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	<title>togoblog &#187; Eintracht Braunschweig</title>
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	<description>Togo bloggt Togos Blog... aus Emden ;)</description>
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		<title>Jena geht leer aus</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 18:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine unwürdige Farce hat jetzt vor dem DFB-Sportgericht ihr vorläufiges Ende gefunden: Der Einspruch Carl Zeiss Jenas gegen die Wertung einer verlorenen Partie aufgrund einer scheinbar fehlerhaft zugeordnete gelbe Karte anfangs der Drittligasaison wurde heute abgewiesen. Leider haben die Thüringer &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/05/03/jena-geht-leer-aus/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin:22px 22px 22px 22px;"><script type="text/javascript"><!--
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</script></div><p style="text-align: justify;"><strong>Eine unwürdige Farce hat jetzt vor dem DFB-Sportgericht ihr vorläufiges Ende gefunden: Der Einspruch Carl Zeiss Jenas gegen die Wertung einer verlorenen Partie aufgrund einer scheinbar fehlerhaft zugeordnete gelbe Karte anfangs der Drittligasaison wurde heute abgewiesen. Leider haben die Thüringer noch die Möglichkeit, vor dem DFB-Bundesgericht in Revision zu gehen. Es gilt als sicher, dass der Verein diese &#8220;Chance&#8221; nutzen wird &#8211; und sich damit weiter blamiert.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Was war passiert? Am 3. Oktober trennten sich Eintracht Braunschweig und der 1.FC Heidenheim (ja, solche Teams spielen jetzt in der Dritten Liga) schiedlich-friedlich mit 1:1. Dabei bekam anscheinend ein Spieler der Gäste, Martin Klarer, eine gelbe Karte, die dann im Spielbericht einem anderen Spieler seines Teams, nämlich Christian Essig zugeordnet wurde. Diesen Fehler bemerkte lange Zeit niemand &#8211; bis sich der FC Carl Zeiss Jena letztens gegen eben diese Heidenheimer zuhause eine 1:2-Niederlage einfing und damit aus dem Aufstiegskampf flog.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_1067" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/Carl_Zeiss_Jena.jpg"><img class="size-full wp-image-1067" title="Der Verein hat immer Recht: Carl Zeiss Jena" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/Carl_Zeiss_Jena.jpg" alt="Der Verein hat immer Recht: Carl Zeiss Jena" width="200" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Der Verein hat immer Recht: Carl Zeiss Jena</p></div>
<p>Plötzlich begannen in Thüringen die Drähte zu glühen. Irgend jemand, hatte heraus gefunden, dass es zwischen der Statistik des kickers und der DFB-Datenbank eine Diskrepanz gab und ein eigentlich gesperrter Spieler &#8211; Martin Klarer &#8211; deshalb in Jena für Heidenheim aufgelaufen sei. Da eben dieser Spieler anscheinend alleinverantwortlich für Jenas Niederlage zeichnete, legte der ehemalige DDR-Oberligist flugs Protest gegen die Wertung ein, und scheiterte! Die Begründung gibt es hier zu lesen: <a title="DFB-sportgericht weist Einspruch Jenas ab" href="http://www.dfb.de/index.php?id=500014&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=22850&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=145" target="_blank">DFB-Sportgericht weist Einspruch Jenas ab.</a></p>
<p style="text-align: justify;">Der DFB argumentiert hier durchaus treffend, warum der Einspruch keinen Erfolg haben konnte. Besonders treffend ist hierbei folgende Passage:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>„Zur Wahrung der Wettbewerbssicherheit gibt es genaue Vorschriften,  denen alle Vereine unterliegen. Heidenheim hätte bis 48 Stunden nach dem  Spiel eine mögliche Verwechslung anfechten können und hat dies nicht  getan. Ein Verschulden seitens des 1. FC Heidenheim ist darüber hinaus  nicht erkennbar. <strong>Ein zunächst unbeteiligter Verein wie Jena kann aber  nicht ein halbes Jahr später durch die Hintertür eine Gelbe Karte  anfechten.“</strong></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Man darf gespannt sein, ob Carl Zeiss Jena diese Begründung akzeptiert oder es sich weiter mit dem Rest Fußballdeutschlands verderben will. Denn dass eine Revision angesichts der Faktenlage Erfolg haben könnte, daran kann nur ein Träumer glauben. Man muss auch mal verlieren können. Auch wenn es noch so ärgerlich ist.</p>
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		<title>Das große Zittern</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 11:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Fan von Eintracht Braunschweig, der die Meisterschaft 1967 mangels eigener Existenz nicht miterleben konnte, hat man es nicht leicht. Die Erfolge des Teams sind wenige, die Rückschläge Legion. Aber das ist egal,  denn wenn ich jubeln wollte, wäre ich &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/04/14/das-grosse-zittern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als Fan von Eintracht Braunschweig, der die Meisterschaft 1967 mangels eigener Existenz nicht miterleben konnte, hat man es nicht leicht. Die Erfolge des Teams sind wenige, die Rückschläge Legion. Aber das ist egal,  denn wenn ich jubeln wollte, wäre ich Bayern-Fan geworden. Außerdem sucht man sich seinen Verein nicht aus &#8211; der Verein sucht Dich aus.</strong></p>
<p>Seit bald 26 Jahren also bin ich jetzt schon Löwe. Eigentlich hätte ich nie Eintracht-Fan werden dürfen, denn mein allererstes Spiel des BTSV war das 0:0 gegen Bayer Leverkusen am 28.April 1984. Es war ein Graupenkick zweier nicht sonderlich ambitionierter Mannschaften der Fußball-Bundesliga. Dazu passend nieselte es die ganze Zeit, und mein Vater hatte die falschen Karten besorgt &#8211; wir standen unter den Pappeln der Nordkurve. Ein Problem war das allerdings nicht, denn bereits damals hatte Leverkusen keine Fans.</p>
