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	<title>togoblog &#187; DFB</title>
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	<description>Togo bloggt Togos Blog... aus Emden ;)</description>
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		<title>Pokalfinale mit Panorama</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 16:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonnabend hatte ich das Glück, dank der Großzügigkeit unseres Vereinspräsidenten das Finale des DFB-Pokals in Berlin zu sehen. Das Ergebnis, Schalke 04 hat den MSV Duisburg mit 5:0 geschlagen, ist ja bekannt, und Spielberichte dazu gibt es überall zuhauf. &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/05/23/pokalfinale-mit-panorama/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin:22px 22px 22px 22px;"><script type="text/javascript"><!--
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</script></div><p style="text-align: justify;">Am Sonnabend hatte ich das Glück, dank der Großzügigkeit unseres Vereinspräsidenten das Finale des DFB-Pokals in Berlin zu sehen. Das Ergebnis, Schalke 04 hat den MSV Duisburg mit 5:0 geschlagen, ist ja bekannt, und Spielberichte dazu gibt es überall zuhauf. Mit meiner kleinen Knipse habe ich ein Panorama-Foto vom Innenraum aufgenommen, unmittelbar nach der Siegerehrung. Wer möchte, kann es sich hier anschauen:</p>
<div id="attachment_1326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/pofi_panorama.jpg"><img class="size-medium wp-image-1326" title="Das Panorama des Olympiastadions Berlin - zum Vergrößern bitte klicken ;)" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/pofi_panorama-300x77.jpg" alt="Das Panorama des Olympiastadions Berlin - zum Vergrößern bitte klicken ;)" width="300" height="77" /></a><p class="wp-caption-text">Das Panorama des Olympiastadions Berlin - zum Vergrößern bitte klicken <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></div>
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		<title>Togo nicht bei der WM dabei!</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 12:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klingt reißerisch, ist aber eher als Tendenz gemeint: Diese Fußball-Weltmeisterschaft ist die mit Abstand uninteressanteste für mich, seit ich aktiv Fußball schaue und spiele. Und das sind ja doch schon ein paar Jährchen. Nicht falsch verstehen: Ich liebe diesen Sport, &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/06/11/togo-nicht-bei-der-wm-dabei/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Klingt reißerisch, ist aber eher als Tendenz gemeint: Diese Fußball-Weltmeisterschaft ist die mit Abstand uninteressanteste für mich, seit ich aktiv Fußball schaue und spiele. Und das sind ja doch schon ein paar Jährchen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nicht falsch verstehen: Ich liebe diesen Sport, immer noch. Aber es wurde so ziemlich alles dafür getan, mir dieses Turnier zu verleiden. Erst einmal wäre da dieser Bundestrainer, der zwar vorgibt, nach Leistung zu nominieren, letztendlich aber doch eher den Nasenfaktor entscheiden lässt. Die Folge ist eine Nationalmannschaft, die keine &#8220;Typen&#8221; hat und so langweilig ist, wie es nur geht.</p>
<p style="text-align: justify;">An zweiter Stelle kommt aber auch schon der mediale Overkill. Ständig und überall Fußball-Werbung! Wobei diese Reklamen klar machen, was ein Fan sein soll: Ein fröhlicher, ständig jubelnder Konsument. Wozu brauche ich ein Gehirn? Ich habe doch eine Vuvuzela! Lasst uns also feiern und alles kaufen, was angeboten wird!</p>
<p style="text-align: justify;">Letztendlich aber ist der Hauptgrund für meine WM-Unlust in Deutschland selbst, im kleineren Fußball zu finden. Die DFL hat mit ihrem Erfüllungsgehilfen DFB über Jahre daran gearbeitet, in den oberen Ligen eine geschlossene Gesellschaft zu etablieren. Wir hatten einst einen vorbildlichen, breit gefächerten Unterbau. Zugunsten der Zugangserschwernis wurde der weggeholzt. Anstatt wie früher acht Oberligen als dritter Ebene wurde dort eine bundesweite Dritte Liga installiert, die zwar offiziell eine Profiliga sein soll, aber bei weitem nicht so behandelt wird: So verzerren in der Dritten Liga nach wie vor die Zweitvertretungen der (echten) Profiklubs den Wettbewerb, und ein automatisches Startrecht für den DFB-Pokal haben Drittligisten auch nicht. Dafür aber den Heimrecht-Passus der Amateure <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Unter diese Dritte Liga wurden drei Regionalligen gepflanzt, die unattraktiver gar nicht sein können und Vereinsinsolvenzen und Lizenzentzüge am laufenden Band produzieren. Dabei sind Rot-Weiß Essen und Waldhof Mannheim nur die prominentesten Opfer der DFL.</p>
<p style="text-align: justify;">Nee, das alles macht keinen Spaß mehr. Jeder sieht, dass da Mist passiert. Aber keiner ändert etwas. Der DFB erweist sich seit Jahren als kraftloser Papiertiger, der seine Macht längst an die DFL abgetreten hat. Und diese DFL hat gar kein Interesse daran, dass unter ihren Kommerzligen ein gesunder Unterbau existiert. Man will ja schließlich unter sich bleiben. Da wird es wohl bald soweit sein, dass es gar keine Auf- und Abstiege mehr in den oberen Ligen gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um was geht es nochmal? Ach ja, Fußball-Weltmeisterschaft. Gleich ist Anpfiff, Takatuka gegen Fidschi. Denn man tau, ich muss Rasen mähen!</p>
