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	<title>togoblog &#187; Gerhard Schröder</title>
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		<title>Post an Wagner</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 08:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe bei Facebook den Kanal von Bild-Chefredakteur Franz Josef Wagner abonniert. Denn in der Regel lese ich seine Texte sehr gern. Ich bin nicht immer mit ihm einer Meinung, aber er vertritt gern vermeintlich unpopuläre Positionen. Und das haben &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2011/12/07/post-an-wagner/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin:22px 22px 22px 22px;"><script type="text/javascript"><!--
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</script></div><p style="text-align: justify;">Ich habe bei <a title="facebook: Post von Wagner" href="http://www.facebook.com/PostvonWagner" target="_blank">Facebook den Kanal von Bild-Chefredakteur Franz Josef Wagner</a> abonniert. Denn in der Regel lese ich seine Texte sehr gern. Ich bin nicht immer mit ihm einer Meinung, aber er vertritt gern vermeintlich unpopuläre Positionen. Und das haben wir gemein: unsere Lust zu provozieren und anderen unsere Meinung mitzuteilen. Sonst hätte er nicht seine Kolumne und ich meinen Blog <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Normalerweise sitze ich vor dem Rechner und reagiere für mich selbst auf das, was Wagner der Welt mitteilt. Mal schmunzelnd, mal kopfschüttelnd, und immer mit einem gedachten Kommentar im Kopf. Heute aber antworte ich Franz Josef Wagner öffentlich. Denn sein letzter Text ist dann doch etwas zu&#8230; kontrovers. Es geht um Helmut Schmidt und sein irgendwie verbrieftes Recht, immer und überall zu rauchen. Wagner rechtfertigt das damit, dass Schmidt im Krieg mit dem Rauchen begonnen hat und es seitdem tut. Das dürfte für einige zehntausend andere auch gelten &#8211; die aber dürfen nirgends rauchen, wo es verboten ist. Schmidt aber schon? Meine Post an Wagner:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Lieber Franz Josef Wagner,</p>
<p style="text-align: justify;"><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><a title="Wikipdedia: Helmut Schmidt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt" target="_blank">Helmut Schmidt</a> war einmal Bundeskanzler. Im Nachhinein betrachtet und bewertet noch nicht einmal ein besonders erfolgreicher. Sein größtes Verdienst war wohl, dass er linken Terroristen gegenüber standhaft blieb, auch wenn es ihm weh tat, wie er später des öfteren betonte. Diese Position hat er allerdings erst nach dem Fall <a title="Wikipedia: Peter Lorenz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lorenz" target="_blank">Peter Lorenz</a> eingenommen. Die Familie Lorenz&#8217; dankt es ihm sicherlich. Die Auswirkungen auf folgende Terrorakte aber können wir nur erahnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Den Ärger, den wir heute mit unseren Atomkraftwerken und dem von ihnen produzierten Müll haben, verdanken wir Menschen wie Helmut Schmidt. Er war immer ein Befürworter der Kernenergie, hat der Lobbyarbeit Tür und Tor geöffnet. Während seiner Regierungszeit wurden Tatsachen geschaffen, an denen wir heute noch knabbern müssen. Daran erinnert sich bei der SPD, die ihn jetzt, wann immer es geht, vor die Kameras schleift, niemand mehr gern. Übrigens war es Schmidts Idee, ein Lager für Atommüll in Gorleben zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Apropos SPD: die Sozialdemokraten scheinen aktuell einen Mangel an strahlenden Persönlichkeiten zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, warum man Schmidt ausgerechnet jetzt, nachdem man ihn einige Jahrzehnte lang fast vergessen hatte, so dringend für PR-Zwecke benötigt. Er ist eben der letzte lebende Altkanzler, mit dem man glänzen kann. Gerhard Schröder als Erfinder von Hartz IV und Förderer der Leiharbeit fällt dafür ja nunmal aus. Die SPD möchte weiter nach links rücken, da stört der Genosse der Bosse nur. Warum man dann aber ausgerechnet den höchst konservativen Schmidt hervor holt? Keine Ahnung. Vielleicht identifiziert sich die Partei ja mittlerweile mit seinen Positionen . Wie: Multikulti ist eine Illusion der Intellektuellen; es war ein Fehler, Anfang der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen einwandern zu lassen. Oder: die Volljährigkeit mit 21 war richtig, 18 Jahre sind dafür viel zu jung. Und das sind nur die populärsten Beispiele.</p>