<p>Umso trauriger ist es, wenn man dann sieht, wer heutzutage so in der Bundesliga spielt. An Leverkusen hat man sich ja mittlerweile irgendwie gewöhnt (man kann sich auch an Hühneraugen gewöhnen). Aber VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim&#8230; das ist zuviel. Daran kann man sich nicht gewöhnen, so oft die Presse sich auch bemüht, diesen Casting-Bands der Bundesliga mit sympathisch klingenden Bezeichnungen (z.B. &#8220;Wölfe&#8221; &#8211; war das nicht auch der Spitzname Adolf Hitlers? Na, dann passt es doch wieder irgendwie <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) zu einer Art positiver Markenidentität zu verhelfen. Nee, Wolfsburg und Hoffenheim, das geht gar nicht. Das ist nur Produkt, keine Seele. Und ich will Seele.</p>
<p>Meine Eintracht jedenfalls schickt sich diese Tage mal wieder an, wenigstens in die zweite Bundesliga aufzusteigen. Die Rückrunde läuft bisher gut, und man hat es selbst in der Hand, am Ende einen der sexy Plätze 1 bis 3 zu belegen. Wenn jetzt auch noch die Roten mitziehen, können wir uns in der kommenden Saison endlich wieder auf ein Niedersachsen-Derby freuen. Das letzte fand im Oktober 2003 statt, damals siegte Eintracht im DFB-Pokal mit 2:0 gegen die favoritisierten Hannoveraner. Seit sechseinhalb Jahren also wartet Deutschlands schönstes Bundesland also schon auf sein Derby.</p>
<p>Mittlerweile bin ich schon ganz wuschig. Aufstiegsfieber nennt sich das wohl. Ein wenig leidet die Arbeit darunter, denn ich schaue häufiger als sonst in die diversen Eintracht-Foren. Könnte ja sein, dass etwas Wichtiges passiert ist. Das muss ich doch wissen! Außerdem spielt Eintracht heute Abend. Wieder gegen so ne Casting-Band, den SV Wehen-Wiesbaden. Die haben ihre Tradition über Bord geworfen, damit sie den Namen der hessischen Landeshauptstadt tragen dürfen. Was gab es denn an Taunusstein auszusetzen?</p>
<p>Zwischendurch schaue ich mir dann gern mal Videos an, um die Vorfreude zu steigern. So wie dieses hier:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KQX8gpqrkMQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/KQX8gpqrkMQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Und dann setzt es wieder ein, das große Zittern&#8230;</p>
<p>EINTRACHT!</p>
<p>PS: Ich schreibe ja nur ab und an über den BTSV. <a title="Orion7 bloggt über die neueste Siegesserie der Eintracht." href="http://orion7.blogg.de/eintrag.php?id=368" target="_blank">Andere machen das im großen Stil &#8211; und ich lese es gern <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </a></p>
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		<title>Wenn der Präsi die Fans bepöbelt</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 17:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hannover 96 tut gerade alles dafür, abzusteigen. Normalerweise müsste ich mit einem Dauergrinsen durch die Gegend rennen, denn als Löwe kommt man bereits mit der herzlichen Abneigung gegen dieses hässliche und einfallslose Zahlenkonstrukt zur Welt. Und 48 mal 2 wird &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/02/21/wenn-der-prasi-die-fans-bepobelt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hannover 96 tut gerade alles dafür, abzusteigen. Normalerweise müsste ich mit einem Dauergrinsen durch die Gegend rennen, denn als Löwe kommt man bereits mit der herzlichen Abneigung gegen dieses hässliche und einfallslose Zahlenkonstrukt zur Welt. Und 48 mal 2 wird bei mir immer 97 ergeben. Trotzdem, seit dieser Saison ist das irgendwie anders.</em></p>
<p><strong>Von Werder klauen heißt Siegen klauen <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Die Ursache ist schnell gefunden: Ein etwa 50 Kilometer nördlich von Braunschweig beheimateter Autokonzern hat seine Betriebssportmannschaft in die Fußball-Bundesliga gekauft und ihr dort sogar zum Salatteller verholfen. Dagegen war der Pokalsieg der Roten (fast so lange her wie Eintrachts Deutsche Meisterschaft) regelrecht erträglich. Dieses Plastikgebilde, das von Werder Bremen die Vereinsfarben und den Wappenbuchstaben geklaut hat, ist mir derart zuwider, dass die gute alte Rivalität mit den Jungs aus der Möchtegern-Metropole ein gutes Stück in den Hintergrund tritt. Ich ertappe mich sogar manchmal dabei, dass ich nicht grinse, wenn die Roten mal wieder auf die Mütze bekommen haben!</p>
<p>Undenkbar, oder? Aber es geht noch weiter. Manchmal fühle ich mich fast schon solidarisch mit den Fans von Hannover 96. Denn deren Präsident Martin Kind &#8211; der gern mal dadurch auffällt, dass er demokratische Entscheidungen nicht akzeptieren kann und sofort zum<a title="Saarbrücker Zeitung: 50+1-Klage noch in dieser Woche" href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/sport/bundesliga1/news/Fussball-Bundesliga-50-1-96-Chef-Kind-50-1-Klage-noch-in-dieser-Woche;art7513,3165795" target="_blank"> Onkel Richter </a>rennen will &#8211; hat jetzt bei einer<a title="Schaumburger Nachrichten: Der negative Kreislauf kotzt mich an" href="http://www.sn-online.de/SN/Schaumburg/Bueckeburg/Bueckeburg-Stadt/Der-negative-Kreislauf-kotzt-mich-an" target="_blank"> Podiumsdiskussion</a> der Schaumburger Printmedien SN und SZ gegen die eigenen Fans gepöbelt:</p>
<blockquote><p>„Die Hannoveraner und die Region reagieren wie die Mannschaft. Wir haben  in Hannover diesen negativen Kreislauf, es kotzt mich an. Sie sollten  ‘mal die Mannschaft in der Krise unterstützen. [...] Eigentlich haben es die Hannoveraner gar nicht verdient, dass man für  sie kämpft“</p></blockquote>
<p>Ah ja. Das Klatschvieh soll also doch bitte stillschweigend akzeptieren, wenn die Mannschaft eine Partie nach der anderen in die Grütze setzt und mit Rumpelfußball dafür sorgt, dass selbst der frenetischste Fan keine Lust mehr hat, das Team nach vorne zu brüllen.Klingt logisch. Oder?</p>
<p>Ich bin gespannt, wie die Fans jetzt reagieren.</p>
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		<title>Zwischen Harz und Heideland&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 18:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;ist immer noch Winterpause, wie in ganz Fußball-Deutschland. Ich hoffe ja ein wenig auf die von allen Seiten als gesichert geltende Klimaerwärmung, dass es schon bald keine Winterpause mehr geben muss. Ein Blick aus dem Fenster allerdings präsentiert einen fast &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/01/06/zwischen-harz-und-heideland/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em>&#8230;ist immer noch Winterpause, wie in ganz Fußball-Deutschland. Ich hoffe ja ein wenig auf die von allen Seiten als gesichert geltende Klimaerwärmung, dass es schon bald keine Winterpause mehr geben muss. Ein Blick aus dem Fenster allerdings präsentiert einen fast schon perfekten Winter mit viel Weiß. Zum Überbrücken der schrecklichen spielfreien Zeit gibt es zum Glück kleine Videos wie dieses hier:</em></p>
<p style="text-align: center;"><object width="445" height="364" data="http://www.youtube.com/v/_hejRGce5i8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/_hejRGce5i8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>Bahngesellschaft &#8220;Metronom&#8221; öffnet falsche Türen</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 22:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Türen, die sollten für immer geschlossen bleiben. Denn wenn sie erst einmal geöffnet sind, bleiben sie das auch. Und was dann durch diese Türen herein kommt, ist nicht mehr zu kontrollieren. Das sollte eigentlich zum Allgemeinwissen gehören. <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/22/bahngesellschaft-metronom-offnet-falsche-turen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es gibt Türen, die sollten für immer geschlossen bleiben. Denn wenn sie erst einmal geöffnet sind, bleiben sie das auch. Und was dann durch diese Türen herein kommt, ist nicht mehr zu kontrollieren. Das sollte eigentlich zum Allgemeinwissen gehören.<br />
</em></p>
<p>Die Rede ist dieses Mal nicht von den ebenso übertriebenen wie nutzlosen Versuchen einiger Politiker, das Internet zu zensieren. Leider neigen auch ansonsten kühl agierende (und bisher eher positiv auffallende) Firmen zu unüberlegtem Handeln und stoßen durch ihre Gedankenlosigkeit eben diese Türen ganz weit auf.</p>
<p><strong>Gewinne, wo andere Verluste einfuhren </strong></p>
<p>Es geht um die Eisenbahngesellschaft &#8220;Metronom&#8221; mit Sitz im niedersächsischen Uelzen. Seit Ende 2003 bewirtschaftet der &#8220;Metronom&#8221; Bahnstrecken mit Erfolg, die die Deutsche Bahn vorher als defizitär bezeichnete und für private Gesellschaften frei gegeben hatte. Über den &#8220;Metronom&#8221; konnte man bisher nur Gutes sagen: Saubere, pünktliche Züge, freundliches Personal, im Vergleich zur Deutschen Bahn geradezu genial abgestimmte Fahrpläne. Ja, ich bin gern mit dem &#8220;Metronom&#8221; gefahren. Aber damit ist jetzt Schluss.</p>
<p><strong>Sippenhaft, ohne das etwas passiert ist</strong></p>
<p>Warum? Nun, gestern musste ich lesen, dass die Bahngesellschaft &#8220;Metronom&#8221; entschieden hat, eine komplette, mehrere Tausend Menschen umfassende Gruppe vorübergehend von der Beförderung in seinen Zügen auszuschließen. Ohne, dass diese Gruppe irgend etwas getan hätte. Ein Skandal? Möchte man meinen. Zumindest aber ist das Verhalten dumm. Denn der willkürliche Ausschluss sorgt für  Diskussionen &#8211; nicht nur innerhalb der betroffenen Gruppe, sondern in der gesamten Republik. Und das Verhalten der Bahngeselschaft dürfte einmalig sein in der deutschen Eisenbahngeschichte. Aber die läuft ja erst seit 1835.</p>
<p><strong>Wer keine Lobby hat, dem ist alles zuzutrauen</strong></p>
<p>Um wen handelt es sich? Um Fußballfans, die sich mit Vereinsinsignien schmücken und dadurch erkennbar sind. Fast möchte man &#8220;natürlich&#8221; sagen, denn Fußballfans haben bekanntlich eh keine Lobby. Schließlich sind sie gewaltbereit, laut und sowieso nur besoffen. Das zumindest ist das Bild, das seit einiger Zeit der nicht sonderlich informierten Öffentlichkeit erfolgreich suggeriert wird. Dass das Blödsinn ist, wissen die Fans. Aber was sollen sie machen? Die Mittel, sich zur Wehr zu setzen, sind begrenzt.</p>
<p><strong>Wenn zwei sich streiten, ist einer sofort der Schuldige?</strong></p>
<p>Die Begründung, warum der &#8220;Metronom&#8221; eine komplette Fangruppe nicht zur Auswärtsfahrt anreisen lassen will, steht noch aus. Höchstwahrscheinlich wird behauptet werden, man habe so handeln müssen, um Konflikte zwischen rivalisierenden Fangruppierungen zu verhindern. Für weniger kritische Geister wird diese Erklärung ausreichen, wenn bekannt ist, um welche Fangruppierungen, die man hier angeblich trennen will, es geht: Um die Fans von Eintracht Braunschweig und Hannover 96, die am heutigen Sonnabend zu ähnlichen Zeiten auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Regensburg respektive Nürnberg unterwegs sein werden &#8211; keine sonderlich clevere Spielplangestaltung, aber so ist es eben.</p>
<p><strong>Die Tür für weitere willkürliche Mitfahrverbote steht sperrangelweit offen!</strong></p>
<p>Dass dieser Umstand, dass sich die Fans beider Lager nicht sonderlich mögen, allerdings kein wirklicher Grund dafür sein kann, den Fans der einen Gruppierung die Mitfahrt in den Zügen mal eben im Voraus zu verbieten, liegt auf der Hand. Denn hier fängt die Willkür an: Welche Gruppe darf fahren, welche nicht? Und diese Willkür, wenn man sie einmal geduldet hat, öffnet Türen. Wer darf morgen nicht mitfahren, nur weil eventuell wer anderes schon im Zug sitzt?</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Im Mittelpunkt der <em>metronom</em> Unternehmensphilosophie steht der Kunde: Er  ist der Maßstab unseres Handelns. Seine Zufriedenheit ist unser Erfolg. Das ist  kein Lippenbekenntnis, sondern täglich gelebte Realität in allen  Unternehmensbereichen.&#8221; </strong><em>Zitat von der Homepage des Unternehmens. Liest sich gut, ist aber leider doch nur ein billiges Lippenbekenntnis. Denn auch Fußballfans sind Kunden.</em></p></blockquote>