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		<title>Jena geht leer aus</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 18:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine unwürdige Farce hat jetzt vor dem DFB-Sportgericht ihr vorläufiges Ende gefunden: Der Einspruch Carl Zeiss Jenas gegen die Wertung einer verlorenen Partie aufgrund einer scheinbar fehlerhaft zugeordnete gelbe Karte anfangs der Drittligasaison wurde heute abgewiesen. Leider haben die Thüringer &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/05/03/jena-geht-leer-aus/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Eine unwürdige Farce hat jetzt vor dem DFB-Sportgericht ihr vorläufiges Ende gefunden: Der Einspruch Carl Zeiss Jenas gegen die Wertung einer verlorenen Partie aufgrund einer scheinbar fehlerhaft zugeordnete gelbe Karte anfangs der Drittligasaison wurde heute abgewiesen. Leider haben die Thüringer noch die Möglichkeit, vor dem DFB-Bundesgericht in Revision zu gehen. Es gilt als sicher, dass der Verein diese &#8220;Chance&#8221; nutzen wird &#8211; und sich damit weiter blamiert.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Was war passiert? Am 3. Oktober trennten sich Eintracht Braunschweig und der 1.FC Heidenheim (ja, solche Teams spielen jetzt in der Dritten Liga) schiedlich-friedlich mit 1:1. Dabei bekam anscheinend ein Spieler der Gäste, Martin Klarer, eine gelbe Karte, die dann im Spielbericht einem anderen Spieler seines Teams, nämlich Christian Essig zugeordnet wurde. Diesen Fehler bemerkte lange Zeit niemand &#8211; bis sich der FC Carl Zeiss Jena letztens gegen eben diese Heidenheimer zuhause eine 1:2-Niederlage einfing und damit aus dem Aufstiegskampf flog.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_1067" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/Carl_Zeiss_Jena.jpg"><img class="size-full wp-image-1067" title="Der Verein hat immer Recht: Carl Zeiss Jena" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/Carl_Zeiss_Jena.jpg" alt="Der Verein hat immer Recht: Carl Zeiss Jena" width="200" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Der Verein hat immer Recht: Carl Zeiss Jena</p></div>
<p>Plötzlich begannen in Thüringen die Drähte zu glühen. Irgend jemand, hatte heraus gefunden, dass es zwischen der Statistik des kickers und der DFB-Datenbank eine Diskrepanz gab und ein eigentlich gesperrter Spieler &#8211; Martin Klarer &#8211; deshalb in Jena für Heidenheim aufgelaufen sei. Da eben dieser Spieler anscheinend alleinverantwortlich für Jenas Niederlage zeichnete, legte der ehemalige DDR-Oberligist flugs Protest gegen die Wertung ein, und scheiterte! Die Begründung gibt es hier zu lesen: <a title="DFB-sportgericht weist Einspruch Jenas ab" href="http://www.dfb.de/index.php?id=500014&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=22850&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=145" target="_blank">DFB-Sportgericht weist Einspruch Jenas ab.</a></p>
<p style="text-align: justify;">Der DFB argumentiert hier durchaus treffend, warum der Einspruch keinen Erfolg haben konnte. Besonders treffend ist hierbei folgende Passage:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>„Zur Wahrung der Wettbewerbssicherheit gibt es genaue Vorschriften,  denen alle Vereine unterliegen. Heidenheim hätte bis 48 Stunden nach dem  Spiel eine mögliche Verwechslung anfechten können und hat dies nicht  getan. Ein Verschulden seitens des 1. FC Heidenheim ist darüber hinaus  nicht erkennbar. <strong>Ein zunächst unbeteiligter Verein wie Jena kann aber  nicht ein halbes Jahr später durch die Hintertür eine Gelbe Karte  anfechten.“</strong></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Man darf gespannt sein, ob Carl Zeiss Jena diese Begründung akzeptiert oder es sich weiter mit dem Rest Fußballdeutschlands verderben will. Denn dass eine Revision angesichts der Faktenlage Erfolg haben könnte, daran kann nur ein Träumer glauben. Man muss auch mal verlieren können. Auch wenn es noch so ärgerlich ist.</p>
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		<title>Fußball und Homophobie</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 11:28:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich will gar nicht werten, wer in der Affäre um den ehemaligen Schiedsrichter-Sprecher im DFB, Manfred Amerell, und Referee Michael Kempter Recht hat und wer lügt. Aber die gesamte Diskussion und die Art und Weise, wie der DFB mit dem &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/03/05/fussball-und-homophobie/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will gar nicht werten, wer in der Affäre um den ehemaligen Schiedsrichter-Sprecher im DFB, Manfred Amerell, und Referee Michael Kempter Recht hat und wer lügt. Aber die gesamte Diskussion und die Art und Weise, wie der DFB mit dem Thema umgeht, zeigen, dass Fußball und Homosexualität (oder Bisexualität, wie Amerell im <a title="Bild.de: Amerell bei Kerner: DAS VIDEO" href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/2010/03/05/manfred-amerell/warum-schrieb-ihm-kempter-liebes-mails.html" target="_blank">Kerner-Interview</a> bestätigt) doch noch lange nicht zusammen passen. Ich hatte vor fast einem Jahr einen <a title="Buch-Tipp: Versteckspieler - togoblog" href="http://www.togotob.de/2009/03/14/buch-tipp-versteckspieler/" target="_blank">Buchtipp</a> gepostet, Versteckspieler von Ronny Blaschke. Aus gegebenem Anlass möchte ich diesen<a title="Buch-Tipp: Versteckspieler - togoblog" href="http://www.togotob.de/2009/03/14/buch-tipp-versteckspieler/" target="_blank"> Tipp</a> noch einmal aus dem Archiv hervorkramen. Es ist ja bald Ostern. Vielleicht legt jemand dem DFB das Buch mal ins Nest&#8230;</p>
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		<title>Wie lange können wir uns Löw noch leisten?</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 13:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie lange bleibt Joachim Löw noch Fußball-Bundestrainer? Als Vereinscoach wäre er wohl ein Kandidat für einen der nächsten Rauswürfe. Allein die Tatsache, dass der DFB einen äußerst langen Geduldsfaden hat und ungern Fehler zugibt, rettet dem Schwaben wohl den Job. &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/09/04/wie-lange-konnen-wir-uns-low-noch-leisten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie lange bleibt Joachim Löw noch Fußball-Bundestrainer? Als Vereinscoach wäre er wohl ein Kandidat für einen der nächsten Rauswürfe. Allein die Tatsache, dass der DFB einen äußerst langen Geduldsfaden hat und ungern Fehler zugibt, rettet dem Schwaben wohl den Job.</em></p>
<p>Das Sommermärchen ist vorbei. Seit Mitte 2006 schwingt Joachim Löw, 49 Jahre alt, das Zepter. Rein von den eingefahrenen Ergebnissen könnte man mit ihm wohl zufrieden sein: Die Mannschaft hat sich recht souverän für die Europameisterschaft qualifiziert und dort sogar das Endspiel erreicht. Zurzeit steht das Team an der Spitze der WM-Qualifikationsgruppe und wird aller Voraussicht nach das Ticket nach Südafrika lösen. Notfalls über die Relegation.</p>
<p><strong>Das System Löw auf dem Prüfstand</strong></p>
<p>Aber die nackten Zahlen können nicht verschleiern, dass eine Menge nicht stimmt im Löwschen System. Dass der Badener und Wahl-Schwabe Löw seine Günstlinge hat, zum Beispiel. Dass das, was die Mannschaft spielt, weder modern noch schön anzusehen ist. Dass es lediglich die individuelle Klasse der einzelnen Spieler ist, die für Erfolg sorgt, nicht das Kollektiv.</p>
<p><strong>Leistung nicht ausschlaggebend für Nominierung</strong></p>
<p>Seine Personalentscheidungen kann schon längst niemand mehr nachvollziehen. Ein Stefan Kießling von Bayer Leverkusen zum Beispiel befindet sich in einer Weltklasse-Form. Vier Tore hat er in den bisherigen vier Spielen bereits erzielt. In jeder anderen Nationalmannschaft hätte er einen Startplatz sicher. Nicht so in Löws Team, denn hier sind die Plätze reserviert für Miroslaw Klose (bisher 118 Minuten Spielzeit / kein Tor), Mario Gomez ( 4 Spiele / 2 Tore), Lukas Podolski ( 3 / 0) und Cacau ( 4 / 0). Lediglich die Nominierung Gomez&#8217; scheint richtig, die anderen drei Akteure sind dagegen absolute Kandidaten für Denkpausen. Dass Lukas Podolski mitlerweile nichts mehr in der Nationalmanschaft zu suchen hat, nicht einmal im erweiterten Kader, zeigen seine dürftigen Auftritte seit einigen Monaten. Und Cacau&#8230; nun, er ist Stuttgarter. Das scheint für eine Nominierung zu reichen.</p>
<p><strong>Adler statt Wiese &#8211; keiner weiß warum</strong></p>
<p>Auf der Torhüterposition hat Löw die Qual der Wahl &#8211; und patzt bereits bei der Frage des Reservekeepers. Robert Enke ist zurecht die Nummer eins, auch wenn ihm seit Jahren (seit er bei Hannover 96 spielt) die internationale Erfahrung fehlt. Als Nummer zwei aber drängt sich der mittlerweile gereifte Tim Wiese von Werder Bremen auf. Ihm René Adler vorzuziehen, ist schwer zu verstehen. Oder zeigt der Bundestrainer hier etwa Humor? Denn &#8220;Adler&#8221; war der Spitzname des legendären Nationaltorwarts Bernd Franke. Der allerdings war damals auch ein Klüngel-Opfer und kam an Sepp Mayer nicht vorbei, weil er beim falschen Verein (Eintracht Braunschweig) spielte.</p>
<p><strong>Löw sucht nur im Süden &#8211; bevorzugt in Stuttgart</strong></p>
<p>Auf die Erfahrung und das Können eines Thorsten Frings verzichtet Löw ebenfalls freiwillig. Auch Frings spielt im Norden bei Werder Bremen. Lediglich Top-Talent Mesut Özil findet Gnade in Löws Augen. Hat der Bundestrainer etwa eine Werder-Antipathie? Oder hat er einfach den Überblick verloren, weil er sich bevorzugt in seiner süddeutschen Heimat aufhält? Es scheint fast so, denn wenn man sich anschaut, wen Löw eingeladen hat, kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus: Andreas Beck (SAP, ehemals Stuttgart), Serdar Tasci (Stuttgart), Sami Khedira (Stuttgart), Christian Gentner (VW, ehemals Stuttgart). Es fällt auf, dass Löw, der ehemalige VfB-Trainer, überproportional viele Stuttgarter einlädt. Lokalpatriotismus allerdings ist eine Eigenschaft, die sich ein Bundestrainer nicht leisten darf.</p>
<p><strong>Südafrika 2010 als Prüfstein</strong></p>
<p>Beim DFB hat man sich von dem Schritt, den Co zum Chef zu befördern, wohl Kontinuität versprochen &#8211; eine Konservierung des Zustands, den die Mannschaft nach der WM im eigenen Land erreicht hatte. Dass diese Hoffnungen einige Haken hatten, bedachte man beim DFB nicht. Denn die WM 2006 war ein Selbstläufer. Vor eigenem Publikum hat eine Mannschaft ohne echte Taktik den dritten Platz erreicht, indem sie sich von einer Woge der Begeisterung hat tragen lassen. Für die Europameisterschaft 2008 bei unseren Nachbarn in der Schweiz und in Österreich galt das ebenfalls ein Stück weit. Das Turnier in Südafrika ist da schon eine ganz andere Nummer. Es wird die Nagelprobe für Joachim Löw. Und ich bin mir sicher, dass er sie verpatzen wird. Denn mit derart übertriebenem Lokalpatriotismus wie Löw ihn bei der Auswahl seiner Spieler an den Tag legt, kann man bei einer WM nicht bestehen. Wer wettet dagegen?</p>
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		<title>Fake-Krabben aus Berlin für Paulo Rizzo</title>
		<link>http://www.togotob.de/2009/08/17/fake-krabben-aus-berlin-fur-paulo-rizzo/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 13:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie eine tolle Fanaktion zugunsten eines DFB-Gerichtsopfers von einem Ebay-Betrüger kopiert wird - und wie dieser auf die Vorwürfe reagiert! <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/17/fake-krabben-aus-berlin-fur-paulo-rizzo/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie eine tolle Fanaktion zugunsten eines DFB-Gerichtsopfers von einem Ebay-Betrüger kopiert wird &#8211; und wie dieser auf die Vorwürfe reagiert!</em></p>
<p>Wer ein Arschloch als Arschloch bezeichnet, hat beim DFB schlechtere Karten als das Arschloch selbst. Diese Erfahrung musste Paulo Rizzo, Stürmer des niedersächsischen Oberligisten Kickers Emden, diese Tage machen (<a title="Lex Poldi - Prügelprinz bleibt ohne Strafe" href="http://www.togotob.de/2009/08/03/lex-poldi-prugelprinz-bleibt-ohne-strafe/" target="_blank">Link</a>). Denn, obwohl Lukas Podolski einer nicht geahndeten Tätlichkeit beim DFB-Pokalspiel seines 1.FC Köln bei den Emdern überführt wurde, ging der Nationalspieler (?) straffrei aus. Die DFB-Pressestelle beantworte meine Anfrage nach dem &#8220;Warum&#8221; folgendermaßen: &#8220;Gegen Lukas Podolski wird nicht nachträglich ermittelt, weil der  DFB-Kontrollausschuss nach Auswertung der Fernsehbilder die Voraussetzungen für  die Vorlage eines krass sportwidriges Verhalten als nicht erfüllt ansieht.&#8221;</p>
<p><strong>Einmal Arschloch = 300 Euro! Einmal Haue = Nüscht&#8230;</strong></p>
<p>Bei Paulo Rizzo, der nach Abpfiff lediglich das aussprach, was viele dachten, sah sich der DFB dagegen zum Handeln gezwungen: 300 Euro Geldstrafe sollte der Offensivakteur zahlen. Eine vermeintliche Beleidigung wiegt beim DFB also schwerer als eine Tätlichkeit. Traurige Realität eines Verbandes, der jegliche Relationen verloren hat.</p>
<p><strong>Sammeln für Rizzo und Prügelopfer</strong></p>
<p>Die Fans von Kickers Emden sahen das ähnlich und demonstrierten ihre Solidarität mit ihrem neuen Liebling auf bemerkenswerte Weise: Sie ließen die Sammelbüchse unter den Mitfahrern zur Partie beim SV Meppen rumgehen. Mit diversen Sammelaktionen kamen so einige Euro zusammen &#8211; die Emder Zeitung spricht von gut 150 Euro, aus Fankreisen hört man von deutlich mehr. Der Überschuss soll einer wohltätigen Einrichtung zugehen &#8211; sinnigerweise einer, die sich um Opfer von Gewalttaten kümmert. Eine nette und stilvolle Ohrfeige für Lukas Podolski!</p>
<p><strong>Erst ein Kilo Watt, jetzt ein Krabbenbrötchen</strong></p>
<p>Um den gesammelten Betrag noch ein wenig aufzustocken, dachte sich der bereits durch seine Ebay-Auktion zugunsten des Stadion-Ausbaus bekannt gewordene Forums-User &#8220;Kilowatt&#8221; eine Neuauflage seiner damaligen Idee aus. Dieses Mal versteigerte er allerdings kein Kilogramm reinsten Nordsee-Watts (&#8220;Ein Kilowatt&#8221;), sondern ein original Emder Krabbenbrötchen &#8211; zahlbar in bar bei einem der folgenden Heimspiele der Kickers. Weil der Versteigerer die Ebay-Kosten selbst übernahm, floss der Erlös in Höhe von 35,50 Euro direkt in den &#8220;Rizzo-Fund&#8221;. Eine schöne Geschichte soweit.</p>
<p><strong>Keine Ideen in Berlin</strong></p>
<p>Leider gibt es immer wieder Menschen, die mangels eigener Ideen bei anderen schamlos abkupfern. So fand sich auch dieses Mal recht schnell ein Trittbrettfahrer, der von der Popularität der Auktion profitieren wollte. Um sich die Arbeit nicht zu schwer zu machen, klaute ein Berliner Ebay-Verkäufer mal eben den kompletten Auktionstext und das Foto und setzte es als eigene Auktion rein. Vergleichen Sie selbst: <a title="Das Original-Krabbenbrötchen aus Emden" href="http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&amp;item=330350577244&amp;ssPageName=STRK:MESELX:IT" target="_blank">Original</a> und <a title="Findet man sowas wirklich in Berlin?" href="http://cgi.ebay.de/BSV-Kickers-Emden-Krabbenbroetchen-fuer-Rizzo-Granat-Top_W0QQitemZ110423421009QQcmdZViewItemQQptZFisch_Meeresfr%C3%BCchte?hash=item19b5bfb051&amp;_trksid=p3286.c0.m14" target="_blank">Fälschung</a> <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Durch Zweitaccounts zum hohen Preis</strong></p>
<p>Innerhalb weniger Stunden stieg der Verkaufspreis für das Fake-Krabbenbrötchen aus der Granat-Metropole Berlin auf über 40 Euro. Ein Blick auf die Biet-Historie zeigte, dass es nur wenige Gebote waren, bis dieses Ergebnis erreicht war &#8211; dazu boten stets die gleichen Leute, die auch schon bei den anderen Auktionen des Fälschers aktiv waren. Zweitaccounts, um den Preis hoch zu treiben und dann einem ahnungslosen Opfer den Zuschlag zu überlassen?</p>
<p><strong>Mit der Nummer 9 Rizzo&#8230;.. GRANAT!</strong></p>
<p>Natürlich bekam man in Emden Wind von der Berliner Posse. Auf Anfragen reagierte der &#8220;Verkäufer&#8221; allerdings äußerst unflätig. Manchmal aber waren seine Antworten auch witzig. Zum Beispiel, als er gefragt wurde, wie denn dieser Rizzo mit vollen Namen hieße. Er antwortete nämlich mit &#8220;Rizzo Granat&#8221; <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Allgemeinbildung? Keine! Sonst hätte er gewusst, warum das Wort Granat im Auktionstext vorkam.</p>
<p><strong>Ebay fühlt sich nicht verantwortlich</strong></p>
<p>Mindestens ebenso schwach wie die Fälschung selbst war allerdings die Reaktion von Ebay. Weder löschte man die Auktion des Berliners, noch sperrte man den offensichtlichen Cheater. Stattdessen forderte man &#8220;Kilowatt&#8221; auf, private rechtliche Schritte zu unternehmen. Verdienen möchte Ebay also schon an den Auktionen. Verantwortung für seine Plattform übernehmen will man dagegen eher nicht.</p>
<p><strong>Keine Krabben in Berlin</strong></p>
<p>Heute dann hat sich beim Berliner anscheinend das schlechte Gewissen doch noch gemeldet. Oder war es die Sorge, sich komplett zum Idioten zu machen? Jedenfalls ließ er alle bisherigen Gebote löschen und beendete die Auktion, ohne das Krabbenbrötchen los geworden zu sein. Ich frage mich sowieso, ob Nordsee in Berlin überhaupt frische Krabbenbrötchen hat&#8230; die Spree ist ja doch ein paar Meter von Bremerhaven, der Heimat des Fischimbissbetreibers Nordsee, entfernt <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Armutszeugnis von Ebay</strong></p>
<p>Späte Einsicht also in Berlin. Vielleicht hervorgerufen durch die Androhung, anwaltliche Post zu bekommen? &#8220;Wer Krabben nachmacht oder verfälscht&#8230;&#8221;? Enttäuscht aber muss man von Ebay sein. Das Auktionshaus hat wieder einmal gezeigt, dass ihm eigentlich egal ist, wie und was verkauft wird, solange die Provision stimmt.</p>
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		<title>DFB fordert Datenschutzverletzungen von den Vereinen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 20:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<description><![CDATA[Ach, ich mag den DFB irgendwie. Die lustige Rentnertruppe aus Frankfurt (am Main) bringt uns doch immer wieder zum Staunen - und manchmal sogar zum Lachen!

Der diesmalige Klops... <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/14/dfb-fordert-datenschutzverletzungen-von-den-vereinen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ach, ich mag den DFB irgendwie. Die lustige Rentnertruppe aus Frankfurt (am Main) bringt uns doch immer wieder zum Staunen &#8211; und manchmal sogar zum Lachen!</em></p>
<p><strong>Naive Kampfreformer</strong></p>
<p>Der diesmalige Klops der selbsternannten Kampfreformer des Fußballs ist fast schon als mitleidserregend zu bezeichnen. Denn einerseits beweist der DFB, dass er zwar registriert, dass seine Mitglieder unzufrieden sind. Andererseits ist es bemerkenswert naiv, wie der größte Sportverband der Welt darauf reagiert.</p>
<p><strong>Fernsehfußball trocknet Amateurbasis aus</strong></p>
<p>Der Reihe nach: Seit einigen Jahren werden die Spieltage der Fußball-Profiligen immer mehr zerhackstückt. Dadurch, dass an möglichst vielen Tagen zu möglichst verschiedenen Zeiten Spiele besonders der Ersten Bundesliga stattfinden, erlösen die Initiatoren mehr Einnahmen durch Übertragungsrechte und Werbung. Leidtragende sind dabei die Amateurvereine, die immer mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihre Partien austragen, weil die Liveübertragungen im Fernsehen wirklich genutzt werden. Der FC Bremerhaven zum Beispiel hat sein erstes Heimspiel der neuen Saison vor etwa 60 Zuschauern ausgetragen. Zeitgleich war das Vereinsheim des FCB gerappelt voll &#8211; dort lief Bundesligafußball via Bezahlfernsehen.</p>
<p><strong>Der DFB kapituliert vor der DFL</strong></p>
<p>Die Vereine meckern. Die Liste der Änderungen, die der DFB seit einigen Jahren zugunsten der wenigen Profivereine durchgesetzt hat (oft ohne  Widerstand der Amateurbasis, die sich wirklich amateurhaft verhält), ist ebenso lang wie schmerzhaft. Die Profiligen werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft, Amateurfußball hat vielerorts nur noch das Niveau von Thekensport, weil die Perspektiven fehlen. In diese Situation herein hat der DFB / die DFL die Aufdröselung des Bundesligaspieltags beschlossen. Die früher übliche (und auch nötige) zeitliche Trennung von Profi- und Amateurfußball ist weggefallen. Zukünftig muss der Kreisligist mit der Fernsehübertragung von Bayern München konkurieren. Nicht einmal, sondern fast jede Woche.</p>
<p><strong>DFB bringt SKY ins Spiel</strong></p>
<p>Der DFB hat jetzt auf den Protest der Basis reagiert. Nicht, indem man etwa zu einer verträglicheren Regelung zurück gefunden hätte. Das geht nicht, denn der DFB verhält sich der DFL gegenüber wie ein zahnloser, alter Wachhund. Nein, man handelt ausgerechnet mit der Ursache der Probleme &#8211; dem Bezahlsender SKY &#8211; ein &#8220;exklusives Angebot&#8221; für die Vereinsheime aus &#8211; damit noch mehr von ihnen Live-Fußball präsentieren, und damit noch weniger Zuschauer sich die Amateurspiele vor Ort anschauen! Oliver Fritsch hat das Anschreiben eines Landesverbands für seinen &#8220;<a title="Blog für den kritischen Fußballfreund" href="http://www.direkter-freistoss.de/2009/08/12/dfb-sky-fernsehen-amateurfusball-verein/" target="_blank">Blog für den kritischen Fußballfreund</a>&#8221; eingescannt und online gestellt. Was sofort auffällt: Der Landesverband scheint darüber gar nicht so glücklich zu sein.</p>
<p><strong>Zahnloses Angebot für die Vereinsheime</strong></p>
<p>Und das &#8220;tolle&#8221; Angebot von SKY hat einige Schönheitsfehler&#8230; so bietet der Nachfolger von PREMIERE lediglich die Sonntagsspiele der ERsten und Zweiten Bundesliga zur Vorführung an. Die Partien vom Freitag, Sonnabend und aus der Champions League fehlen komplett. Dazu verpflichten sich die Vereinsheime dazu, Merchandiseartikel des Senders zu nutzen und präsentieren.</p>
<p><strong>Vereine sollen Mitgliederdaten liefern</strong></p>
<p>Der größte Hammer aber dürfte sein, dass SKY sich aus den Mitgliederlisten der Vereine bedienen will, um Reklame zu verschicken. Richtig gelesen! Die Vereine sollen &#8211; als kleine Gegenleistung sozusagen &#8211; die Namen und Adressen ihrer Mitglieder rausrücken. Das ist doch mal ein Plan: Ich verkaufe eine kastrierte Version eines meiner Angebote (für 49 Euro im Monat!) an die Leidtragenden des Angebots und bekomme noch dazu für lau eine Menge Adressen, an die ich ungewollte Werbung verschicken kann! Perfider geht es kaum noch.</p>
<p><strong>Der Datenschutz als letzte Hürde und Hoffnung</strong></p>
<p>Was SKY und dem DFB dabei einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist der Datenschutz. Als ich Mitglied eines Sportvereins wurde, habe ich ganz sicher einer gewerblichen Nutzung meiner Daten (-&gt;Werbung) nicht zugestimmt! Und ohne diese Zustimmung wird SKY die Daten der Mitglieder nicht bekommen können. Eine genauere Betrachtung des Problems findet sich im &#8220;<a title="Allesaußersport-Blog" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/08/13/dfb-hilft-sky-dem-dfb-helfen-und-umgekehrt/" target="_blank">Allesaußersport-Blog</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Die letzten Tage des DFB</strong></p>
<p>Es ist tragikomisch anzusehen: Der einst dermaßen gegen jede Kommerzialisierung eingestellte DFB, der längst jeden Einfluss auf seine in der viel mächtigeren DFL organisierten Profivereine verloren hat, verhökert seine verbleibenden Mitglieder an einen der größten Auswüchse der Kommerzialisierung des Sports: Das Pay-TV! Längst gibt es Stimmen von der Basis, die sich einen Austritt aus dem DFB und einen Neuanfang mit einem wirklich unabhängigen, dem Wohl des Sports gewidmeten Verband wünschen. Das einzige, was den DFB zurzeit noch rettet, ist die Bequemlichkeit der Vereine. Bis die ersten austreten und sich emanzipieren.</p>
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		<title>DFB: Operation Abwicklung Ost?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 14:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erinnern Sie sich noch an die DDR? Diesen netten, kleinen Safaripark vor der Haustür, in dem man trotz horrenden Eintrittsgeldes ("Zwangsumtausch") nicht mal echten Kontakt mit Eingeborenen, sondern stattdessen immer nur Musterbürger zugewiesen bekam? Der Spielgeld aus Aluminium verwendete? Wo zwar alles ... <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/11/dfb-operation-abwicklung-ost/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erinnern Sie sich noch an die DDR? Diesen netten, kleinen Safaripark vor der Haustür, in dem man trotz horrenden Eintrittsgeldes (&#8220;Zwangsumtausch&#8221;) nicht mal echten Kontakt mit Eingeborenen, sondern stattdessen immer nur Musterexemplare zugewiesen bekam? Der Spielgeld aus Aluminium verwendete? Wo zwar alles irgendwie billiger war als in der Bundesrepublik, aber haben wollte man es trotzdem nicht? Wo jeder eine gesetzlich zugesicherte Arbeitsstelle hatte, auch wenn die nicht unbedingt seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprach &#8211; und auch, wenn die Stelle längst doppelt und dreifach besetzt war? Und um den man Mauern und Zäune baute, damit bloß niemand ohne Eintritt rein kam &#8211; leider sind die Exponate selbst stiften gegangen?</em></p>
<p><strong>Achtung: Die DDR ist weg!</strong><em><br />
</em></p>
<p>Es wird Sie sicherlich nicht überraschen, wenn ich Ihnen jetzt mitteile, dass es die DDR in dieser Form nicht mehr gibt. Okay, die Ampelmännchen haben mancherorts überlebt. Das Ost-Sandmännchen war eh viel witziger als unseres im Westen. Der beste Sekt Deutschlands kommt von Rotkäppchen, da brauchen sich die Jungs im Süden gar nicht aufregen. Und ihre Lieblingspartei haben die DDR-Bürger auch über die Wende hinweg gerettet. Jetzt heißt sie zwar anders, der Inhalt ist aber der gleiche.</p>
<p><strong>SED im Bundestag &#8211; selbst Schuld!</strong></p>
<p>Dass diese Partei ohne Programm uns in den gesamtdeutschen Parlamenten mit ihrer penetranten Anwesenheit und ihrer billigen Stimmungsmache nervt, haben wir Wessis uns meiner Meinung nach allerdings redlich verdient. Denn, so richtig ernst genommen haben wir den Osten doch nie. Über den Trabbi zum Beispiel  haben wir nur gelacht. Aber vergleichen wir mal einen 1980er Golf mit einem Trabanten des gleichen Baujahrs. Wenn beide Autos unrestauriert vor mir stünden &#8211; mit dem Trabbi könnte ich wahrscheinlich gleich losdüsen, Zweitakterduft und Qualmwolke inklusive. Beim Golf sähe das anders aus &#8211; Qualität made in Wolfsburg, durchgerostet von oben bis unten. Dass der aus dem Fenster hängende Arm des Fahrers  beim Golf eine Spur mehr sexy aussieht als beim Trabbi ist geschenkt.</p>
<p><strong>Von der BSG zum e.V. zur Kapitalgesellschaft</strong></p>
<p>Was wir Wessis aber nicht nur nicht zu schätzen wussten, sondern aktiv kaputt gemacht haben, ist die Fußballszene zwischen Rügen und Chemnitz! Als die DDR-Oberliga 1991 ihre Pforten schloss, standen die Vereine vor einer komplett unbekannten Zukunft. Plötzlich war man keine staatlich geschützte BSG mehr, sondern musste sich als Proficlub mit den West-Vereinen messen &#8211; auf einem Feld, auf dem der Gegner unendlich viel Vorsprung hatte.</p>
<p><strong>Wie man ein FIFA-Mitglied nach DFB-Methode abwickelt</strong></p>
<p>Damit es nicht zu einfach mit dem Eingewöhnen geht, hatte sich der DFB damals eine witzige Regelung ausgedacht: Von den 14 Erstligisten des ehemaligen FIFA-Mitglieds DDR wurden ganze zwei (Dynamo Dresden, Hansa Rostock) in die Erste Bundesliga eingereiht &#8211; sechs weitere Clubs durften sich in der dann zweigeteilten Zweiten Bundesliga versuchen. Für die letzten sechs (ist das eigentlich weltweiter Rekord?) blieb nur der Gang in die Drittklassigkeit. Ein Absturz ohne Netz und doppelten Boden. Erholt hat sich davon bis heute kaum einer der Vereine.</p>
<p><strong>Weiße Flecken auf der Fußballlandkarte</strong></p>
<p>Wie tief der Sturz für die meisten war, zeigt der Blick auf die Abschlusstabelle der Saison 1990/91, ergänzt um die aktuellen Spielklassen der Teams:</p>
<p>1.  Hansa Rostock (2.BL)<br />
2.  Dynamo Dresden (3.Liga)<br />
3.  FC  Rot-Weiß Erfurt (3.Liga)<br />
4.  Hallescher FC Chemie (4. Liga)<br />
5.   Chemnitzer FC (4.Liga)<br />
6.  FC Carl Zeiss Jena (3. Liga)<br />
7.  1. FC  Lokomotive Leipzig (5.Liga)<br />
8.  BSV Stahl Brandenburg (6.Liga)<br />
9.  Eisenhüttenstädter FC Stahl (6.Liga)<br />
10. 1. FC Magdeburg (4.  Liga)<br />
11.  FC Berlin (4. Liga)<br />
12. FC Sachsen Leipzig (5.  Liga)<br />
13. FC Energie Cottbus (2.BL)<br />
14. FC Victoria 91  Frankfurt (Oder) (6.Liga)</p>
<p>Im Vergleich dazu sieht die Gegenwart für die 18 Bundesligisten des gleichen Jahres doch viel freundlicher aus:</p>
<p>1.  1. FC K&#8217;lautern (2.BL)<br />
2.  FC Bayern München (1.BL)<br />
3.  SV  Werder Bremen (1.BL)<br />
4.  Eintracht Frankfurt (1.BL)<br />
5. Hamburger  SV (1.BL)<br />
6. VfB Stuttgart (1.BL)<br />
7. 1. FC Köln (1.BL)<br />
8. Bayer Leverkusen (1.BL)<br />
9. Borussia M&#8217;gladbach (1.BL)<br />
10.  Borussia Dortmund (1.BL)<br />
11. SG Wattenscheid 09 (5.Liga)<br />
12. Fortuna Düsseldorf (2.BL)<br />
13. Karlsruher SC (2.BL)<br />
14. VfL  Bochum (1.BL)<br />
15. 1. FC Nürnberg (1.BL)<br />
16. FC St. Pauli  (2.BL)<br />
17. Bayer Uerdingen (6.Liga)<br />
18. Hertha BSC Berlin  (1.BL)</p>
<p>Sicherlich fällt Ihnen sofort auf, dass kein einziger der damaligen DDR-Erstligisten heute in der Bundesliga spielt, dafür aber zwölf der Westvereine.</p>
<p><strong>Wer braucht schon eine breite Basis?</strong></p>
<p>Doch es kam noch schlimmer für den Ostfußball: In einem Anfall reinster Reformwut machte sich der DFB jetzt daran, sein bis dahin hervorragend funktionierendes Drittligasystem umzugraben. Über Jahre hatte sich der breite Unterbau in Form der Amateur-Oberligen bewährt, als erste Bewährungsprobe für Talente ebenso wie als Auffangbecken für Zweitligaabsteiger. Durch die vielen regionalen Derbies waren die Stadien ordentlich gefüllt, dazu waren die Anreisen nie zu groß. Mit Ausnahme der Oberliga Nord vielleicht, denn hier spielten die Clubs aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Aber dieser Besonderheit hatte man beim DFB in besonneneren Zeiten Rechnung getragen: Aus der Oberliga Nord durfte nicht nur der Meister, sondern auch der Zweitplatzierte an der Aufstiegsrelegation teilnehmen.</p>
<p><strong>Der DFB als Handlungsgehilfe der SED</strong></p>
<p>Mit dieser realistischen Einschätzung der Gegebenheiten war Schluss, als sich die Süd- und Westlobbyisten im DFB mit ihren Plänen für die neue dreigeteilte Regionalliga durchsetzen konnten. Denn plötzlich sollten nicht mehr regionale Verteilungsschwerpunkte (Vermeidung von weißen Flecken auf der Fußballkarte) ausschlaggebend sein, sondern schnöde Zahlen. Genauer: Die Anzahl der Mitgliedsvereine in den jeweiligen Landesverbänden. Denn da hatten Süd und West die Nase vorn. Der Norden, der nicht so dicht besiedelt ist, wurde da schon merklich abgehängt. Ganz schlimm traf es aber auch hier wieder den Osten: Über Jahrzehnte konnte hier nach dem Willen der volkseigenen Partei SED keine Sportvereinsstruktur entstehen. Jetzt präsentierte ausgerechnet der DFB den Clubs dafür die Rechnung. Geht es noch ignoranter?</p>
<p><strong>Nicht nur der Osten, auch der Norden wird schikaniert</strong></p>
<p>Nord- und Ostvereine sollten also eine gemeinsame Regionalliga bekommen, der Süden und der Westen jeweils eine eigene. Doch zwischen Emden und Cottbus formierte sich Widerstand: Die weiten Fahrten wurden mokiert, gleichzeitig merkten einige Clubs an, dass Spiele gegen Vereine aus einem derart entfernten Teil Deutschlands für ihre Sponsoren nicht attraktiv seien. Der DFB zeigte sich teilweise einsichtig. Den geschossenen Bock mit der Bevorteilung des Westens und Südens konnte man nicht mehr zurücknehmen. Also durften Norden und Osten eine eigene Staffel ihrer gemeinsamen Regionalliga betreiben. Mit bizarren Folgen wie Relegationsspielen zum Aufstieg zwischen Nord und Ost (daraus resultierte unter anderem die noch heute andauernde Feindschaft zwischen Hannover 96 und Energie Cottbus), während aus dem Süden oder Westen abwechselnd mal nur der Meister, mal auch der Zweitplatzierte aufsteigen durfte. Die Halbe-Liga-Regelung lähmte den Fußball im Norden und Osten gleichermaßen. Die verlorenen Aufstiegsspiele von Hannover 96  gegen Tennis Borussia Berlin 1997 zum Beispiel hatten fatale Auswirkungen auf die eigene Staffel, denn die Roten saßen wie ein Stöpsel auf der Regionalliga Nord- nach oben konnte niemand entweichen. Bitter war das besonders für Eintracht Braunschweig, Gründungsmitglied des DFB 1900 und der Bundesliga 1963. Denn die Löwen wurden zwei Mal nacheinander Vizemeister, mit einer Punktequote, die sie im Westen und Süden zum direkten Aufstieg berechtigt hätte.</p>
<p><strong>Ostvereine spielen in Deutschlands Profiligen keine große Rolle</strong></p>
<p>(Nicht nur) Für die traditionsreichen Ostvereine wurde der Weg zurück in die oberen Ligen immer schwerer: Im Jahr 2000 wurden die bisherigen vier Regionaligen zusammengefasst in zwei: Die Regionalliga Nord und die Regionalliga Süd. Und um seine Abkehr von der breiten Basis komplett zu manifestieren, schuf der DFB zur Saison 2008/09 sogar eine eingleisige Dritte Liga! Der gehörten zum Auftakt übrigens ganze fünf Teams aus dem Osten an. Zeitgleich spielten in den beiden Bundesligen lediglich Hansa Rostock (2.BL) und Energie Cottbus (1.BL) als Ostteams mit. Man muss kein großer Mathematiker sein, um nachrechnen zu können, dass hier einiges nicht stimmt. Seine Fürsorgepflicht hat der DFB mindestens bei den Vereinen aus dem ehemaligen DFV-Gebiet jedenfalls nicht erfüllt.</p>
<p><strong>Rote Bullen statt Lokomotiven und Chemiker</strong></p>
<p>Tja, und jetzt hat sich auch noch Kunstbrausehersteller Red Bull dazu entschieden, im Ostfußball mitzumischen. Dem Fünftligisten SSV Markranstädt, unmittelbar vor den Toren Leipzigs gelegen, haben die Österreicher kurzerhand das Startrecht für die Liga abgekauft. Nach dem Salzburger Vorbild (hier hat Red Bull erst den SV Austria aufgekauft, dann komplett umgekrempelt, sämtliche Traditionen hinweg gewischt und letztendlich die ursprünglichen Fans rausgeekelt) soll hier ein Bundesligist entstehen. Direkt vor den Augen der Fans des 1.FC Lok und von Chemie (Sachsen) Leipzig! .</p>
<p><strong>Randale als Marketingag?</strong></p>
<p>Und man darf getrost darüber spekulieren, ob Red Bull die negativen Reaktionen der Ost-Fans mit ins Kalkül gezogen hat. Denn eins kann man den Österreichern sicherlich nicht vorwerfen: Dass sie naiv wären! Matteschitz &amp; Co. wussten genau, dass sie mit ihrer Klonaktion einen tiefen Stachel ins Herz der Fans im Osten jagen würden. Und dass es nicht bei Transparenten und Schmähgesängen bleiben würde, sollte für die Marketingspezialisten bei Red Bull auch keine Überraschung sein &#8211; es sei denn, sie haben absolut keine Ahnung von den Besonderheiten des Fußballs (<a title="Sport als Marke" href="http://www.eggvertise.de/2009/08/sport-als-marke/" target="_blank">für diesen Fall empfehle ich diese Lektüre</a>).</p>
<p><strong>Beste Absichten?</strong></p>
<p>Die PR-Maschinerie der roten Bullen läuft seit Übernahme des Startrechts des SSV Markranstädt auf Hochtouren. Man wird nicht müde, seine guten Absichten zu betonen (&#8220;Leipzig aus dem Fußballschlaf wecken&#8221;, &#8220;Lokale Fußballtalente fördern&#8221;) und sich als Opfer unverständlicher Aggressionen zu präsentieren. Da wird dann schonmal ein Freundschaftsspiel abgesagt, weil es angeblich Drohungen gegeben habe. Beste Werbung für die Chemiebrause!</p>
<p><strong>Übernahme statt Partnerschaft &#8211; das Projekt Red Bull</strong></p>
<p>Ich frage mich, wie lange es im Osten dauert, bis wirklich schlimme Ausschreitungen gegen die österreichischen Allesvermarkter folgen. Einen Vorgeschmack gab es bereits beim ersten Saisonspiel zwischen Carl Zeiss Jena II und dem Marketinggag RB (RasenBallsport) Leipzig. Da haben die Jenenser die komplette Spielzeit über ihrer Abneigung Luft verschafft &#8211; in vielfältiger, teilweise auch durchaus unangebrachter Form. Sollte es irgendwann aber körperliche Auseinandersetzungen geben, darf sich RB das getrost mit auf die Fahnen schreiben. Denn anstatt als Partner (gern mit Einfluss) einen Ost-Verein zu begleiten und unterstützen, hat man sich für die arrogante Variante entschieden, den Menschen einfach ein neues Produkt vorzusetzen. Dass gerade die Fans der arg gebeutelten Traditionsvereine das als persönlichen Affront verstehen, sollte niemanden verwundern, der sich ein wenig mit Menschen auskennt.</p>
<p><strong>Keine Gewalt trotz ohnmächtiger Wut!</strong></p>
<p>Gewalt war für mich nie eine Option. Wer zuschlägt, hat keine Argumente &#8211; davon war ich immer überzeugt und bin es auch heute noch. Allerdings kann ich die Ohnmacht und Wut der Fans im Osten ein Stück weit nachvollziehen. Erst wickelt der DFB ihre Vereine dermaßen konsequent ab, dass es schon immenser Anstrengungen bedürfte, um aus den Rumpelligen wieder hoch zu kommen. Und dann platziert eine Brausefirma ihr Projekt mitten ins Herz des Ostfußballs. Sollte Gott dieses Drehbuch genehmigt haben, dürfte er als grausamer Sadist gelten.</p>
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