<p style="text-align: justify;">Helmut Schmidt ist mittlerweile eigentlich hauptsächlich eines: ein renitenter Raucher. Nun kann man über Sinn und Unsinn der diversen Rauchverbote trefflich streiten &#8211; ich selbst bin Nichtraucher, sogar Asthmatiker, aber mich stört es nicht, wenn Menschen in meiner Gegenwart in geeigneter Atmosphäre (zum Beispiel Kneipen, gesellige Abende &#8211; aber bitte nicht beim Essen) qualmen. Ich bin lieben Menschen gegenüber natürlich tolerant, und sie sind es mir gegenüber. Sie fragen, ob es mich stört, wenn sie rauchten, und ich sage ihnen, dass es mich nicht stört. Es ist ja nicht andauernd und ständig und überall. Und mit etwas Verständnis füreinander klappt sowieso alles besser.</p>
<p style="text-align: justify;">Helmut Schmidt fragt leider nicht, ob er rauchen darf. Er tut es einfach. Und er fordert für sich das Sonderrecht ein, es immer und überall zu tun. Das finde ich arrogant. Und es ist ein komplett falsches Signal, wenn ein Altkanzler, der einst auf das Grundgesetz schwor, sich über dem Gesetz sieht. Gerade und besonders er müsste ein gutes Beispiel abgeben. Normalerweise.</p>
<p style="text-align: justify;">Herr Wagner, Sie finden es in Ordnung, dass Herr Schmidt sich offen über die Gesetze stellt. Für Sie sind diejenigen, die anderer Meinung sind, pauschal Idioten. Denn Schmidt sei ein Relikt einer anderen Zeit, und man könne ihn deshalb nicht beurteilen. Ich möchte lieber nicht darauf hinweisen, was man alles dürfte, wenn man ein Relikt dieser Zeit, in der Herr Schmidt sozialisiert wurde, wäre. Mir wird sogar übel dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich reagieren die militanten Nichtraucher dieses Forums Rauchfrei komplett falsch. Sie argumentieren nicht, sie kämpfen mit Feuer und Schwert. Der Gesundheitsglaube ist eine Ersatzreligion geworden, und viele Gläubige streiten im Namen ihres Gottes mit harten Bandagen. Toleranz ist, wie in jeder jungen Religion, ein Fremdwort, ein Tabu. Wer nicht an dasselbe glaubt wie man selbst, ist gnadenlos zu verfolgen. Aktuell sind es die Raucher; wer weiß, was als nächstes kommt. <a title="Wikipedia: Damals war es Friedrich" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Damals_war_es_Friedrich" target="_blank">Damals war es übrigens Friedrich</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem: Helmut Schmidt hat nicht das verbriefte Recht, immer und überall zu rauchen. Im Gegenteil, auch mit mittlerweile 92 Jahren hat er &#8211; als Teil lebendiger Geschichte &#8211; immer noch eine Vorbildfunktion. Ob er durch sein Vorbild Menschen zum Rauchen motiviert? Das glaube ich nicht. Aber er zeigt durch sein Vorbild, dass es Menschen gibt, die gleicher sind als andere. Die sich benehmen können, wie sie wollen. Ich glaube, wenn es etwas gibt, was wir bei unseren heutigen Problemen wirklich nicht brauchen, dann ist es so ein Vorbild.</p>
<p style="text-align: justify;">Herzlichst</p>
<p style="text-align: justify;">T.O. Becker</p>
</blockquote>
