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	<title>togoblog &#187; Bundesliga</title>
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	<description>Togo bloggt Togos Blog... aus Emden ;)</description>
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		<title>Linkspartei Rote: Deutsche Bahn greift in Abstiegskampf ein!</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 14:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#60;ironie&#62;Das dürfte einmalig sein in der Geschichte des deutschen Fußballs: Damit der von der Deutschen Bahn gesponserte Verein Hertha BSC Berlin nicht absteigt, mussten die verletzungsanfälligen Profis von Hannover 96 die lange Fahrt zum Auswärtsspiel beim FC Bayern München stehend &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/04/17/rote-deutsche-bahn-greif-in-abstiegskampf-ein/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin:22px 22px 22px 22px;"><script type="text/javascript"><!--
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</script></div><p style="text-align: justify;"><strong>&lt;ironie&gt;Das dürfte einmalig sein in der Geschichte des deutschen Fußballs: Damit der von der Deutschen Bahn gesponserte Verein Hertha BSC Berlin nicht absteigt, mussten die verletzungsanfälligen Profis von Hannover 96 die lange Fahrt zum Auswärtsspiel beim FC Bayern München stehend zubringen! Der rote Manager Jörg Schmadtke dazu auf <a title="sportal.de: Schmadtke sauer - 96-Spieler mit stehender Anreise" href="http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_fussball/2010/04/16/16382300000.html" target="_blank">Sportal.de</a>: &#8220;Nur weil Hertha-Partner Deutsche Bahn uns keinen Extra-Wagen zur Verfügung stellen wollte, werden wir am Sonnabend beim FC Bayern verlieren! Sonst hätten wir die nämlich geputzt &#8211; notfalls in Badelatschen!&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Aufregung des ehemaligen Torhüters ist nachvollziehbar. Wo gibt es denn sonst auch sowas? Da bleiben stinknormale Reisende, die nicht mal Fußballprofis sind, auf ihren reservierten Plätzen sitzen, anstatt sie den Roten zur Verfügung zu stellen! Das hat die Bahn wirklich clever eingefädelt. Erst lässt sie einen Vulkan in Island ausbrechen, dann sperrt sie die Flughäfen, und letztendlich engagiert sie noch schnell ein paar hundert Komparsen, damit bloß kein Platz für Hannover 96 im Zug ist! &lt;/ironie&gt;</p>
<p style="text-align: justify;">Sorry, aber derart viel Schmerzfreiheit, wie sie Herr Schmadtke hier beweist, kennt man sonst nur von Herrn Doublebush. Anstatt mit dem Mannschaftsbus zu fahren, geht die Truppe mit der Bahn auf Reisen. Dass an einem Wochenende wie diesem, an dem Tausende von Flugzeugen nicht starten dürfen, in den Zügen mal etwas mehr los sein könnte &#8211; und vor allem, dass es Menschen geben soll, die das Geld für eine Reservierung ausgeben &#8211; damit hat man im Hause Rot wohl nicht gerechnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist schon reichlich unprofessionell, eine solche Fahrt unter den offensichtlichen Umständen mit dem Zug machen zu wollen. Seine eigene Unprofessionalität auch noch laut heraus zu schreien &#8211; das ist dämlich.</p>
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		<title>Das große Zittern</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 11:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Fan von Eintracht Braunschweig, der die Meisterschaft 1967 mangels eigener Existenz nicht miterleben konnte, hat man es nicht leicht. Die Erfolge des Teams sind wenige, die Rückschläge Legion. Aber das ist egal,  denn wenn ich jubeln wollte, wäre ich &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/04/14/das-grosse-zittern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als Fan von Eintracht Braunschweig, der die Meisterschaft 1967 mangels eigener Existenz nicht miterleben konnte, hat man es nicht leicht. Die Erfolge des Teams sind wenige, die Rückschläge Legion. Aber das ist egal,  denn wenn ich jubeln wollte, wäre ich Bayern-Fan geworden. Außerdem sucht man sich seinen Verein nicht aus &#8211; der Verein sucht Dich aus.</strong></p>