<p>Ich möchte keine Antworten auf diese letzte Frage  ausformulieren.  Jeder kann sich selbst ausmalen, was für Konsequenzen es hat, wenn man die Tür der willkürlichen Diskriminierung erst einmal aufgestoßen hat. Dass ausgerechnet ein bisher untadeliges Unternehmen sich auf diese Trasse begibt, stimmt mich traurig &#8211; besonders, weil ich bisher immer gern mit dem &#8220;Metronom&#8221; gefahren bin. Aber das ist jetzt vorbei. Mich bekommt niemand mehr in diese Züge. Denn wer Tausenden von Menschen die Mitfahrt &#8220;prophilaktisch&#8221; verbietet, weist ein eklatantes Defizit an Fairness auf &#8211; und letztendlich auch an Menschlichkeit.</p>
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		<title>DFB: Operation Abwicklung Ost?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 14:57:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Erinnern Sie sich noch an die DDR? Diesen netten, kleinen Safaripark vor der Haustür, in dem man trotz horrenden Eintrittsgeldes ("Zwangsumtausch") nicht mal echten Kontakt mit Eingeborenen, sondern stattdessen immer nur Musterbürger zugewiesen bekam? Der Spielgeld aus Aluminium verwendete? Wo zwar alles ... <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/11/dfb-operation-abwicklung-ost/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erinnern Sie sich noch an die DDR? Diesen netten, kleinen Safaripark vor der Haustür, in dem man trotz horrenden Eintrittsgeldes (&#8220;Zwangsumtausch&#8221;) nicht mal echten Kontakt mit Eingeborenen, sondern stattdessen immer nur Musterexemplare zugewiesen bekam? Der Spielgeld aus Aluminium verwendete? Wo zwar alles irgendwie billiger war als in der Bundesrepublik, aber haben wollte man es trotzdem nicht? Wo jeder eine gesetzlich zugesicherte Arbeitsstelle hatte, auch wenn die nicht unbedingt seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprach &#8211; und auch, wenn die Stelle längst doppelt und dreifach besetzt war? Und um den man Mauern und Zäune baute, damit bloß niemand ohne Eintritt rein kam &#8211; leider sind die Exponate selbst stiften gegangen?</em></p>
<p><strong>Achtung: Die DDR ist weg!</strong><em><br />
</em></p>
<p>Es wird Sie sicherlich nicht überraschen, wenn ich Ihnen jetzt mitteile, dass es die DDR in dieser Form nicht mehr gibt. Okay, die Ampelmännchen haben mancherorts überlebt. Das Ost-Sandmännchen war eh viel witziger als unseres im Westen. Der beste Sekt Deutschlands kommt von Rotkäppchen, da brauchen sich die Jungs im Süden gar nicht aufregen. Und ihre Lieblingspartei haben die DDR-Bürger auch über die Wende hinweg gerettet. Jetzt heißt sie zwar anders, der Inhalt ist aber der gleiche.</p>
<p><strong>SED im Bundestag &#8211; selbst Schuld!</strong></p>
<p>Dass diese Partei ohne Programm uns in den gesamtdeutschen Parlamenten mit ihrer penetranten Anwesenheit und ihrer billigen Stimmungsmache nervt, haben wir Wessis uns meiner Meinung nach allerdings redlich verdient. Denn, so richtig ernst genommen haben wir den Osten doch nie. Über den Trabbi zum Beispiel  haben wir nur gelacht. Aber vergleichen wir mal einen 1980er Golf mit einem Trabanten des gleichen Baujahrs. Wenn beide Autos unrestauriert vor mir stünden &#8211; mit dem Trabbi könnte ich wahrscheinlich gleich losdüsen, Zweitakterduft und Qualmwolke inklusive. Beim Golf sähe das anders aus &#8211; Qualität made in Wolfsburg, durchgerostet von oben bis unten. Dass der aus dem Fenster hängende Arm des Fahrers  beim Golf eine Spur mehr sexy aussieht als beim Trabbi ist geschenkt.</p>
<p><strong>Von der BSG zum e.V. zur Kapitalgesellschaft</strong></p>
<p>Was wir Wessis aber nicht nur nicht zu schätzen wussten, sondern aktiv kaputt gemacht haben, ist die Fußballszene zwischen Rügen und Chemnitz! Als die DDR-Oberliga 1991 ihre Pforten schloss, standen die Vereine vor einer komplett unbekannten Zukunft. Plötzlich war man keine staatlich geschützte BSG mehr, sondern musste sich als Proficlub mit den West-Vereinen messen &#8211; auf einem Feld, auf dem der Gegner unendlich viel Vorsprung hatte.</p>
<p><strong>Wie man ein FIFA-Mitglied nach DFB-Methode abwickelt</strong></p>
<p>Damit es nicht zu einfach mit dem Eingewöhnen geht, hatte sich der DFB damals eine witzige Regelung ausgedacht: Von den 14 Erstligisten des ehemaligen FIFA-Mitglieds DDR wurden ganze zwei (Dynamo Dresden, Hansa Rostock) in die Erste Bundesliga eingereiht &#8211; sechs weitere Clubs durften sich in der dann zweigeteilten Zweiten Bundesliga versuchen. Für die letzten sechs (ist das eigentlich weltweiter Rekord?) blieb nur der Gang in die Drittklassigkeit. Ein Absturz ohne Netz und doppelten Boden. Erholt hat sich davon bis heute kaum einer der Vereine.</p>
<p><strong>Weiße Flecken auf der Fußballlandkarte</strong></p>
<p>Wie tief der Sturz für die meisten war, zeigt der Blick auf die Abschlusstabelle der Saison 1990/91, ergänzt um die aktuellen Spielklassen der Teams:</p>
<p>1.  Hansa Rostock (2.BL)<br />
2.  Dynamo Dresden (3.Liga)<br />
3.  FC  Rot-Weiß Erfurt (3.Liga)<br />
4.  Hallescher FC Chemie (4. Liga)<br />
5.   Chemnitzer FC (4.Liga)<br />
6.  FC Carl Zeiss Jena (3. Liga)<br />
7.  1. FC  Lokomotive Leipzig (5.Liga)<br />
8.  BSV Stahl Brandenburg (6.Liga)<br />
9.  Eisenhüttenstädter FC Stahl (6.Liga)<br />
10. 1. FC Magdeburg (4.  Liga)<br />
11.  FC Berlin (4. Liga)<br />
12. FC Sachsen Leipzig (5.  Liga)<br />
13. FC Energie Cottbus (2.BL)<br />
14. FC Victoria 91  Frankfurt (Oder) (6.Liga)</p>
<p>Im Vergleich dazu sieht die Gegenwart für die 18 Bundesligisten des gleichen Jahres doch viel freundlicher aus:</p>
<p>1.  1. FC K&#8217;lautern (2.BL)<br />
2.  FC Bayern München (1.BL)<br />
3.  SV  Werder Bremen (1.BL)<br />
4.  Eintracht Frankfurt (1.BL)<br />
5. Hamburger  SV (1.BL)<br />
6. VfB Stuttgart (1.BL)<br />
7. 1. FC Köln (1.BL)<br />
8. Bayer Leverkusen (1.BL)<br />
9. Borussia M&#8217;gladbach (1.BL)<br />
10.  Borussia Dortmund (1.BL)<br />
11. SG Wattenscheid 09 (5.Liga)<br />
12. Fortuna Düsseldorf (2.BL)<br />
13. Karlsruher SC (2.BL)<br />
14. VfL  Bochum (1.BL)<br />
15. 1. FC Nürnberg (1.BL)<br />
16. FC St. Pauli  (2.BL)<br />
17. Bayer Uerdingen (6.Liga)<br />
18. Hertha BSC Berlin  (1.BL)</p>
<p>Sicherlich fällt Ihnen sofort auf, dass kein einziger der damaligen DDR-Erstligisten heute in der Bundesliga spielt, dafür aber zwölf der Westvereine.</p>
<p><strong>Wer braucht schon eine breite Basis?</strong></p>
<p>Doch es kam noch schlimmer für den Ostfußball: In einem Anfall reinster Reformwut machte sich der DFB jetzt daran, sein bis dahin hervorragend funktionierendes Drittligasystem umzugraben. Über Jahre hatte sich der breite Unterbau in Form der Amateur-Oberligen bewährt, als erste Bewährungsprobe für Talente ebenso wie als Auffangbecken für Zweitligaabsteiger. Durch die vielen regionalen Derbies waren die Stadien ordentlich gefüllt, dazu waren die Anreisen nie zu groß. Mit Ausnahme der Oberliga Nord vielleicht, denn hier spielten die Clubs aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Aber dieser Besonderheit hatte man beim DFB in besonneneren Zeiten Rechnung getragen: Aus der Oberliga Nord durfte nicht nur der Meister, sondern auch der Zweitplatzierte an der Aufstiegsrelegation teilnehmen.</p>
<p><strong>Der DFB als Handlungsgehilfe der SED</strong></p>
<p>Mit dieser realistischen Einschätzung der Gegebenheiten war Schluss, als sich die Süd- und Westlobbyisten im DFB mit ihren Plänen für die neue dreigeteilte Regionalliga durchsetzen konnten. Denn plötzlich sollten nicht mehr regionale Verteilungsschwerpunkte (Vermeidung von weißen Flecken auf der Fußballkarte) ausschlaggebend sein, sondern schnöde Zahlen. Genauer: Die Anzahl der Mitgliedsvereine in den jeweiligen Landesverbänden. Denn da hatten Süd und West die Nase vorn. Der Norden, der nicht so dicht besiedelt ist, wurde da schon merklich abgehängt. Ganz schlimm traf es aber auch hier wieder den Osten: Über Jahrzehnte konnte hier nach dem Willen der volkseigenen Partei SED keine Sportvereinsstruktur entstehen. Jetzt präsentierte ausgerechnet der DFB den Clubs dafür die Rechnung. Geht es noch ignoranter?</p>
<p><strong>Nicht nur der Osten, auch der Norden wird schikaniert</strong></p>
<p>Nord- und Ostvereine sollten also eine gemeinsame Regionalliga bekommen, der Süden und der Westen jeweils eine eigene. Doch zwischen Emden und Cottbus formierte sich Widerstand: Die weiten Fahrten wurden mokiert, gleichzeitig merkten einige Clubs an, dass Spiele gegen Vereine aus einem derart entfernten Teil Deutschlands für ihre Sponsoren nicht attraktiv seien. Der DFB zeigte sich teilweise einsichtig. Den geschossenen Bock mit der Bevorteilung des Westens und Südens konnte man nicht mehr zurücknehmen. Also durften Norden und Osten eine eigene Staffel ihrer gemeinsamen Regionalliga betreiben. Mit bizarren Folgen wie Relegationsspielen zum Aufstieg zwischen Nord und Ost (daraus resultierte unter anderem die noch heute andauernde Feindschaft zwischen Hannover 96 und Energie Cottbus), während aus dem Süden oder Westen abwechselnd mal nur der Meister, mal auch der Zweitplatzierte aufsteigen durfte. Die Halbe-Liga-Regelung lähmte den Fußball im Norden und Osten gleichermaßen. Die verlorenen Aufstiegsspiele von Hannover 96  gegen Tennis Borussia Berlin 1997 zum Beispiel hatten fatale Auswirkungen auf die eigene Staffel, denn die Roten saßen wie ein Stöpsel auf der Regionalliga Nord- nach oben konnte niemand entweichen. Bitter war das besonders für Eintracht Braunschweig, Gründungsmitglied des DFB 1900 und der Bundesliga 1963. Denn die Löwen wurden zwei Mal nacheinander Vizemeister, mit einer Punktequote, die sie im Westen und Süden zum direkten Aufstieg berechtigt hätte.</p>
<p><strong>Ostvereine spielen in Deutschlands Profiligen keine große Rolle</strong></p>
<p>(Nicht nur) Für die traditionsreichen Ostvereine wurde der Weg zurück in die oberen Ligen immer schwerer: Im Jahr 2000 wurden die bisherigen vier Regionaligen zusammengefasst in zwei: Die Regionalliga Nord und die Regionalliga Süd. Und um seine Abkehr von der breiten Basis komplett zu manifestieren, schuf der DFB zur Saison 2008/09 sogar eine eingleisige Dritte Liga! Der gehörten zum Auftakt übrigens ganze fünf Teams aus dem Osten an. Zeitgleich spielten in den beiden Bundesligen lediglich Hansa Rostock (2.BL) und Energie Cottbus (1.BL) als Ostteams mit. Man muss kein großer Mathematiker sein, um nachrechnen zu können, dass hier einiges nicht stimmt. Seine Fürsorgepflicht hat der DFB mindestens bei den Vereinen aus dem ehemaligen DFV-Gebiet jedenfalls nicht erfüllt.</p>
<p><strong>Rote Bullen statt Lokomotiven und Chemiker</strong></p>
<p>Tja, und jetzt hat sich auch noch Kunstbrausehersteller Red Bull dazu entschieden, im Ostfußball mitzumischen. Dem Fünftligisten SSV Markranstädt, unmittelbar vor den Toren Leipzigs gelegen, haben die Österreicher kurzerhand das Startrecht für die Liga abgekauft. Nach dem Salzburger Vorbild (hier hat Red Bull erst den SV Austria aufgekauft, dann komplett umgekrempelt, sämtliche Traditionen hinweg gewischt und letztendlich die ursprünglichen Fans rausgeekelt) soll hier ein Bundesligist entstehen. Direkt vor den Augen der Fans des 1.FC Lok und von Chemie (Sachsen) Leipzig! .</p>
<p><strong>Randale als Marketingag?</strong></p>
<p>Und man darf getrost darüber spekulieren, ob Red Bull die negativen Reaktionen der Ost-Fans mit ins Kalkül gezogen hat. Denn eins kann man den Österreichern sicherlich nicht vorwerfen: Dass sie naiv wären! Matteschitz &amp; Co. wussten genau, dass sie mit ihrer Klonaktion einen tiefen Stachel ins Herz der Fans im Osten jagen würden. Und dass es nicht bei Transparenten und Schmähgesängen bleiben würde, sollte für die Marketingspezialisten bei Red Bull auch keine Überraschung sein &#8211; es sei denn, sie haben absolut keine Ahnung von den Besonderheiten des Fußballs (<a title="Sport als Marke" href="http://www.eggvertise.de/2009/08/sport-als-marke/" target="_blank">für diesen Fall empfehle ich diese Lektüre</a>).</p>
<p><strong>Beste Absichten?</strong></p>
<p>Die PR-Maschinerie der roten Bullen läuft seit Übernahme des Startrechts des SSV Markranstädt auf Hochtouren. Man wird nicht müde, seine guten Absichten zu betonen (&#8220;Leipzig aus dem Fußballschlaf wecken&#8221;, &#8220;Lokale Fußballtalente fördern&#8221;) und sich als Opfer unverständlicher Aggressionen zu präsentieren. Da wird dann schonmal ein Freundschaftsspiel abgesagt, weil es angeblich Drohungen gegeben habe. Beste Werbung für die Chemiebrause!</p>
<p><strong>Übernahme statt Partnerschaft &#8211; das Projekt Red Bull</strong></p>
<p>Ich frage mich, wie lange es im Osten dauert, bis wirklich schlimme Ausschreitungen gegen die österreichischen Allesvermarkter folgen. Einen Vorgeschmack gab es bereits beim ersten Saisonspiel zwischen Carl Zeiss Jena II und dem Marketinggag RB (RasenBallsport) Leipzig. Da haben die Jenenser die komplette Spielzeit über ihrer Abneigung Luft verschafft &#8211; in vielfältiger, teilweise auch durchaus unangebrachter Form. Sollte es irgendwann aber körperliche Auseinandersetzungen geben, darf sich RB das getrost mit auf die Fahnen schreiben. Denn anstatt als Partner (gern mit Einfluss) einen Ost-Verein zu begleiten und unterstützen, hat man sich für die arrogante Variante entschieden, den Menschen einfach ein neues Produkt vorzusetzen. Dass gerade die Fans der arg gebeutelten Traditionsvereine das als persönlichen Affront verstehen, sollte niemanden verwundern, der sich ein wenig mit Menschen auskennt.</p>
<p><strong>Keine Gewalt trotz ohnmächtiger Wut!</strong></p>
<p>Gewalt war für mich nie eine Option. Wer zuschlägt, hat keine Argumente &#8211; davon war ich immer überzeugt und bin es auch heute noch. Allerdings kann ich die Ohnmacht und Wut der Fans im Osten ein Stück weit nachvollziehen. Erst wickelt der DFB ihre Vereine dermaßen konsequent ab, dass es schon immenser Anstrengungen bedürfte, um aus den Rumpelligen wieder hoch zu kommen. Und dann platziert eine Brausefirma ihr Projekt mitten ins Herz des Ostfußballs. Sollte Gott dieses Drehbuch genehmigt haben, dürfte er als grausamer Sadist gelten.</p>
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		<title>Zeit für den Videobeweis &#8211; die Pille war drin!</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 12:41:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Stadion war sich jeder sicher: Die Pille war drin! Lediglich Guido Winkmann, Schiedsrichter der Drittligapartie Borussia Dortmund - Eintracht Braunschweig, wollte den Ball noch vor der Linie der Nordrhein-Westfalen geklärt gesehen haben. Dass der Nordrhein-Westfale Winkmann... <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/07/30/zeit-fur-den-videobeweis-die-pille-war-drin/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Stadion war sich jeder sicher: Die Pille war drin! Lediglich Guido Winkmann, Schiedsrichter der Drittligapartie Borussia Dortmund &#8211; Eintracht Braunschweig, wollte den Ball noch vor der Linie der Nordrhein-Westfalen geklärt gesehen haben. Dass der Nordrhein-Westfale Winkmann (wegen der räumlichen Nähe eine unglückliche Ansetzung) falsch lag, als er den Treffer von Marco Calamita in der 66. Minute nicht anerkannte, beweisen spätestens diese Bilder, die mir zugeschickt wurden und deren Urheber (bitte melden!) ich leider nicht kenne.</p>
<div id="attachment_460" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/do_bs01.jpg"><img class="size-full wp-image-460" title="do_bs01" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/do_bs01.jpg" alt="Kopfball Calamita (blaues Trikot), Torhüter Höttecke kommt erst hinter der Linie an den Ball. Schiedsrichter Winkmann gab den Treffer nicht." width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kopfball Calamita (blaues Trikot), Torhüter Höttecke kommt erst hinter der Linie an den Ball. Schiedsrichter Winkmann gab den Treffer nicht.</p></div>
<p>Wenn man den Bildausschnitt ein wenig vergrößert, wird noch deutlicher, dass Schiedsrichter Winkmann die Löwen an diesem Spieltag zwei Punkte gekostet hat:</p>
<div id="attachment_461" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/do_bs02.jpg"><img class="size-full wp-image-461" title="do_bs02" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/do_bs02.jpg" alt="Voller Umfang über der Linie - kein Interpretationsspielraum!" width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Voller Umfang über der Linie - kein Interpretationsspielraum!</p></div>
<p>Mich würde einmal interessieren, ob Guido Winkmann aus Kerken jetzt ein schlechtes Gewissen hat. Als Polizeibeamter sollte er der Gerechtigkeit ja ganz besonders verpflichtet sein. Nun, in diesem Fall hat seine Unaufmerksamkeit die Gäste klar benachteiligt und das Spiel entschieden.</p>
<p><strong>Es wird dringend Zeit für den Fernsehbeweis bei Profispielen!</strong></p>
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		<title>Burghausener Doppelzungen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 06:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wacker Burghausen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Regionen und Städte haben ja so ihre Spezialitäten. Wer in den Spreewald fährt, wird dort sicherlich ein paar eingelegte Gurken testen. Ein Besuch Hildesheims wäre nur halb so schön, ohne Himmlische Trüffel. Und wir hier in Bremerhaven haben den besten und frischesten Fisch der Republik. <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/06/12/burghausener-doppelzungen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Regionen und Städte haben ja so ihre Spezialitäten. Wer in den Spreewald fährt, wird dort sicherlich ein paar eingelegte Gurken testen. Ein Besuch Hildesheims wäre nur halb so schön ohne Himmlische Trüffel. Und wir hier in Bremerhaven haben den besten und frischesten Fisch der Republik.</p>
<p><strong>Super Doppelzungen!</strong></p>
<p>Und Burghausen in Bayern? Was bietet die 18000-Einwohner-Metropole des Landkreises Altötting? Wie es scheint, kann man da super Doppelzungen bekommen <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wacker kommt &#8211; keiner will&#8217;s sehen!</strong></p>
<p>Aber von Anfang an: In Burghausen spielt ein Fußballverein. Benannt nach einer Chemie-Firma heißt der &#8220;SV Wacker&#8221;. Und es ist wirklich wacker, was der Verein aus seinen naturgemäß beschränkten Möglichkeiten gemacht hat. Bis vor kurzem spielte der SV Wacker Burghausen nämlich noch in der Zweiten Bundesliga. Allerdings registrierten nicht wenige den Abstieg der Oberbayern mit Erleichterung. Fans oder gar Stimmung kann der Club nicht bieten, die Gästekurven in der Republik blieben bei Wacker-Auftritten generell leer. Und verirrten sich dann mal Fans aus dem &#8220;preußischem Teil&#8221; Deutschlands an die Salzach, dann konnte es passieren, dass sie von ihren bezahlten Plätzen vertrieben oder im Vereinslokal gar nicht erst bedient wurden. Chauvinismus in weißblau &#8211; im Jahr 2009!<br />
<strong><br />
Ein Stockwerk tiefer, bitte</strong></p>
<p>In der vergangenen Saison spielte dieser SV <strike>Chauvi</strike> Wacker Burghausen in der neu gegründeten Dritten Liga. Nicht sonderlich erfolgreich: Als Drittletzter stieg man ab. Wieder ein Aufatmen bei den anderen Fans, denn auch in Liga drei stieg die Zahl der mitgereisten Schlachtenbummler nicht in die Höhe, dazu liegt Burghausen &#8211; Entschuldigung &#8211; am Podex der Welt. </p>
<p><strong>Emder Blödheit rettet bayerischen Podex der Welt</strong></p>
<p>Leider hatte ein anderer Drittligist &#8211; ausgerechnet der sympathische Überraschungs-Sechste BSV Kickers Emden &#8211; seine Hausaufgaben nicht gemacht und urplötzlich festgestellt, dass man nicht gleichzeitig einen Drittligakader <em>und</em> einen Stadionneu- oder -umbau finanzieren kann. Dabei fehlten doch nur zwei Zentimeter! Kurz: Die Blauweißen aus Ostfriesland zogen ihren Lizenzantrag zurück, die weißblauen Schwarzweißen waren wieder dabei.</p>
<p><strong>Alle Verträge mit Restlaufzeit wieder gültig</strong></p>
<p>Diese Rochade hatte Konsequenzen. Denn einige Verträge bei Wacker Burghausen, die wegen des sportlichen Abstiegs obsolet waren, hatten nun plötzlich wieder Gültigkeit. Den einen oder anderen Akteur, der sonst wohl arbeitslos geworden wäre, mag das freuen. Für einen eigentlich unbeteiligten Dritten aber bedeutete das unerwarteten Ärger. Denn Eintracht Braunschweig hatte Burghausens Stürmer Marco Calamita, 11maliger Torschütze in der abgelaufenen Saison und nach dem Abstieg vertragslos und ablösefrei, zwischenzeitlich für seine eigene schwache Sturmabteilung verpflichtet.  Jetzt pochen die Oberbayern auf ihren Vertrag mit Calamita und erhoffen sich &#8211; da sie den Spieler anscheinend eh nicht weiter bezahlen wollen &#8211; eine fette Ablösesumme aus Ostfalen.-> <a href="http://www.pnp.de/sport/wacker/onlinemap/artikel.php?cid=29-24300756&#038;Ressort=sha&#038;Map=wacker-aktuell&#038;BNR=0<br />
">Link Passauer Neue Presse</a></p>
<p><strong>Burghausener Spezialität: Feinste Doppelzungen!</strong></p>
<p>Das mag man ja noch verstehen. Hier aber kommt jetzt die neue Burghausener (oder heißt es Burghäuser?) Spezialität ins Spiel: die Doppelzungen! Denn, was für einen Spieler gilt, für den man ja noch eine Ablösesumme bekommen könnte, gilt noch lange nicht für die Trainer! Denn auch Günther Güttler und Ralf Santelli haben nach dem Wunder-Klassenerhalt plötzlich wieder Vertrag beim SV Wacker. Das sieht man beim SV Wacker allerdings anders und lässt verlauten (im gleichen Zeitungsartikel!): <em>„Wir werden uns mit den Herren an einen Tisch setzen“, so Wagner. „Das ist eine knifflige Rechtsfrage“, betonte Steindl. Man schließe ja einen Vertrag mit dem Trainer ab, damit „der sportliche Erfolg da ist“. Sportlich sei Wacker jedoch abgestiegen, so Steindl weiter. Wenn ein Klub dann aber durch einen Glücksfall wie das Zurückziehen der Lizenz nachrückt, „ergibt sich für mich keine sportliche Qualifizierung“. Das müsse jetzt rechtlich geprüft werden, „ob damit das Pochen auf Weiterlaufen des Vertrags rechtlich gerechtfertigt wäre“.</em> </p>
<p><strong>Sittenwidriges Verhalten von Wacker?</strong></p>
<p>Na, das sind doch mal ganz exquisite Doppelzungen! Was für einen Spieler gilt, gilt also nicht für die Trainer? Ich bin kein Jurist, aber zum Glück habe ich einige in meinem Freundeskreis. Einer davon, der sogar Sportrichter ist, meinte zu dem Thema nur, dass eher der Vertrag des Spielers hinfällig sei als der der Trainer. &#8220;Schließlich musste der Spieler vom Abstieg ausgehen und seiner eigenen Arbeitslosigkeit entgegen wirken.&#8221; Von ihm zu erwarten, dass er die letzten Lizenzentscheidungen abwarte, müsse man als sittenwidrig beurteilen. Klartext: Der Verein ist sportlich abgestiegen. Wenn in den paar Tagen Viertklassigkeit ein Spieler anderswo unterschreibt, müsse der neue Vertrag Gültigkeit haben. Anders hätte es ausgesehen, wenn der Spieler zwischenzeitlich keinen neuen Verein gefunden hätte. &#8220;Dann läuft der alte Vertrag natürlich weiter.&#8221; Aber das wäre dann ja auch in beiderseitigem Interesse.</p>
<p><strong>Güttler und Santelli hoffen auf Lex Brunswick</strong></p>
<p>Man darf gespannt sein, ob Wacker Burghausen einen Rechtsstreit auf dem Rücken des Spielers riskiert oder ob Eintracht Braunschweig Calamita aus der oberbayerischen Kneifzange rauskauft. Sollte letzteres passieren, dürfen sich wohl die Herren Güttler und Santelli freuen. Denn dann hätte Wacker Burghausen eindeutig anerkannt, dass alle Verträge weiterhin gelten &#8211; eine Art Lex Brunswick wäre geschaffen. Da hilft dann auch keine Doppelmoral.</p>
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		<title>Meister &#8211; und keinen interessiert&#8217;s</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 08:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stell Dir vor, Du wirst Deutscher Meister - und keinen interessiert's! So oder so ähnlich müssen sich die akribischen Planer bei Volkswagen fühlen, nachdem ihre Betriebsfußballmannschaft am Sonnabend die Bundesligasaison als Tabellenführer beendete. Denn, schneller... <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/05/28/meister-und-keinen-interesierts/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stell Dir vor, Du wirst Deutscher Meister &#8211; und keinen interessiert&#8217;s! So oder so ähnlich müssen sich die akribischen Planer bei Volkswagen fühlen, nachdem ihre Betriebsfußballmannschaft am Sonnabend die Bundesligasaison als Tabellenführer beendete. Denn, schneller dürfte die deutsche Fußballöffentlichkeit noch nie über einen Meister hinweggegangen sein. Aber das hat seine Gründe. Denn der neue Deutsche Meister ist nichts anderes als ein Schlag ins Gesicht jedes Fußballfans.</p>
<p>Natürlich, Fußball ist längst ein Geschäft geworden. Allerdings nur für die Vereine und ihre Sponsoren. Für die Fans ist es viel mehr. Es ist Leidenschaft, Treue, nicht selten Liebe. Den Partner wechselt man im Laufe seines Lebens schon mal. Den Verein nicht.</p>
<p>All das sind Attribute, die mit dem VfL Wolfsburg beim besten Willen nicht in Verbindung gebracht werden können. Der VfL ist künstlich durch und durch. Lebensunfähig ohne die VW-Millionen, denn die Fußballfans der Region Ostniedersachsen zeigen der Werkself nach wie vor die kalte Schulter. Würde Volkswagen nicht für jedes Pflichtspiel seiner Fußballer eine satte Anzahl Freikarten verteilen lassen &#8211; es wäre noch offensichtlicher, als es jetzt schon ist.</p>
<p>Ausgerechnet dieses Kunstprodukt ohne Seele (das dazu noch zu 100% Volkswagen gehört, also noch nicht mal ein echter Verein ist) ist jetzt also Deutscher Meister geworden. Und? Oder besser: Na und? Es interessiert eigentlich niemanden so richtig. Ein Betriebsunfall, mehr nicht. </p>
<p>Das Verblüffendste an der Meisterschaft des VfL ist aber, dass sich ausgerechnet jetzt, im eigentlichen Moment des Triumphs, der Werbeeffekt für die Marke Volkswagen komplett ins Gegenteil verkehrt. Denn weniger Sympathien als zurzeit hatte der Autobauer wohl noch nie unter den deutschen Fußballfans. Negativwerbung vom Feinsten also &#8211; aber damit hätte man rechnen müssen. Denn Volkswagen hat den emotionalen Faktor komplett außer Acht gelassen. Und Emotionen kann man nicht so einfach kaufen wie sportliche Erfolge. Der VfL wird bundesweit als Werkself erkannt &#8211; und abgelehnt. Folgerichtig springt das negative Image des VfL auf den Eigentümer Volkswagen über. Gerade jetzt, besonders nach der Meisterschaft.</p>
<p>Cleverer wäre es von Volkswagen gewesen, dem tatsächlichen Herz der Fußball-Region &#8211; Eintracht Braunschweig &#8211; unter die Arme zu greifen und den Verein in die Bundesliga zurück zu führen. Mit einer solchen Strategie &#8211; die höchstwahrscheinlich auch noch um einiges billiger gewesen wäre als das Aufrüsten des VfL &#8211; hätte Volkswagen den Menschen in Ostniedersachsen einen Traum erfüllt und bundesweit gezeigt, dass man sich mit der Region verbunden fühlt. Doch stattdessen setzte Volkswagen den Menschen einen Plastikclub vor die Nase. Gepusht mit einer mindestens dreistelligen Summe an Euro-Millionen wurde hier im Sauseschritt die Wachablösung vollzogen. Aber wurde sie das wirklich? Der VFL wurde zwar Meister. Aber irgendwie hat das keiner gewollt. Zwar wurde am Sonnabend in der Stadt viel gefeiert. Aber wer von den Partygängern war Fußballfan? Und wer wollte nur das Event mitnehmen? Der Eindruck, dass der überwiegende Teil der Menschen dabei war, um einfach nur zu feiern (der Anlass war egal), drängt sich auf. Keine Herzenssache. Keine Emotionen. Keine Liebe.</p>
<p>Wer 2002 den Wiederaufstieg Eintracht Braunschweigs in die zweite Bundesliga (!) erlebt hat, weiß, wie frappierend die Unterschiede sein können. Damals trug eine ganze Region blau-gelb. Der Schlusspfiff der Partie gegen Wattenscheid 09 war der Anpfiff einer die ganze Nacht dauernden Party. Und nicht wenige haben die Woche komplett durchgefeiert. Wie hätte es in Ostniedersachen bloß ausgesehen, wenn Eintracht Braunschweig Sonnabend wieder Deutscher Meister geworden wäre? Eine Region &#8211; zwei vollkommen verschiedene Mentalitäten. Welche davon besser geeignet ist, Werbebotschaften positiv zu vermitteln, dürfte auf der Hand liegen.</p>
<p>Wahrscheinlich wünscht man sich bei Volkswagen mittlerweile, man hätte damals, als man sich dazu entschloss, den uninteressanten Oberligisten VfL Wolfdsburg in die Bundesliga zu hieven, etwas mehr Zeit in die Analyse der Eigenschaften und Eigenarten von Werbeträgern investiert. Denn dann hätte man viel Zeit und Geld sparen können. Und müsste jetzt nicht das negative Markenimage irgendwie wieder ausbügeln.</p>
<p><font color="blue">Was meint Ihr dazu?</font></p>
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		<title>Zeitmaschine gesucht!</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 04:54:31 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute mal nur ein kleines Video aus einer Zeit, als Werksclubs noch keine große Rolle spielten (lediglich Bayer Leverkusen spielte in der Bundesliga und hielt sich dort knapp überm Strich, der VfL Wolfsburg zum Beispiel kämpfte in der Oberliga gegen Eintracht Braunschweig II und den MTV Gifhorn um Punkte &#8211; und hatte schon damals keine Zuschauer), der absolute Großteil der Spieler der Bundesliga auch wirklich Deutsche waren und nicht jeder Eckstoß von einem Sponsor präsentiert wurde. Da möchte man am liebsten in eine Zeitmaschine steigen und die paar Jahre zurück reisen. Denn irgendwie mutet das ein wenig wie &#8220;heile Welt&#8221; an.</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/F_xCebTTckg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/F_xCebTTckg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Die Partie ist das DFB-Pokal-Spiel der 2. Runde, Eintracht Braunschweig gegen FC Bayern München vom 16. Oktober 1982. Die TSG Hoffenheim spielte damals übrigens in der Kreisliga. Auch ein Teil der &#8220;heilen Welt&#8221;.</p>
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