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		<title>Hat Sigmar Gabriel damals Deutsch abgewählt?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 20:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einst galt er als Deutschlands bestbezahlter Praktikant: Sigmar Gabriel von der SPD. Nachdem der damalige Ministerpräsident Niedersachsens Gerhard Glogowski 1999 über ein paar Skandale in seiner Heimatstadt Braunschweig gestolpert war und zurücktreten musste, beförderten die Genossen den Goslarer Gabriel mangels &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2010/01/18/hat-sigmar-gabriel-damals-deutsch-abgewahlt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Einst galt er als Deutschlands bestbezahlter Praktikant: Sigmar Gabriel von der SPD. Nachdem der damalige Ministerpräsident Niedersachsens Gerhard Glogowski 1999 über ein paar Skandale in seiner Heimatstadt Braunschweig gestolpert war und zurücktreten musste, beförderten die Genossen den Goslarer Gabriel mangels Alternativen zum Ministerpräsidenten. Fast drei Jahre lang durfte sich Gabriel austoben und boxte unter anderem die Studiengebühren durch, obwohl die Jusos auf dem Bundesparteitag kurz vorher einen Beschluss verabschieden ließen, dass die SPD genau das nie machen werde. 2002 wurde er nach einem Rekordverlust an Wählerstimmen abgewählt.<br />
</em></p>
<p><strong>Keiner da, der es machen will? Nehmen wir doch den Sigi!</strong></p>
<p>Jetzt hat er die Leck geschlagene Bundes-SPD übernommen. Und, Duplizität der Ereignisse, wie in Niedersachsen zehn Jahre vorher verdankte Gabriel seine Wahl wohl weniger seinen Fähigkeiten als eher den Umständen, dass die Sozialdemokratie auch im Jahr fünf nach Gerhard Schröder keine echten Persönlichkeiten zu bieten hat. Da muss man eben nehmen, was kommt.</p>
<p><strong>&#8220;Scheinbare&#8221; Kritik an der FDP</strong></p>
<p>Diese Tage versucht sich Sigmar Gabriel dadurch zu profilieren, dass er die FDP dafür kritisiert, dass sie von einem Milliardär beschenkt wurde. So meldet die DPA wörtlich:</p>
<blockquote><p><em>Gabriel: «Teile der Regierung scheinbar käuflich»</em><br />
Berlin (dpa) &#8211; SPD-Chef Sigmar Gabriel hat seine Kritik an der Millionenspende für die FDP verschärft. Nach einer SPD- Vorstandsklausur sagte er in Berlin, Teile der Regierung seien scheinbar käuflich. Die FDP wies die Vorwürfe zurück. Die Partei hatte eine 1,1-Millionen-Spende eines Hotel-Unternehmers angenommen. Sie war in die Kritik geraten, weil die Partei auf eine Senkung des Mehrwertsteuer-Satzes für Hotels gedrungen hatte.</p></blockquote>
<p><strong>Gabriel wäscht die Regierung vom Vorwurf der Käuflichkeit rein <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Mensch, da kann die Regierung aber froh sein, dass sie nur scheinbar käuflich ist! Denn diese Wortwahl impliziert ja, dass sie es nicht ist. Höchstwahrscheinlich wollte Gabriel statt <a title="Zwiebelfisch: Scheinbar" href="http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,315125,00.html" target="_blank">&#8220;scheinbar&#8221;</a> das ähnlich klingende, in seiner Bedeutung aber das genaue Gegenteil aussagende Wort <a title="Zwiebelfisch: Anscheinend" href="http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,315125,00.html" target="_blank">&#8220;anscheinend&#8221;</a> benutzen. Dann hätte sein Vorwurf so etwas wie politische Schärfe besessen. Aber so? Da kommt man doch aus dem Schmunzeln nicht mehr raus <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Sigi ist scheinbar Deutsch-Lehrer!</strong></p>
<p>Was besonders peinlich für Gabriel ist: Entgegen meiner Titel-Vermutung, dass der Sigi das Unterrichtsfach Deutsch in der Oberstufe abgewählt habe, ist er sogar Gymnasiallehrer&#8230; unter anderem für Deutsch! Zumindest, wenn man <a title="Wikipedia.de = Sigmar Gabriel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel" target="_blank">Wiki</a> glauben darf. Na, da hätte er es aber bessser wissen müssen. Aber scheinbar hat er in der Vorlesung nicht sonderlich gut aufgepasst <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--[ byline ]--></p>
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		<title>Wer braucht die SPD noch?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 09:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe ernsthaft Angst um die SPD! Noch nie in der Geschichte der deutschen Demokratien hat eine Volkspartei so aktiv an ihrem eigenen Verschwinden gearbeitet. Was treibt die Genossen dazu, in fast schon wertherscher Lebensmüdigkeit ihre sämtlichen Prinzipien und Programmatiken &#8230; <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/10/03/wer-braucht-die-spd-noch/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich habe ernsthaft Angst um die SPD! Noch nie in der Geschichte der deutschen Demokratien hat eine Volkspartei so aktiv an ihrem eigenen Verschwinden gearbeitet. Was treibt die Genossen dazu, in fast schon wertherscher Lebensmüdigkeit ihre sämtlichen Prinzipien und Programmatiken über Bord zu werfen und ihre Identität derart aufzugeben, dass die Partei schon bald als überflüssig gelten kann?</em></p>
<p>Das Dilemma begann wohl in den 1990ern. Um Helmuth Kohl nach 16 Jahren Regentschaft endlich ablösen zu können, stellte die SPD Gerhard Schröder als Kanzlerkandidaten auf. Und Schröders Art kam an beim Wahlvolk: Fast schon erdrutschartig siegte der damalige Ministerpräsident Niedersachsens gegen Kohl. Die Koalition mit den Grünen war schnell geschmiedet, und nicht wenige gingen davon aus, dass Schröders Regierungszeit ähnlich lang dauern würde wie die von Helmuth Kohl.</p>
<p><strong>Schröder Sargnagel der Sozialdemokratie</strong></p>
<p>Doch der Strahlemann Schröder erwies sich im Nachhinein als (finaler?) Sargnagel der Sozialdemokratie. Die Werte der eigenen Partei ignorierend führte er die Regierung auf einen Kurs, für den sein Vorgänger Kohl wohl aus dem Land gejagt worden wäre. Zum Beispiel die Gesundheitsreform: Anstatt den Krankenkassen schärfer auf die Finger zu schauen, wurde die Praxisgebühr eingeführt. Zehn Euro &#8220;Eintrittsgeld&#8221; pro Quartal mussten Kranke fortan bezahlen, wenn sie zum Arzt mussten, dazu teilweise empfindliche Zuzahlungen bei notwendigen Medikamenten und Behandlungen! Zwar sollten die Maximal-Zuzahlungen pro Quartal auf 2%, bzw. 1% des Einkommens bei chronisch Kranken, gedeckelt werden. Aber in der Praxis funktionierte diese Deckelung eher selten. Ich kann mich an Monate erinnern, in denen ich als Student dreistellige Zuzahlungen leistete und von der Krankenkasse keinen Cent erstattet bekam. Und vielen anderen erging es genauso.</p>
<p><strong>Druck auf Arbeitslose, Arbeit anzunehmen, die es nicht gibt.</strong></p>
<p>Schröders schlimmster Fehler aber war sicherlich die Einführung der Hartz IV &#8211; Regelung. Man wollte dadurch, dass man die Sozialleistungen teilweise empfindlich reduzierte, Arbeitslose dazu motivieren, Arbeitsangebote schneller anzunehmen. Der Haken an dieser Regelung: Es gab nicht mal ansatzweise genügend Arbeitsstelle, die die vielen Millionen Arbeitslosen hätten annehmen können! Kurzformel: Man übt Druck auf eh schon gebeutelte Menschen aus, Jobs anzunehmen, die es gar nicht gibt. In der Folge passierte, was passieren musste: Viele Arbeitgeber nutzten die neuen, schwächeren sozialen Netze dafür aus, ihre Mitarbeiter unter Druck zu setzen. Frei nach dem Motto: &#8220;Wenn Du den Job nicht für einen geringen Lohn machst, werde ich sicherlich einen anderen (Dummen) finden, der ihn macht!&#8221;.</p>
<p><strong>Deutschland, eine Risikogesellschaft!</strong></p>
<p>Die Regierungszeit Schröders bezeichnen viele Sozialdemokraten als &#8220;viel schlimmer, als es die CDU je hätte machen können&#8221;. Und wirklich: Unter dem Kumpeltyp Schröder wurde mehr Sozialstaat zerkloppt als in 16 Jahren Kohl. Schröder hatte die Umwandlung der Bundesrepublik von einer Solidargemeinschaft in eine Risikogesellschaft im Eiltempo vollzogen. Ende 2004 befand sich Deutschland fester als je zuvor in der Hand der Lobbyisten. Und Gerhard Schröder war ihr verlässlichster Partner.</p>
<p><strong>Abwahl bereits 2002 &#8211; die Überhangmandate als Rettung</strong></p>
<p>Aber selbst das deutsche Volk fängt irgendwann mal zu murren an. Die Menschen, allen voran der von der SPD so gern für sich vereinnahmte &#8220;kleine Mann&#8221;, hatten die Schnauze voll vom Neoliberalismus der Marke Schröder. Bereits 2002 hatten sie ihn eigentlich abgewählt &#8211; lediglich die heute so viel diskutierten Überhangmandate retteten ihm die politische Zukunft. Aber der Kanzler war sichtlich amtsmüde. Kein Färbemittel der Welt konnte noch verschleiern, dass Schröder unter der Bürde des Regierens sichtbar gealtert war. Also versuchte Schröder politischen Selbstmord &#8211; und inszenierte mit einem gescheiterten Misstrauensvotum Neuwahlen. Der Plan ging (knapp) auf: Die CDU gewann die Neuwahlen 2005, Angela Merkel wurde Kanzlerin einer großen Koalition.</p>
<p><strong>Die Rolle des sozialen Gewissens war weg&#8230;</strong></p>
<p>In dieser Koalition versuchte die SPD jetzt zögerlich, ihre Position als soziales Gewissen der Republik wieder einzunehmen. Das Dumme war nur, dass diese Rolle während der Schröderschen Regierungszeit längst anderweitig vergeben worden war: An die SED-PDS-Linke! Die (Post?)kommunisten brillierten landauf, landab mit glänzender Demagogie und Polemik, trafen in Zeiten einer immer schlimmer werdenden sozialen Ungerechtigkeit aber komplett den Nerv der Betroffenen und derer, die sich sorgten, Betroffene zu werden. Dass sich ausgerechnet eine Partei, deren Wurzeln ein menschenverachtendes Regime, personifiziertes Parteibonzentum und komplett fehlende Rechtsstaatlichkeit sind, fortan als Verteidiger der Rechte des Volks aufspielt, ist dabei an Zynismus nicht mehr zu überbieten. 40 Jahre lang hatte diese Partei schließlich Zeit, das Paradies auf Erden zu schaffen (freie Wahlen und den entsprechenden Zwang, Kompromisse eingehen zu müssen, gab es in der DDR ja nicht). Was sie daraus gemacht hat, ist bekannt.</p>
<p><strong>Logischer Wahlverlierer SPD</strong></p>
<p>Jetzt steht die Sozialdemokratie nach einer komplett in die Hose gegangenen Bundestagswahl 2009 vor den Trümmern ihrer Existenz. Nur noch 23% der Menschen vertrauten der Partei. Dabei liegt es wohl weniger am Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, denn der ehemalige Außenminister hat einen bemerkenswert guten Wahlkampf hingelegt &#8211; auch wenn seine Partei die falschen, weil bereits von anderen besetzten Themen (zB Atomkraft) wählte. Es ist die SPD selbst, die die Leute nicht mehr wollen. Und das verdankt die Partei zu einem Großteil ihrer ehemaligen Galionsfigur Gerhard Schröder. Seine Politik hat die SPD ihrer Stammwählerschaft entfremdet.</p>
<p><strong>Ist Linksaußen noch Platz für die SPD?</strong></p>
<p>Wie geht es jetzt weiter mit der Sozialdemokratie? Einige fordern jetzt lautstark, sich der Linken zu öffnen und stärker mit ihr zusammen zu arbeiten. Aber genau das würde den Absturz der SPD nicht aufhalten, sondern nur beschleunigen. Denn dann würde sie komplett überflüssig. Warum die SPD wählen, wenn man gleich das Original (SED-PDS-Linke) haben kann? Vom linken Rand würde die SPD bei einer solchen Öffnung kaum Stimmen erwarten dürfen. Im Gegenteil aber würden in der Mitte, die man dann komplett Union und FDP überließe, die letzten treuen Wähler flüchten. Denn hier, in der gesellschaftlichen und politischen Mitte, achtet man mehr auf  starke Argumente und auf die Umsetzbarkeit von Programmen. Hier kann eine reine Meckerpartei wie die SED-PDS-Linke nicht punkten.</p>
<p><strong>SPD auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit</strong></p>
<p>Wahlen gewinnt man in der Mitte. Wenn die SPD, die immer eine echte Volkspartei war, eine Partei dieser Mitte,  jetzt freiwillig in die linke Diaspora abwandert (in der sich schon genügend Parteien um die überschaubaren Wählerpotentiale streiten), wird sie auf absehbare Zeit keine Rolle mehr spielen. Auch eine mancherorts diskutierte Vereinigung der SPD mit der SED/PDS/Linken zu einer Art Sozialdemokratischen Einheitspartei Deutschlands würde daran nichts ändern. Und ein Spagat, sich selbst in der Mitte zu positionieren, seine Koalitionspartner aber linksaußen zu sammeln, wird nicht funktionieren. &#8220;Sag mir, mit wem Du gehst, und ich sag&#8217; Dir, wer Du bist.&#8221;</p>
<p><strong>Zurück in die Mitte als einzige Chance</strong></p>
<p>Die SPD hat nur eine einzige Chance, wenn sie eine echte Volkspartei bleiben will: Zurück in die gesellschaftliche Mitte, in der sie lange Zeit erfolgreich beheimatet war und in der sich diejenigen Menschen wiederfinden, die in diesem Land die große Mehrheit ausmachen. Zurück zu einer realistischen Politik der sozialen Verantwortung. Und weg von den Phrasendreschern und Märchenerzählern. Letztendlich ist es wie beim Fußball: Wer sich nur auf eine einzige Seitenauslinie konzentriert, dabei aber den Rest des Spielfelds vernachlässigt, kann das Spiel nicht gewinnen.</p>
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		<title>Kanzlerduell: Was wollen die Deutschen wirklich?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 12:39:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Erwartet hatte es eh jeder. Aber als es dann genau so kam, überschlugen sich die Beobachter dann trotzdem mit ihren von Hohn und Spott durchtränkten Kommentaren. Das sei kein Duell gewesen, sondern die Teestunde eines alten Ehepaares. Aber was hatten sie erwartet? Rocky Balboa gegen Apollo Creed? <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/09/14/kanzlerduell-was-wollen-die-deutschen-wirklich/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erwartet hatte es eh jeder. Aber als es dann genau so kam, überschlugen sich die Beobachter dann trotzdem mit ihren von Hohn und Spott durchtränkten Kommentaren. Das sei kein Duell gewesen, sondern die Teestunde eines alten Ehepaares. Aber was hatten sie erwartet? Rocky Balboa gegen Apollo Creed?<br />
</em></p>
<p>Die Reaktionen auf das so genannte Kanzlerduell fielen eher negativ aus. Zu wenig Angriffslust sollen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier an den Tag gelegt haben. Zuviel gelächelt hätten sie, zu selten den Gegenüber attackiert. Langweilig sei es gewesen.</p>
<p><strong>Was ist überhaupt Wahlkampf?</strong></p>
<p>Da drängt sich mir die Frage nach der Definition eines Wahlkampfes auf. Ursprünglich lautete sie, dass die Parteien mit guten Argumenten für sich und ihre Positionen werben. Nach Abwägen dieser Argumente hat der Wähler das letzte Wort &#8211; er macht seine Kreuze dort, wo er sich am besten aufgehoben fühlt.</p>
<p><strong>Wie man sich richtig verhält und trotzdem verliert</strong></p>
<p>Frau Merkel und Herr Steinmeier haben gestern Abend einen perfekten Wahlkampf geboten. Respektvoll gingen sie miteinander um &#8211; das ist selten geworden. Sie wählten eine gut verständliche Sprache für ihre Argumentationen. Auch das ist nicht immer alltäglich. Der größte Pluspunkt der beiden Kontrahenten um Deutschlands Regierungsvorsitz: Sie vermieden unsachliche Tiefschläge und billige Unterstellungen. In einer Gesellschaft, die mental auf der Höhe ist, sollten sowohl die Kanzlerin als auch ihr Herausforderer gepunktet haben.</p>
<p><strong>Was wollen die Deutschen wirklich: Show oder Sachlichkeit?</strong></p>
<p>Dass eher das Gegenteil der Fall ist, wirft ein schlechtes Licht auf unser Volk. Sind wir Deutschen so unterhaltungssüchtig geworden, dass wir Spaß nicht mehr von Ernst unterscheiden können oder wollen? Dass uns der Unterhaltungsfaktor bei einer Debatte zweier Top-Politiker wichtiger ist als ihr Informationswert? Dass wir nur darauf warten, dass zwei Menschen, die beide bewiesen haben, ihre Aufgaben zu beherrschen, kindische Attacken fahren?</p>
<p><strong>Show gibt es an den Flügeln zuhauf</strong></p>
<p>Der Eindruck drängt sich mir auf. Bestärkt werde ich dabei von den bisherigen Ergebnissen der Wahlumfrage (rechte Spalte). Rund ein Viertel aller Teilnehmer würde so sein Kreuz bei einer extremistischen Partei machen wollen. Natürlich ist diese Umfrage weit davon entfernt, repräsentativ zu sein. Die Ergebnisse der letzten Landtagswahlen zeigen aber, dass besonders die Linksradikalen mit flachen Parolen zu punkten wissen.</p>
<p><strong>Die alternative Kanzlerrunde</strong></p>
<p>Flache Parolen statt seriöser Argumente &#8211; war es das, was sich die versammelten Medienvertreter vom gestrigen TV-Duell erhofft haben? Dann hätten sie keine Praktiker wie Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier einladen dürfen. Dann hätte man Gerhard Schröder, den Erfinder der jovialen Politik der ruhigen Hand, und seinen Spezi Oscar Lafontaine einladen müssen. Dazu noch zwei Vertreter des rechten Randes &#8211; der Kessel Buntes wäre perfekt gewesen! Als Nummerngirl hätte man Bärbel Schäfer reaktivieren können, den  Ringrichter könnte Alexander Holt geben.</p>
<p><strong>Meinungsmacher abwählen!</strong></p>
<p>Vielleicht ist ja gar nicht das deutsche Volk so abgeflacht, wenn es Show statt Wahlkampf erwartet. Vielleicht sind das einfach nur die verantwortungslosen Meinungsmacher, die allerdings genau wissen, dass sich Schlammschlachten werbewirksamer verkaufen lassen als sinnvolle Argumentationen.  Vielleicht sollten wir die endlich abwählen?</p>
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		<title>Togos Wahlkampftest: SPD</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 12:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>togo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 27. September ist Bundestagswahl! Und wohin man auch schaut, überall tobt bereits der Wahlkampf. Haben die Parteien aus dem Europawahl-Fiasko gelernt und liefern einen originelleren, interessanteren Wahlkampf ab? In einer kleinen Serie <a class="more-link" href="http://www.togotob.de/2009/08/27/togos-wahlkampftest-spd/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 27. September ist Bundestagswahl! Und wohin man auch schaut, überall tobt bereits der Wahlkampf. Haben die Parteien aus dem Europawahl-Fiasko gelernt und liefern einen originelleren, interessanteren Wahlkampf ab? In einer kleinen Serie nehme ich mir besonders die Plakatierungen der Parteien vor. Teil zwei: Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD).</em></p>
<p>Angesichts der anhaltenden Umfragetiefs scheint ein Wahlerfolg der SPD eher unwahrscheinlich. Um das Unmögliche doch noch möglich werden zu lassen, setzt die Partei Kurt Schumachers auf Sexappeal und gut klingende Versprechen. Dabei hofft man anscheinend darauf, dass die Menschen vergesslich sind.</p>
<p><strong>Sex sells</strong></p>
<p>Leidlich hübsche Mädchen lächeln (?) uns von den sozialdemokratischen Wahlplakaten entgegen. Was sie uns zu sagen haben, klingt ebenso logisch wie wichtig: Gesundheit soll kein Luxus werden, Bildung kostenlos für alle sein und Atomkraft sei ja eh die Energie von gestern. Wer würde da widersprechen wollen? Schade nur, dass die SPD mit diesen populären Thesen nicht immer so auf Du und Du stand. Denn vieles von dem, was die SPD heute fordert, hat sie gestern noch selbst verbockt.</p>
<div id="attachment_585" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/spd_wahlplakate_04.jpg"><img class="size-medium wp-image-585" title="spd_wahlplakate_04" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/spd_wahlplakate_04-300x212.jpg" alt="Weiß sie noch, wer in Niedersachsen die Studiengebühren einführte und hoffähig machte?" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Weiß sie noch, wer in Niedersachsen die Studiengebühren einführte und hoffähig machte?</p></div>
<p>Zum Beispiel die Studiengebühren, die es Zehntausenden von begabten jungen Menschen unmöglich machen, zu studieren (und damit dem oft bejammerten Fachkräftemangel entgegen zu wirken). In Niedersachsen erinnert man sich noch gut daran, dass ausgerechnet Siegmar Gabriel (damals Ministerpräsident, heute bekanntlich Umweltminister der Großen Koalition mit der CDU/CSU) und Thomas Oppermann (ehemaliger Kultusminister, mittlerweile Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion) diese damals gegen die scharfen Proteste der Studenten durchgesetzt haben. Zwar vorerst &#8220;nur&#8221; für so genannte Langzeitstudenten, die Tür war damit aber weit aufgestoßen. