostenpflichtige) Abmahnungen können ohne vorherige (kostenfreie) Klärung des Sachverhalts verschickt werden. Ein Fehler im System, den es wohl nur in Deutschland gibt.</em></p>
<p><em></em></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_821" class="wp-caption aligncenter" style="width: 70px;">
<dt class="wp-caption-dt"><em><em><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8308" target="_new"><img class="size-full wp-image-821" title="epet" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/epet.jpg" alt="e-Petition an den Deutschen Bundestag" width="60" height="30" /></a></em> </em></dt>
</dl>
</div>
<p><em></em><strong>e-petition seit November auf dem Weg</strong></p>
<p>Seit dem 10. November läuft allerdings eine <a title="e-Petition an den Deutschen Bundestag" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8308" target="_blank">e-Petition an den Deutschen Bundestag</a> , diesen Fehler endlich zu beseitigen. Initiiert hat sie Ferdinand Wenisch, leider ist sie etwas &#8220;schwächlich&#8221; begründet. Dennoch: Den Menschen scheint die Intention dahinter klar, fast 10 000 haben bereits online unterschrieben.</p>
<p><strong>Nur noch Zeit bis zum 05. Januar!</strong></p>
<p>Damit der Bundestag sich mit der Petition beschäftigen muss, sind allerdings mindestens 50 000 Stimmen nötig. Deshalb möchte ich Euch um Eure Unterstützung bitten. Klickt die<a title="e-Petition an den Deutschen Bundestag" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8308" target="_blank"> e-Petition an den Deutschen Bundestag</a> an, registriert Euch dort und unterschreibt das Anliegen. Ob die unverständlich hoch liegende Grenze von 50 000 Unterzeichnern erreicht wird, weiß ich nicht. Je mehr Menschen allerdings unterzeichnen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich unsere Volksvertreter dieser Sache annehmen. Auch wenn sie selbst Anwälte sein mögen oder welche kennen <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Abmahn-Wahn kann jeden treffen. Also unterschreib&#8217;  bitte.</p>
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		<item>
		<title>co.de &#8211; Abzocke: Das große Schweigen nach der Welle</title>
		<link>http://www.togotob.de/2009/12/17/code-abzocke-das-grose-schweigen-nach-der-welle/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig manche Firmen die Automatismen des Internets verstehen. Besonders, wenn gerade Anbieter, deren hauptsächlicher Marktplatz das WWW ist, sich so benehmen, als gäbe es keine Foren, Blogs, Newsfeeds etc., komme ich aus dem Wundern &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/12/17/code-abzocke-das-grose-schweigen-nach-der-welle/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig manche Firmen die Automatismen des Internets verstehen. Besonders, wenn gerade Anbieter, deren hauptsächlicher Marktplatz das WWW ist, sich so benehmen, als gäbe es keine Foren, Blogs, Newsfeeds etc., komme ich aus dem Wundern gar nicht mehr raus. Das neueste Beispiel dafür ist die Osnabrücker Firma Websuche Search Technology GmbH &amp; Co. KG, die seit dem Wochenende die Inhaber verschiedenster de-Domains mit einem dreisten Angebot belästigt (siehe u.a. bei <a title="Co.de: Billige Subdomain für 99 Euro gefällig?" href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/12/12/co-de-99-euro-fuer-eine-billige-subdomain-gefaellig/" target="_blank">basicthinking</a>).</em></p>
<p><strong>Hohe Wellen für 99,- Euro</strong></p>
<p>Seitdem schlagen die Wellen hoch in der Web-Gemeinde. Kurze Erinnerung: Die private Firma schickte an tausende Domain-Eigentümer Briefe, in denen unter dem Vorwand eines angeblichen rechtlichen Klärungsbedarfes angeboten wurde, eine Subdomain zum Schleuderpreis von 99,- Euro zu bestellen, also zum Beispiel marill.co.de. Dabei erweckte die Firma den Eindruck, sie sei eine amtliche Vergabestelle und schmiss mit Fachtermini nur so um sich. Wie man am besten auf diesen Brief reagiert, zeigt <a title="Mit dem .co.de-Spam mache ich das, was er verdient!" href="http://weblog.hundeiker.de/index.php?itemid=1420" target="_blank">Ulf Hundeiker</a>.</p>
<p><strong>Krisenkommunikation der Güteklasse Jack Wolfskin</strong></p>
<p>Von einer Firma, die das Netz und die immer stärker werdende Position der Nutzer kennt und richtig einschätzt, hätte ich jetzt eine umgehende <a title="Thesen der Krisenkommunikation" href="http://www.eggvertise.de/2009/08/thesen-der-krisenkommunikation/" target="_blank">Krisenkommunikation</a> erwartet. Auf der eigenen Webseite, in den Blogs, als Pressemitteilung. Aber? Nichts! Mal wieder glaubt eine Firma, sie könne öffentliche Kritik einfach aussitzen. Wie fatal diese Fehleinschätzung ist, zeigte jüngst das Beispiel Jack Wolfskins. Der Bekleidungs-Billigheimer mit den hohen Preisen mahnt seit Jahren verschiedenst ab, weil er meint, dass alles, was einer Tierpfote auch nur im Entferntesten ähnelt, seine Markenrechte verletzen würde *runzel*. Die Sache flog wegen eines <a title="Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst!" href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/" target="_blank">Blogartikels</a> auf, das Netz tobte. Auch Jack Wolfskin versuchte, die Abmahn-Affäre auszusitzen. Das ging mächtig in die Hose, das Thema schwappte bald über zu den Medien. Am Ende musste Jack Wolfskin die beanstandeten Abmahnungen Zähne knirschend zurück nehmen. Das soziale Verhalten des Unternehmens steht seitdem unter Beobachtung, die bereits erlebten Umsatzeinbußen dürften schmerzen.</p>
<p><strong>Schweigen auf allen Kanälen</strong></p>
<p>Auch die <a title="Websuche Search Technology GmbH &amp; Co. KG" href="http://www.co.de/impressum" target="_blank">Websuche Search Technology GmbH &amp; Co. KG</a> macht jetzt diesen Fehler und schweigt auf allen Kanälen. Der geplante Subdomain-Verkaufsboom gerät zu einem Fiasko für die Firma, die in der öffentlichen Diskussion aktuell viel einstecken muss. Doch trotz der Schelte, vieler Protest-Mails und -Faxe, trotz einer Legion von Blogbeiträgen mit entsprechenden Kommentaren, aus Osnabrück kommt keine Reaktion. So darf sich die Netzgemeinde widerspruchslos über den Überrumpelungsversuch beschweren und den Ruf der Firma auf diese Weise nachhaltig beschädigen.</p>
<p><strong>Bildungstipp für Osnabrück </strong></p>
<p>Ein weiterer Lesetipp für alle Firmen, die das Netz und dessen Nutzer nicht Ernst nehmen wollen, findet sich übrigens beim <a title="Warum das Web Tante Emma zurückbringt" href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/internet-warum-das-web-tante-emma-zurueckbringt;2474280;0" target="_blank">Handelsblatt</a>. Der Artikel ist eine Pflichtlektüre für alle, die im Internet etwas verkaufen oder anbieten wollen. gibt es das Handelsblatt in Osnabrück nicht?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jack Wolfskin und die Abmahn-Affäre: Umdenken übers Wochenende?</title>
		<link>http://www.togotob.de/2009/10/22/jack-wolfskin-und-die-abmahn-affare-umdenken-ubers-wochenende/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 10:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und sie bewegen sich doch! Nur wenige Minuten, nachdem ich mein Meckerposting, in dem ich Jack Wolfskin ein mangelhaftes Krisenmanagement vorgeworfen hatte, veröffentlicht hatte, ließ Ralf Schwartz, dessen Blogartikel die Affäre erst auffliegen ließ, die vermeintliche Bombe platzen: Zeitgleich mit &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/10/22/jack-wolfskin-und-die-abmahn-affare-umdenken-ubers-wochenende/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Und sie bewegen sich doch! Nur wenige Minuten, nachdem ich mein Meckerposting, in dem ich Jack Wolfskin ein <a title="Jack Wolfskin: Krisenkommunikation versagt in Abmahn-Affäre" href="http://www.togotob.de/2009/10/21/jack-wolfskin-krisenkommunikation-versagt-in-abmahn-affare/" target="_blank">mangelhaftes Krisenmanagement</a> vorgeworfen hatte, veröffentlicht hatte, ließ Ralf Schwartz, <a title="Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst auf werbeblogger.de" href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/" target="_blank">dessen Blogartikel</a> die Affäre erst auffliegen ließ, die vermeintliche Bombe platzen: Zeitgleich mit meiner Kommunikationsschelte hatte Schwartz mit Manfred Hell, dem Vorstandsvorsitzenden Jack Wolfskins, telefoniert und die Ergebnisse dieses Gesprächs umgehend bei den <a title="Wenn der Wolfskin drei Mal klingelt" href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/21/wenn-der-wolfskin-dreimal-klingelt/" target="_blank">Werbebloggern</a> bekannt gegeben. Aber wie ist dieses Gespräch mit seinen Ergebnissen zu bewerten?</em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_750" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><em><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/jwlogo.jpg"><img class="size-full wp-image-750" title="Jack Wolfskin: Umdenken über das Wochenende?" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/jwlogo.jpg" alt="Jack Wolfskin: Umdenken über das Wochenende?" width="300" height="200" /></a></em><p class="wp-caption-text">Jack Wolfskin: Umdenken über das Wochenende?</p></div>
<p></em></p>
<p>Erst einmal ist es positiv, dass sich Hell direkt an der Quelle des Unmuts (Schwartz) meldet und ankündigt, die Fälle noch einmal prüfen zu wollen. Es zeugt von Professionalität, dass Hell sich mit Schwartz treffen will, um persönlich über die Affäre zu sprechen. Dass der Boss das anscheinend alles selbst anleiern musste, ist allerdings ein Schlag ins Gesicht der PR-Abteilung der Firma. Denn dieses Telefonat kam nicht nur einige Tage zu spät zustande. Nein, es hätte &#8220;damals&#8221; bereits von der Pressesprecherin / Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit geführt werden müssen. Für solche Fälle wird die ja schließlich bezahlt. Der erste Eindruck, dass die PR-Abteilung Jack Wolfskins von der Situation komplett überfordert war, bestätigt sich so zunehmend.</p>
<p><strong>Abmahnungen keine unrühmliche Ausnahme, sondern System</strong></p>
<p>Der Inhalt des Telefonats an sich ist eher harmlos. Hell wolle die Fälle noch einmal hinterfragen, heißt es. Das ist zwar das Mindeste, kommt aber sicherlich einige Jahre zu spät. Denn der Abmahnwahn des Unternehmens, in jeder Tierpfote einen Angriff auf ihre Marke zu sehen, besteht ja nicht erst seit dieser Woche. Nicht nur der TAZ, die die TAZze bereits seit 1979 nutzt, wurde von den Hessen richterlich verboten, ihr Logo auf Textilien zu drucken. Auch der Tiershop Fressnapf musste eine Vielzahl Stoffartikel aus dem Sortiment nehmen, weil sie ein Pfotenmuster enthielten. Nein, die Abmahnaffäre ist kein Einzelfall. Hier steckt ein klares System dahinter. Wobei ich die Frage wiederhole, wie ein in der Natur millionenfach vorkommenes Muster überhaupt eine geschützte Marke werden kann? Da hat man nicht nur beim Eintragen der Marke gepennt, sondern auch bei Gericht.</p>
<p><strong>Kein Abebben der Kritik an Jack Wolfskin</strong></p>
<p>Am Montag wird sich Manfred Hell mit Ralf Schwartz treffen. Ich bin schon  gespannt, welche Ergebnisse dieses Gespräch bringt. Ein wenig muss man leider fürchten, dass Schwartz umkippt &#8211; der Ton seines Telefonat-Postings ist ja bereits deutlich milder ausgefallen als die vorherige (berechtigte!) Kritik. Andererseits: Der Stein rollt, das Gespräch wurde terminiert. Bis dahin den Ball flach zu halten und zumindest von Seiten Schwartz&#8217; kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen, ergibt durchaus einen Sinn. Dass die Kritik an Jack Wolfskin nicht plötzlich abebbt, dafür sorgen schon die vielen anderen Blogs und die Medien (beispielhaft ein <a title="Jack Wolfskin zeigt Hobbybastlern die Krallen " href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/jack-wolfskin-zeigt-hobbybastlern-die-krallen;2471658" target="_blank">Artikel aus dem Handelsblatt</a>), die das Thema für sich entdeckt haben.</p>
<p><strong>Zeit schinden ist die falsche Taktik</strong></p>
<p>Warum Hell das Gespräch erst am Montag führen will, leuchtet mir allerdings nicht ein. Bis dahin sind es weitere fünf Tage, die die Volksseele Zeit hat, hoch zu kochen. Ein angeblicher Auslandaufenthalt taugt nicht als Begründung, denn seit Bekanntwerden der Affäre hatte Hell genügend Zeit (und auch die Verpflichtung) dazu, zum Firmensitz zurück zu kehren. Will er etwa auf Zeit spielen? Das ist angesichts der Mulitplikatorenfunktion des Internets die absolut falsche Taktik. Jack Wolfskin braucht positive PR. Sofort. Nicht erst am Montag &#8211; oder sogar gar nicht.</p>
<p><strong>Keine interne Kommunikation bei Jack Wolfskin?</strong></p>
<p>Was ich mich frage: Wie sieht es im Hause Wolfshaut eigentlich mit der internen Kommunikation aus? Wie kann es sein, dass ein derartiger Imageschaden erst auftreten muss, bevor sich der Chef persönlich darum kümmert, was seine Anwälte vollkommen übermotiviert anstellen? Und warum hat die Marketingabteilung nicht vehement darauf hingewiesen, dass Abmahnungen von der Bevölkerung (=Kundschaft) seit Jahren zunehmend als unfair und unverhältnismäßig angesehen werden? Falls die Marketer aber doch darauf hinwiesen: Warum wurde ihnen nicht zugehört?</p>
<p><strong>Auf dem Prüfstand &#8211; nicht nur für das, was heute passiert</strong></p>
<p>Derweil gehen dem Textilhersteller die Handlungsmöglichkeiten aus. Die Firma steht auf dem Prüfstand, im Fokus der Öffentlichkeit wie nie zuvor in ihrer Geschichte. Längst existiert eine Vielzahl an Boykott-Aufrufen. Wenn man dieser Entwicklung und ihrer Eigendynamik (die Erfahrung zeigt: wer erst einmal der Bad Guy ist, kommt da ohne kompletten Relaunch kaum noch raus) erfolgreich entgegentreten will, ist man gezwungen, sich einsichtig zu zeigen. Das bedeutet: Rücknahme aller Abmahnungen, Wechsel der Anwaltskanzlei, Entschädigung der &#8220;Häkelmuttis&#8221;, glaubwürdiger Kurswechsel in Sachen Markenschutz. Denn auch das wird vielfach bemängelt: Wieso geht Jack Wolfskin derart konsequent gegen eine Handvoll Handarbeiterinnen vor, kümmert sich aber anscheinend kaum um die doch viel schädlichere und offensichtlichere Produktpiraterie?</p>
<p><strong>Ist CSR ein Fremdwort für Jack Wolfskin?</strong></p>
<p>Was auch auf dem Prüfstand steht, ist das Verhalten Jack Wolfskins im Rahmen seiner <a title="CSR - Eine Aufgabe für alle Unternehmen" href="http://www.eggvertise.de/2009/08/csr-eine-aufgabe-fur-alle-unternehmen/" target="_blank">Corporate Social Responsibility</a>. Jetzt rächt es sich, dass man in Vietnam und Thailand billigfertigen lässt und sich, was die dortigen Arbeitsbedingungen angeht, bisher <a title="Stiftung Warentest: Jack Wolfskin verweigert Auskunft über Produktionsbedingungen" href="http://www.test.de/themen/freizeit-reise/test/-/1221140/1221366/1226860/1226862/" target="_blank">intransparent</a> zeigte. Und auch der Bau eines neuen Logistikzentrums, das einen Teil eines Vogelschutzgebietes bei Neu Wulmstorf zerstören wird und nebenbei dafür sorgt, dass <a title="Eine grüne Insel trotzt Jack Wolfskin" href="http://www.han-online.de/HANArticlePool/0000011bd6fabecf0057006a000a0052208d1ca1" target="_blank">sieben Kleingärtner ihre Parzellen verlieren</a> könnten, rückt jetzt ungewünscht wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.</p>
<p><strong>Bedrohte Art</strong></p>
<p>Ich bin mehr als gespannt, wie sich Jack Wolfskin verhalten wird. Letztendlich geht es zurzeit wohl um nicht weniger als die Zukunft der Marke. Nicht nur die der Tierpfote.</p>
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		<title>Jack Wolfskin: Krisenkommunikation versagt in Abmahn-Affäre</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 19:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über den Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin kommt man zurzeit aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Erst schätzt das Unternehmen die Dimensionen einer Abmahnwelle gegen Kleinstshopbetreiber, die eine Tierpfote als Design für diverse Produkte verwenden, komplett falsch ein. Und jetzt, da Blogospähre &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/10/21/jack-wolfskin-krisenkommunikation-versagt-in-abmahn-affare/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Über den Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin kommt man zurzeit aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Erst schätzt das Unternehmen die Dimensionen einer Abmahnwelle gegen Kleinstshopbetreiber, die eine Tierpfote als Design für diverse Produkte verwenden, komplett falsch ein. Und jetzt, da Blogospähre und Medien gleichermaßen auf die Firma eindreschen, tut sie &#8230; nix! Krisenkommunikation als Fremdwort?</em></p>
<p>Als erste Blogs die schwer nachvollziehbaren Abmahnungen der Anwaltskanzlei Harmsen &amp; Utescher zulasten einiger kleiner Shopbetreiber meldeten und sich die bundesweiten Medien für die Affäre zu interessieren begannen, hätten die vorher festgelegten Mechanismen einer effektiven <a title="Erläuterung der Krisenkommunikation" href="http://www.eggvertise.de/2009/08/thesen-der-krisenkommunikation/" target="_blank">Krisenkommunikation</a> greifen müssen. Doch bis auf eine schwachbrüstige Pressemitteilung, laut der sich der Bekleidungsriese gezwungen sehe, gegen Hausfrauen und Rentner vorzugehen, damit seine Markenrechte nicht verwässern, kam nichts aus Idstein, dem Firmensitz Jack Wolfskins. Auch nachdem immer mehr Blogs das Thema aufgriffen und sich ausländische Blätter und Sender mit dem Thema befassten, blieb es still und stumm im Wolfsbau.</p>
<p><strong>PR-Abteilung im kollektiven Tiefschlaf?</strong></p>
<p>Ja, hallo? Was ist denn da los? Ist die PR-Abteilung bei Jack Wolfskin etwa zurzeit nicht besetzt? Die Firma erleidet gerade einen Imageverlust, der vergleichbar sein könnte mit der komplett in die Hose gegangenen Schockwerbung des Modelabels Benetton in den 1990ern! Es häufen sich die Boykottaufrufe, immer mehr Menschen wollen mit Jack Wolfskin nichts mehr zu tun haben. Und die Firma hat zu alledem nichts zu sagen? Keine Verteidigungsstrategie? Keine Rechtfertigungen? Das ist entweder unsäglich arrogant &#8211; oder dumm. Denn das würde bedeuten, dass man sich im Hause Wolfshaut überhaupt nicht auf eine solche oder ähnliche Situation vorbereitet und entsprechend auch keine Vorgehensweisen einstudiert hätte.</p>
<p><strong>Über 200 Millionen Umsatz &#8211; aber keine Krisenkommunikation</strong></p>
<p>Ein solch unprofessionelles Verhalten darf man von den abgemahnten Häkelhausfrauen vielleicht erwarten. Aber nicht von einem Global Player, dessen Umsatz bei über 200 Millionen Euro liegt! Hier hat jemand anscheinend seine Hausaufgaben nicht gemacht.</p>
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		<title>Jack Wolfskin im Abmahnwahn</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 09:38:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was nutzt das beste und sinnvollste Instrument, wenn es gedankenlos und keulengleich eingesetzt wird? Originär sind Abmahnungen dafür gedacht, das rechtlich einwandfrei nachweisbare Fehlverhalten eines anderen mit leichtem Druck (und überschaubaren Kosten) beenden zu können, ohne dafür die Gerichte bemühen &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/10/21/jack-wolfskin-im-abmahnwahn/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was nutzt das beste und sinnvollste Instrument, wenn es gedankenlos und keulengleich eingesetzt wird? Originär sind <a title="Definition einer Abmahnungbei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abmahnung" target="_blank">Abmahnungen</a> dafür gedacht, das rechtlich einwandfrei nachweisbare Fehlverhalten eines anderen mit leichtem Druck (und überschaubaren Kosten) beenden zu können, ohne dafür die Gerichte bemühen zu müssen.  Allerdings setzt eine Abmahnung grundsätzlich die Befähigung voraus, eine Situation mit mehr gesundem Menschenverstand als juristischem Fachwissen angemessen zu gewichten.<br />
</em></p>
<p>Seitdem das Internet zum Volksmedium aufstieg, wird wie wild abgemahnt: Ob Verkäufer bei Ebay oder Betreiber einer Webseite oder eines Forums: Die Gefahr, von findigen Anwälten auf der Suche nach Einnahmemöglichkeiten abgemahnt zu werden, war noch nie so hoch. Und die Kosten, die für eine angebliche Rechteverletzung geltend gemacht werden, belaufen sich nicht selten im vierstelligen Bereich &#8211; abhängig davon, wie hoch der Anwalt den angeblichen Streitwert (selbst!) ansetzt.</p>
<p><strong>Jack Wolfskin in: Verteidiger der heiligen Tatzen</strong></p>
<p>Seit neuestem tritt auch der Bekleidungshersteller <a title="Jack Wolfskin bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Wolfskin" target="_blank">Jack Wolfskin</a> in den Abmahnwahn ein. Die sich irgendwo in der hessischen Taiga befindende Firma lässt ihre Anwaltskanzlei seit einigen Tagen Kostennoten verschicken &#8211; an Hobbybastler und Heimwerker! Die Begründung dafür liest sich in den Schreiben identisch: Die einheimischen Freizeittüftler hätten ein Tatzensymbol genutzt und damit die Markenrechte der vorwiegend in <a title="Artikel über Jack Wolfskin auf welt.de" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article4094853/Warum-tragen-so-viele-Staedter-Wolfskin-Klamotten.html" target="_blank">Vietnam und Thailand</a> produzieren lassenden Firma Jack Wolfskin verletzt. Und was genau haben diese &#8220;gefährlichen Markenpiraten&#8221; getan? Sie hatten auf Ohrsteckern oder Taschenspiegeln ein Katzen- oder Hundepfötchen als Dekor aufgetragen.</p>
<div id="attachment_752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/jwlogo1.jpg"><img class="size-full wp-image-752" title="Kann man den Abdruck einer Tierpfote überhaupt schützen? Jack Wolfskin zumindest ist der Meinung, die weltweiten Rechte an jeder Art von Tatze zu haben." src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/jwlogo1.jpg" alt="Kann man den Abdruck einer Tierpfote überhaupt schützen? Jack Wolfskin zumindest ist der Meinung, die weltweiten Rechte an jeder Art von Tatze zu haben." width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kann man den Abdruck einer Tierpfote überhaupt schützen? Jack Wolfskin zumindest ist der Meinung, die weltweiten Rechte an jeder Art von Tatze zu haben.</p></div>
<p><strong>Wie kann man eigentlich die Rechte an einem Tierpfotenabdruck besitzen?</strong></p>
<p>Mal abgesehen davon, dass es schon eine Spur fragwürdig ist, das Recht auf ein in der Natur vorkommendes Muster zu beanspruchen &#8211; mit dieser Aktion schießt Jack Wolfskin kräftig am Ziel vorbei. Denn der negative Werbeeffekt dürfte für den Klamottenhersteller immens sein &#8211; das Thema wird www-weit mit eindeutigem Tenor diskutiert und pflanzt sich via Mundpropaganda auch im &#8220;echten Leben&#8221; rasend schnell fort. Nicht nur in diversen <a title="Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst auf werbeblogger.de" href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/" target="_blank">Weblogs</a>. Mittlerweile haben die ersten Primär-Medien die Tatzen-Affäre für sich entdeckt:  <a title="Jack Wolfskin gibt nicht nach" href="http://www.focus.de/digital/internet/abmahnwelle-jack-wolfskin-gibt-nicht-nach_aid_446316.html" target="_blank">Focus online</a> oder  <a title="Jack Wolfskin mahnt Bastler wegen Tatzen-Mustern ab" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655890,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> zum Beispiel widmen dem Thema einen umfassenden Artikel. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch das Fernsehen über Jack Wolfskin und seine Rechtsabteilung berichtet. Der Imageschaden dürfte dann kaum noch zu beziffern sein. &#8220;Bedanken&#8221; dafür darf sich die PR-Abteilung der Firma bei der eigenen Rechtsabteilung. Mono-Skiller sind eben immer dem Risiko des Tunnelblicks ausgesetzt.</p>
<p><strong>Die Welt ist kein Gerichtssaal</strong></p>
<p>Cleverer wäre es von Jack Wolfskin zweifellos gewesen, den vermeintlichen Rechteverletzern erstmal nur einen netten Brief zu schreiben. Mit dem freundlichen (und vor allem kostenlosen) Hinweis, dass die Firma ihre Markenrechte verletzt sähe und deshalb darum bittet, das Tatzendesign zukünftig zu vermeiden. Normale Menschen machen das so. Denn die Juristerei ist nicht alles auf diesem Planeten. Es gibt auch noch so etwas wie soziale Intelligenz. Leider scheinen manche Juristen die Welt grundsätzlich durch den <a title="Schönfelder Gesetzessammlung bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nfelder_%28Gesetzessammlung%29" target="_blank">Schönfelder</a> zu sehen und vergessen dabei, dass sie es auf der anderen Seite mit Menschen zu tun haben.</p>
<p>PS: Unser Havaneser Juri hat soeben auf den Pflastersteinen im Garten eine Pfötchenspur hinterlassen. Ich hoffe, dass die Anwälte von Jack Wolfskin das jetzt nicht als Hobbyarbeit deuten und mich abmahnen. Oder Juri. Aber der ist ja nur ein Hund.</p>
<p>PPS: Kleines Update &#8211; auf der  Seite werbeblogger.de ist ein <a title="Brief eines ehemaligen Fans von Jack Wolfskin" href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/20/die-fans-von-jack-wolfskin/" target="_blank">Brief eines ehemaligen Fans</a> der Marke an die Geschäftsführung zu lesen. Absolut empfehlenswert!</p>
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