<p>Seit bald 26 Jahren also bin ich jetzt schon Löwe. Eigentlich hätte ich nie Eintracht-Fan werden dürfen, denn mein allererstes Spiel des BTSV war das 0:0 gegen Bayer Leverkusen am 28.April 1984. Es war ein Graupenkick zweier nicht sonderlich ambitionierter Mannschaften der Fußball-Bundesliga. Dazu passend nieselte es die ganze Zeit, und mein Vater hatte die falschen Karten besorgt &#8211; wir standen unter den Pappeln der Nordkurve. Ein Problem war das allerdings nicht, denn bereits damals hatte Leverkusen keine Fans.</p>
<p>Umso trauriger ist es, wenn man dann sieht, wer heutzutage so in der Bundesliga spielt. An Leverkusen hat man sich ja mittlerweile irgendwie gewöhnt (man kann sich auch an Hühneraugen gewöhnen). Aber VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim&#8230; das ist zuviel. Daran kann man sich nicht gewöhnen, so oft die Presse sich auch bemüht, diesen Casting-Bands der Bundesliga mit sympathisch klingenden Bezeichnungen (z.B. &#8220;Wölfe&#8221; &#8211; war das nicht auch der Spitzname Adolf Hitlers? Na, dann passt es doch wieder irgendwie <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) zu einer Art positiver Markenidentität zu verhelfen. Nee, Wolfsburg und Hoffenheim, das geht gar nicht. Das ist nur Produkt, keine Seele. Und ich will Seele.</p>
<p>Meine Eintracht jedenfalls schickt sich diese Tage mal wieder an, wenigstens in die zweite Bundesliga aufzusteigen. Die Rückrunde läuft bisher gut, und man hat es selbst in der Hand, am Ende einen der sexy Plätze 1 bis 3 zu belegen. Wenn jetzt auch noch die Roten mitziehen, können wir uns in der kommenden Saison endlich wieder auf ein Niedersachsen-Derby freuen. Das letzte fand im Oktober 2003 statt, damals siegte Eintracht im DFB-Pokal mit 2:0 gegen die favoritisierten Hannoveraner. Seit sechseinhalb Jahren also wartet Deutschlands schönstes Bundesland also schon auf sein Derby.</p>
<p>Mittlerweile bin ich schon ganz wuschig. Aufstiegsfieber nennt sich das wohl. Ein wenig leidet die Arbeit darunter, denn ich schaue häufiger als sonst in die diversen Eintracht-Foren. Könnte ja sein, dass etwas Wichtiges passiert ist. Das muss ich doch wissen! Außerdem spielt Eintracht heute Abend. Wieder gegen so ne Casting-Band, den SV Wehen-Wiesbaden. Die haben ihre Tradition über Bord geworfen, damit sie den Namen der hessischen Landeshauptstadt tragen dürfen. Was gab es denn an Taunusstein auszusetzen?</p>
<p>Zwischendurch schaue ich mir dann gern mal Videos an, um die Vorfreude zu steigern. So wie dieses hier:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KQX8gpqrkMQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/KQX8gpqrkMQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Und dann setzt es wieder ein, das große Zittern&#8230;</p>
<p>EINTRACHT!</p>
<p>PS: Ich schreibe ja nur ab und an über den BTSV. <a title="Orion7 bloggt über die neueste Siegesserie der Eintracht." href="http://orion7.blogg.de/eintrag.php?id=368" target="_blank">Andere machen das im großen Stil &#8211; und ich lese es gern <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </a></p>
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		<title>DFB fordert Datenschutzverletzungen von den Vereinen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 20:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach, ich mag den DFB irgendwie. Die lustige Rentnertruppe aus Frankfurt (am Main) bringt uns doch immer wieder zum Staunen - und manchmal sogar zum Lachen!

Der diesmalige Klops... <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/14/dfb-fordert-datenschutzverletzungen-von-den-vereinen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ach, ich mag den DFB irgendwie. Die lustige Rentnertruppe aus Frankfurt (am Main) bringt uns doch immer wieder zum Staunen &#8211; und manchmal sogar zum Lachen!</em></p>
<p><strong>Naive Kampfreformer</strong></p>
<p>Der diesmalige Klops der selbsternannten Kampfreformer des Fußballs ist fast schon als mitleidserregend zu bezeichnen. Denn einerseits beweist der DFB, dass er zwar registriert, dass seine Mitglieder unzufrieden sind. Andererseits ist es bemerkenswert naiv, wie der größte Sportverband der Welt darauf reagiert.</p>
<p><strong>Fernsehfußball trocknet Amateurbasis aus</strong></p>
<p>Der Reihe nach: Seit einigen Jahren werden die Spieltage der Fußball-Profiligen immer mehr zerhackstückt. Dadurch, dass an möglichst vielen Tagen zu möglichst verschiedenen Zeiten Spiele besonders der Ersten Bundesliga stattfinden, erlösen die Initiatoren mehr Einnahmen durch Übertragungsrechte und Werbung. Leidtragende sind dabei die Amateurvereine, die immer mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihre Partien austragen, weil die Liveübertragungen im Fernsehen wirklich genutzt werden. Der FC Bremerhaven zum Beispiel hat sein erstes Heimspiel der neuen Saison vor etwa 60 Zuschauern ausgetragen. Zeitgleich war das Vereinsheim des FCB gerappelt voll &#8211; dort lief Bundesligafußball via Bezahlfernsehen.</p>
<p><strong>Der DFB kapituliert vor der DFL</strong></p>
<p>Die Vereine meckern. Die Liste der Änderungen, die der DFB seit einigen Jahren zugunsten der wenigen Profivereine durchgesetzt hat (oft ohne  Widerstand der Amateurbasis, die sich wirklich amateurhaft verhält), ist ebenso lang wie schmerzhaft. Die Profiligen werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft, Amateurfußball hat vielerorts nur noch das Niveau von Thekensport, weil die Perspektiven fehlen. In diese Situation herein hat der DFB / die DFL die Aufdröselung des Bundesligaspieltags beschlossen. Die früher übliche (und auch nötige) zeitliche Trennung von Profi- und Amateurfußball ist weggefallen. Zukünftig muss der Kreisligist mit der Fernsehübertragung von Bayern München konkurieren. Nicht einmal, sondern fast jede Woche.</p>
<p><strong>DFB bringt SKY ins Spiel</strong></p>
<p>Der DFB hat jetzt auf den Protest der Basis reagiert. Nicht, indem man etwa zu einer verträglicheren Regelung zurück gefunden hätte. Das geht nicht, denn der DFB verhält sich der DFL gegenüber wie ein zahnloser, alter Wachhund. Nein, man handelt ausgerechnet mit der Ursache der Probleme &#8211; dem Bezahlsender SKY &#8211; ein &#8220;exklusives Angebot&#8221; für die Vereinsheime aus &#8211; damit noch mehr von ihnen Live-Fußball präsentieren, und damit noch weniger Zuschauer sich die Amateurspiele vor Ort anschauen! Oliver Fritsch hat das Anschreiben eines Landesverbands für seinen &#8220;<a title="Blog für den kritischen Fußballfreund" href="http://www.direkter-freistoss.de/2009/08/12/dfb-sky-fernsehen-amateurfusball-verein/" target="_blank">Blog für den kritischen Fußballfreund</a>&#8221; eingescannt und online gestellt. Was sofort auffällt: Der Landesverband scheint darüber gar nicht so glücklich zu sein.</p>
<p><strong>Zahnloses Angebot für die Vereinsheime</strong></p>
<p>Und das &#8220;tolle&#8221; Angebot von SKY hat einige Schönheitsfehler&#8230; so bietet der Nachfolger von PREMIERE lediglich die Sonntagsspiele der ERsten und Zweiten Bundesliga zur Vorführung an. Die Partien vom Freitag, Sonnabend und aus der Champions League fehlen komplett. Dazu verpflichten sich die Vereinsheime dazu, Merchandiseartikel des Senders zu nutzen und präsentieren.</p>
<p><strong>Vereine sollen Mitgliederdaten liefern</strong></p>
<p>Der größte Hammer aber dürfte sein, dass SKY sich aus den Mitgliederlisten der Vereine bedienen will, um Reklame zu verschicken. Richtig gelesen! Die Vereine sollen &#8211; als kleine Gegenleistung sozusagen &#8211; die Namen und Adressen ihrer Mitglieder rausrücken. Das ist doch mal ein Plan: Ich verkaufe eine kastrierte Version eines meiner Angebote (für 49 Euro im Monat!) an die Leidtragenden des Angebots und bekomme noch dazu für lau eine Menge Adressen, an die ich ungewollte Werbung verschicken kann! Perfider geht es kaum noch.</p>
<p><strong>Der Datenschutz als letzte Hürde und Hoffnung</strong></p>
<p>Was SKY und dem DFB dabei einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist der Datenschutz. Als ich Mitglied eines Sportvereins wurde, habe ich ganz sicher einer gewerblichen Nutzung meiner Daten (-&gt;Werbung) nicht zugestimmt! Und ohne diese Zustimmung wird SKY die Daten der Mitglieder nicht bekommen können. Eine genauere Betrachtung des Problems findet sich im &#8220;<a title="Allesaußersport-Blog" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/08/13/dfb-hilft-sky-dem-dfb-helfen-und-umgekehrt/" target="_blank">Allesaußersport-Blog</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Die letzten Tage des DFB</strong></p>
<p>Es ist tragikomisch anzusehen: Der einst dermaßen gegen jede Kommerzialisierung eingestellte DFB, der längst jeden Einfluss auf seine in der viel mächtigeren DFL organisierten Profivereine verloren hat, verhökert seine verbleibenden Mitglieder an einen der größten Auswüchse der Kommerzialisierung des Sports: Das Pay-TV! Längst gibt es Stimmen von der Basis, die sich einen Austritt aus dem DFB und einen Neuanfang mit einem wirklich unabhängigen, dem Wohl des Sports gewidmeten Verband wünschen. Das einzige, was den DFB zurzeit noch rettet, ist die Bequemlichkeit der Vereine. Bis die ersten austreten und sich emanzipieren.</p>
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		<title>DFB: Operation Abwicklung Ost?</title>
		<link>http://www.togotob.de/2009/08/11/dfb-operation-abwicklung-ost/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 14:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erinnern Sie sich noch an die DDR? Diesen netten, kleinen Safaripark vor der Haustür, in dem man trotz horrenden Eintrittsgeldes ("Zwangsumtausch") nicht mal echten Kontakt mit Eingeborenen, sondern stattdessen immer nur Musterbürger zugewiesen bekam? Der Spielgeld aus Aluminium verwendete? Wo zwar alles ... <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/11/dfb-operation-abwicklung-ost/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erinnern Sie sich noch an die DDR? Diesen netten, kleinen Safaripark vor der Haustür, in dem man trotz horrenden Eintrittsgeldes (&#8220;Zwangsumtausch&#8221;) nicht mal echten Kontakt mit Eingeborenen, sondern stattdessen immer nur Musterexemplare zugewiesen bekam? Der Spielgeld aus Aluminium verwendete? Wo zwar alles irgendwie billiger war als in der Bundesrepublik, aber haben wollte man es trotzdem nicht? Wo jeder eine gesetzlich zugesicherte Arbeitsstelle hatte, auch wenn die nicht unbedingt seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprach &#8211; und auch, wenn die Stelle längst doppelt und dreifach besetzt war? Und um den man Mauern und Zäune baute, damit bloß niemand ohne Eintritt rein kam &#8211; leider sind die Exponate selbst stiften gegangen?</em></p>
<p><strong>Achtung: Die DDR ist weg!</strong><em><br />
</em></p>
<p>Es wird Sie sicherlich nicht überraschen, wenn ich Ihnen jetzt mitteile, dass es die DDR in dieser Form nicht mehr gibt. Okay, die Ampelmännchen haben mancherorts überlebt. Das Ost-Sandmännchen war eh viel witziger als unseres im Westen. Der beste Sekt Deutschlands kommt von Rotkäppchen, da brauchen sich die Jungs im Süden gar nicht aufregen. Und ihre Lieblingspartei haben die DDR-Bürger auch über die Wende hinweg gerettet. Jetzt heißt sie zwar anders, der Inhalt ist aber der gleiche.</p>
<p><strong>SED im Bundestag &#8211; selbst Schuld!</strong></p>
<p>Dass diese Partei ohne Programm uns in den gesamtdeutschen Parlamenten mit ihrer penetranten Anwesenheit und ihrer billigen Stimmungsmache nervt, haben wir Wessis uns meiner Meinung nach allerdings redlich verdient. Denn, so richtig ernst genommen haben wir den Osten doch nie. Über den Trabbi zum Beispiel  haben wir nur gelacht. Aber vergleichen wir mal einen 1980er Golf mit einem Trabanten des gleichen Baujahrs. Wenn beide Autos unrestauriert vor mir stünden &#8211; mit dem Trabbi könnte ich wahrscheinlich gleich losdüsen, Zweitakterduft und Qualmwolke inklusive. Beim Golf sähe das anders aus &#8211; Qualität made in Wolfsburg, durchgerostet von oben bis unten. Dass der aus dem Fenster hängende Arm des Fahrers  beim Golf eine Spur mehr sexy aussieht als beim Trabbi ist geschenkt.</p>
<p><strong>Von der BSG zum e.V. zur Kapitalgesellschaft</strong></p>
<p>Was wir Wessis aber nicht nur nicht zu schätzen wussten, sondern aktiv kaputt gemacht haben, ist die Fußballszene zwischen Rügen und Chemnitz! Als die DDR-Oberliga 1991 ihre Pforten schloss, standen die Vereine vor einer komplett unbekannten Zukunft. Plötzlich war man keine staatlich geschützte BSG mehr, sondern musste sich als Proficlub mit den West-Vereinen messen &#8211; auf einem Feld, auf dem der Gegner unendlich viel Vorsprung hatte.</p>
<p><strong>Wie man ein FIFA-Mitglied nach DFB-Methode abwickelt</strong></p>
<p>Damit es nicht zu einfach mit dem Eingewöhnen geht, hatte sich der DFB damals eine witzige Regelung ausgedacht: Von den 14 Erstligisten des ehemaligen FIFA-Mitglieds DDR wurden ganze zwei (Dynamo Dresden, Hansa Rostock) in die Erste Bundesliga eingereiht &#8211; sechs weitere Clubs durften sich in der dann zweigeteilten Zweiten Bundesliga versuchen. Für die letzten sechs (ist das eigentlich weltweiter Rekord?) blieb nur der Gang in die Drittklassigkeit. Ein Absturz ohne Netz und doppelten Boden. Erholt hat sich davon bis heute kaum einer der Vereine.</p>
<p><strong>Weiße Flecken auf der Fußballlandkarte</strong></p>
<p>Wie tief der Sturz für die meisten war, zeigt der Blick auf die Abschlusstabelle der Saison 1990/91, ergänzt um die aktuellen Spielklassen der Teams:</p>
<p>1.  Hansa Rostock (2.BL)<br />
2.  Dynamo Dresden (3.Liga)<br />
3.  FC  Rot-Weiß Erfurt (3.Liga)<br />
4.  Hallescher FC Chemie (4. Liga)<br />
5.   Chemnitzer FC (4.Liga)<br />
6.  FC Carl Zeiss Jena (3. Liga)<br />
7.  1. FC  Lokomotive Leipzig (5.Liga)<br />
8.  BSV Stahl Brandenburg (6.Liga)<br />
9.  Eisenhüttenstädter FC Stahl (6.Liga)<br />
10. 1. FC Magdeburg (4.  Liga)<br />
11.  FC Berlin (4. Liga)<br />
12. FC Sachsen Leipzig (5.  Liga)<br />
13. FC Energie Cottbus (2.BL)<br />
14. FC Victoria 91  Frankfurt (Oder) (6.Liga)</p>
<p>Im Vergleich dazu sieht die Gegenwart für die 18 Bundesligisten des gleichen Jahres doch viel freundlicher aus:</p>
<p>1.  1. FC K&#8217;lautern (2.BL)<br />
2.  FC Bayern München (1.BL)<br />
3.  SV  Werder Bremen (1.BL)<br />
4.  Eintracht Frankfurt (1.BL)<br />
5. Hamburger  SV (1.BL)<br />
6. VfB Stuttgart (1.BL)<br />
7. 1. FC Köln (1.BL)<br />
8. Bayer Leverkusen (1.BL)<br />
9. Borussia M&#8217;gladbach (1.BL)<br />
10.  Borussia Dortmund (1.BL)<br />
11. SG Wattenscheid 09 (5.Liga)<br />
12. Fortuna Düsseldorf (2.BL)<br />
13. Karlsruher SC (2.BL)<br />
14. VfL  Bochum (1.BL)<br />
15. 1. FC Nürnberg (1.BL)<br />
16. FC St. Pauli  (2.BL)<br />
17. Bayer Uerdingen (6.Liga)<br />
18. Hertha BSC Berlin  (1.BL)</p>
<p>Sicherlich fällt Ihnen sofort auf, dass kein einziger der damaligen DDR-Erstligisten heute in der Bundesliga spielt, dafür aber zwölf der Westvereine.</p>
<p><strong>Wer braucht schon eine breite Basis?</strong></p>
<p>Doch es kam noch schlimmer für den Ostfußball: In einem Anfall reinster Reformwut machte sich der DFB jetzt daran, sein bis dahin hervorragend funktionierendes Drittligasystem umzugraben. Über Jahre hatte sich der breite Unterbau in Form der Amateur-Oberligen bewährt, als erste Bewährungsprobe für Talente ebenso wie als Auffangbecken für Zweitligaabsteiger. Durch die vielen regionalen Derbies waren die Stadien ordentlich gefüllt, dazu waren die Anreisen nie zu groß. Mit Ausnahme der Oberliga Nord vielleicht, denn hier spielten die Clubs aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Aber dieser Besonderheit hatte man beim DFB in besonneneren Zeiten Rechnung getragen: Aus der Oberliga Nord durfte nicht nur der Meister, sondern auch der Zweitplatzierte an der Aufstiegsrelegation teilnehmen.</p>
<p><strong>Der DFB als Handlungsgehilfe der SED</strong></p>
<p>Mit dieser realistischen Einschätzung der Gegebenheiten war Schluss, als sich die Süd- und Westlobbyisten im DFB mit ihren Plänen für die neue dreigeteilte Regionalliga durchsetzen konnten. Denn plötzlich sollten nicht mehr regionale Verteilungsschwerpunkte (Vermeidung von weißen Flecken auf der Fußballkarte) ausschlaggebend sein, sondern schnöde Zahlen. Genauer: Die Anzahl der Mitgliedsvereine in den jeweiligen Landesverbänden. Denn da hatten Süd und West die Nase vorn. Der Norden, der nicht so dicht besiedelt ist, wurde da schon merklich abgehängt. Ganz schlimm traf es aber auch hier wieder den Osten: Über Jahrzehnte konnte hier nach dem Willen der volkseigenen Partei SED keine Sportvereinsstruktur entstehen. Jetzt präsentierte ausgerechnet der DFB den Clubs dafür die Rechnung. Geht es noch ignoranter?</p>
<p><strong>Nicht nur der Osten, auch der Norden wird schikaniert</strong></p>
<p>Nord- und Ostvereine sollten also eine gemeinsame Regionalliga bekommen, der Süden und der Westen jeweils eine eigene. Doch zwischen Emden und Cottbus formierte sich Widerstand: Die weiten Fahrten wurden mokiert, gleichzeitig merkten einige Clubs an, dass Spiele gegen Vereine aus einem derart entfernten Teil Deutschlands für ihre Sponsoren nicht attraktiv seien. Der DFB zeigte sich teilweise einsichtig. Den geschossenen Bock mit der Bevorteilung des Westens und Südens konnte man nicht mehr zurücknehmen. Also durften Norden und Osten eine eigene Staffel ihrer gemeinsamen Regionalliga betreiben. Mit bizarren Folgen wie Relegationsspielen zum Aufstieg zwischen Nord und Ost (daraus resultierte unter anderem die noch heute andauernde Feindschaft zwischen Hannover 96 und Energie Cottbus), während aus dem Süden oder Westen abwechselnd mal nur der Meister, mal auch der Zweitplatzierte aufsteigen durfte. Die Halbe-Liga-Regelung lähmte den Fußball im Norden und Osten gleichermaßen. Die verlorenen Aufstiegsspiele von Hannover 96  gegen Tennis Borussia Berlin 1997 zum Beispiel hatten fatale Auswirkungen auf die eigene Staffel, denn die Roten saßen wie ein Stöpsel auf der Regionalliga Nord- nach oben konnte niemand entweichen. Bitter war das besonders für Eintracht Braunschweig, Gründungsmitglied des DFB 1900 und der Bundesliga 1963. Denn die Löwen wurden zwei Mal nacheinander Vizemeister, mit einer Punktequote, die sie im Westen und Süden zum direkten Aufstieg berechtigt hätte.</p>
<p><strong>Ostvereine spielen in Deutschlands Profiligen keine große Rolle</strong></p>
<p>(Nicht nur) Für die traditionsreichen Ostvereine wurde der Weg zurück in die oberen Ligen immer schwerer: Im Jahr 2000 wurden die bisherigen vier Regionaligen zusammengefasst in zwei: Die Regionalliga Nord und die Regionalliga Süd. Und um seine Abkehr von der breiten Basis komplett zu manifestieren, schuf der DFB zur Saison 2008/09 sogar eine eingleisige Dritte Liga! Der gehörten zum Auftakt übrigens ganze fünf Teams aus dem Osten an. Zeitgleich spielten in den beiden Bundesligen lediglich Hansa Rostock (2.BL) und Energie Cottbus (1.BL) als Ostteams mit. Man muss kein großer Mathematiker sein, um nachrechnen zu können, dass hier einiges nicht stimmt. Seine Fürsorgepflicht hat der DFB mindestens bei den Vereinen aus dem ehemaligen DFV-Gebiet jedenfalls nicht erfüllt.</p>
<p><strong>Rote Bullen statt Lokomotiven und Chemiker</strong></p>
<p>Tja, und jetzt hat sich auch noch Kunstbrausehersteller Red Bull dazu entschieden, im Ostfußball mitzumischen. Dem Fünftligisten SSV Markranstädt, unmittelbar vor den Toren Leipzigs gelegen, haben die Österreicher kurzerhand das Startrecht für die Liga abgekauft. Nach dem Salzburger Vorbild (hier hat Red Bull erst den SV Austria aufgekauft, dann komplett umgekrempelt, sämtliche Traditionen hinweg gewischt und letztendlich die ursprünglichen Fans rausgeekelt) soll hier ein Bundesligist entstehen. Direkt vor den Augen der Fans des 1.FC Lok und von Chemie (Sachsen) Leipzig! .</p>
<p><strong>Randale als Marketingag?</strong></p>
<p>Und man darf getrost darüber spekulieren, ob Red Bull die negativen Reaktionen der Ost-Fans mit ins Kalkül gezogen hat. Denn eins kann man den Österreichern sicherlich nicht vorwerfen: Dass sie naiv wären! Matteschitz &amp; Co. wussten genau, dass sie mit ihrer Klonaktion einen tiefen Stachel ins Herz der Fans im Osten jagen würden. Und dass es nicht bei Transparenten und Schmähgesängen bleiben würde, sollte für die Marketingspezialisten bei Red Bull auch keine Überraschung sein &#8211; es sei denn, sie haben absolut keine Ahnung von den Besonderheiten des Fußballs (<a title="Sport als Marke" href="http://www.eggvertise.de/2009/08/sport-als-marke/" target="_blank">für diesen Fall empfehle ich diese Lektüre</a>).</p>
<p><strong>Beste Absichten?</strong></p>
<p>Die PR-Maschinerie der roten Bullen läuft seit Übernahme des Startrechts des SSV Markranstädt auf Hochtouren. Man wird nicht müde, seine guten Absichten zu betonen (&#8220;Leipzig aus dem Fußballschlaf wecken&#8221;, &#8220;Lokale Fußballtalente fördern&#8221;) und sich als Opfer unverständlicher Aggressionen zu präsentieren. Da wird dann schonmal ein Freundschaftsspiel abgesagt, weil es angeblich Drohungen gegeben habe. Beste Werbung für die Chemiebrause!</p>
<p><strong>Übernahme statt Partnerschaft &#8211; das Projekt Red Bull</strong></p>
<p>Ich frage mich, wie lange es im Osten dauert, bis wirklich schlimme Ausschreitungen gegen die österreichischen Allesvermarkter folgen. Einen Vorgeschmack gab es bereits beim ersten Saisonspiel zwischen Carl Zeiss Jena II und dem Marketinggag RB (RasenBallsport) Leipzig. Da haben die Jenenser die komplette Spielzeit über ihrer Abneigung Luft verschafft &#8211; in vielfältiger, teilweise auch durchaus unangebrachter Form. Sollte es irgendwann aber körperliche Auseinandersetzungen geben, darf sich RB das getrost mit auf die Fahnen schreiben. Denn anstatt als Partner (gern mit Einfluss) einen Ost-Verein zu begleiten und unterstützen, hat man sich für die arrogante Variante entschieden, den Menschen einfach ein neues Produkt vorzusetzen. Dass gerade die Fans der arg gebeutelten Traditionsvereine das als persönlichen Affront verstehen, sollte niemanden verwundern, der sich ein wenig mit Menschen auskennt.</p>
<p><strong>Keine Gewalt trotz ohnmächtiger Wut!</strong></p>
<p>Gewalt war für mich nie eine Option. Wer zuschlägt, hat keine Argumente &#8211; davon war ich immer überzeugt und bin es auch heute noch. Allerdings kann ich die Ohnmacht und Wut der Fans im Osten ein Stück weit nachvollziehen. Erst wickelt der DFB ihre Vereine dermaßen konsequent ab, dass es schon immenser Anstrengungen bedürfte, um aus den Rumpelligen wieder hoch zu kommen. Und dann platziert eine Brausefirma ihr Projekt mitten ins Herz des Ostfußballs. Sollte Gott dieses Drehbuch genehmigt haben, dürfte er als grausamer Sadist gelten.</p>
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		<title>Meister &#8211; und keinen interessiert&#8217;s</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 08:12:30 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Stell Dir vor, Du wirst Deutscher Meister &#8211; und keinen interessiert&#8217;s! So oder so ähnlich müssen sich die akribischen Planer bei Volkswagen fühlen, nachdem ihre Betriebsfußballmannschaft am Sonnabend die Bundesligasaison als Tabellenführer beendete. Denn, schneller dürfte die deutsche Fußballöffentlichkeit noch nie über einen Meister hinweggegangen sein. Aber das hat seine Gründe. Denn der neue Deutsche Meister ist nichts anderes als ein Schlag ins Gesicht jedes Fußballfans.</p>
<p>Natürlich, Fußball ist längst ein Geschäft geworden. Allerdings nur für die Vereine und ihre Sponsoren. Für die Fans ist es viel mehr. Es ist Leidenschaft, Treue, nicht selten Liebe. Den Partner wechselt man im Laufe seines Lebens schon mal. Den Verein nicht.</p>
<p>All das sind Attribute, die mit dem VfL Wolfsburg beim besten Willen nicht in Verbindung gebracht werden können. Der VfL ist künstlich durch und durch. Lebensunfähig ohne die VW-Millionen, denn die Fußballfans der Region Ostniedersachsen zeigen der Werkself nach wie vor die kalte Schulter. Würde Volkswagen nicht für jedes Pflichtspiel seiner Fußballer eine satte Anzahl Freikarten verteilen lassen &#8211; es wäre noch offensichtlicher, als es jetzt schon ist.</p>
<p>Ausgerechnet dieses Kunstprodukt ohne Seele (das dazu noch zu 100% Volkswagen gehört, also noch nicht mal ein echter Verein ist) ist jetzt also Deutscher Meister geworden. Und? Oder besser: Na und? Es interessiert eigentlich niemanden so richtig. Ein Betriebsunfall, mehr nicht. </p>
<p>Das Verblüffendste an der Meisterschaft des VfL ist aber, dass sich ausgerechnet jetzt, im eigentlichen Moment des Triumphs, der Werbeeffekt für die Marke Volkswagen komplett ins Gegenteil verkehrt. Denn weniger Sympathien als zurzeit hatte der Autobauer wohl noch nie unter den deutschen Fußballfans. Negativwerbung vom Feinsten also &#8211; aber damit hätte man rechnen müssen. Denn Volkswagen hat den emotionalen Faktor komplett außer Acht gelassen. Und Emotionen kann man nicht so einfach kaufen wie sportliche Erfolge. Der VfL wird bundesweit als Werkself erkannt &#8211; und abgelehnt. Folgerichtig springt das negative Image des VfL auf den Eigentümer Volkswagen über. Gerade jetzt, besonders nach der Meisterschaft.</p>
<p>Cleverer wäre es von Volkswagen gewesen, dem tatsächlichen Herz der Fußball-Region &#8211; Eintracht Braunschweig &#8211; unter die Arme zu greifen und den Verein in die Bundesliga zurück zu führen. Mit einer solchen Strategie &#8211; die höchstwahrscheinlich auch noch um einiges billiger gewesen wäre als das Aufrüsten des VfL &#8211; hätte Volkswagen den Menschen in Ostniedersachsen einen Traum erfüllt und bundesweit gezeigt, dass man sich mit der Region verbunden fühlt. Doch stattdessen setzte Volkswagen den Menschen einen Plastikclub vor die Nase. Gepusht mit einer mindestens dreistelligen Summe an Euro-Millionen wurde hier im Sauseschritt die Wachablösung vollzogen. Aber wurde sie das wirklich? Der VFL wurde zwar Meister. Aber irgendwie hat das keiner gewollt. Zwar wurde am Sonnabend in der Stadt viel gefeiert. Aber wer von den Partygängern war Fußballfan? Und wer wollte nur das Event mitnehmen? Der Eindruck, dass der überwiegende Teil der Menschen dabei war, um einfach nur zu feiern (der Anlass war egal), drängt sich auf. Keine Herzenssache. Keine Emotionen. Keine Liebe.</p>
<p>Wer 2002 den Wiederaufstieg Eintracht Braunschweigs in die zweite Bundesliga (!) erlebt hat, weiß, wie frappierend die Unterschiede sein können. Damals trug eine ganze Region blau-gelb. Der Schlusspfiff der Partie gegen Wattenscheid 09 war der Anpfiff einer die ganze Nacht dauernden Party. Und nicht wenige haben die Woche komplett durchgefeiert. Wie hätte es in Ostniedersachen bloß ausgesehen, wenn Eintracht Braunschweig Sonnabend wieder Deutscher Meister geworden wäre? Eine Region &#8211; zwei vollkommen verschiedene Mentalitäten. Welche davon besser geeignet ist, Werbebotschaften positiv zu vermitteln, dürfte auf der Hand liegen.</p>
<p>Wahrscheinlich wünscht man sich bei Volkswagen mittlerweile, man hätte damals, als man sich dazu entschloss, den uninteressanten Oberligisten VfL Wolfdsburg in die Bundesliga zu hieven, etwas mehr Zeit in die Analyse der Eigenschaften und Eigenarten von Werbeträgern investiert. Denn dann hätte man viel Zeit und Geld sparen können. Und müsste jetzt nicht das negative Markenimage irgendwie wieder ausbügeln.</p>
<p><font color="blue">Was meint Ihr dazu?</font></p>
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		<title>Jetzt hängt alles von Werder ab!</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 11:01:33 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist der Betriebssport die Zukunft des Fußballs? Der von SAP-Gründer Dietmar Hopp abhängige ehemalige und immer noch gefühlte Kreisligist TSG Hoffenheim wurde bereits Herbstmeister der Bundesliga. Jetzt liegt es ausgerechnet an Werder Bremen, den GAU zu verhindern &#8211; heute in Wolfsburg müssen die Grünweißen mit dem W auf der Brust gegen die Grünweißen mit dem (V)W auf der Brust unbedingt gewinnen &#8211; je höher, desto besser. Hat oft genug funktioniert, warum nicht auch dieses Mal? Dem deutschen Fußball jedenfalls würde Bremen damit einen riesen Gefallen tun. Denn das Wolfsburger Modell ist &#8211; mit Verlaub &#8211; nur eine geringe Spur weniger ekelhaft als das Hoffenheims. Hier wie da ein großer Konzern im Rücken, der die sportliche Konkurrenz der Region (an der zufällig das Herz der dort lebenden Menschen hängt) erst platt kaufte, um dann &#8211; sobald die Medien sich auf den vermeintlichen Wachwechsel eingelassen haben (irgendwer muss ja schließlich die Anzeigen bezahlen), mit ausländischen Spielern aufzurüsten und den Sturm auf die Tabellenspitze einzuläuten. Traurig ist dabei, dass es genügend Menschen gibt, die das Spiel nicht durchschauen und das &#8220;neue Produkt&#8221; einfach konsumieren, ohne es zu hinterfragen. Aber diese &#8220;Fans&#8221; sind das beste Beispiel dafür, wie wenig Stil ein Produkt haben muss, um verkauft werden zu können. Erfolg ist alles, ist sexy.<br />
Am kommenden Sonnabend dann steigt Werders zweiter Auftritt im Kampf der gewachsenen Vereine gegen den Plastikgeruch. Im DFB-Pokalfinale trifft man auf die in der Liga ähnlich abgewatschten Leverkusener. Allerdings muss man hier ein wenig unterschieden. Denn die Rheinländer gibt es als Betriebsssportverein bereits seit 1904. Die Stadt Wolfsburg dagegen wurde erst 1938 von den Nazis gegründet, als Siedlung der Arbeiter, die dort den KdF-Wagen (später: Volkswagen) mit Hilfe von Zwangsarbeitern bauen sollten. Den dazu gehörigen Verein gibt es sogar erst seit 1945.<br />
Tja, Werder, jetzt hängt alles von Euch ab. Rettet den deutschen Fußball! Oder zumindest mein Wochenende <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
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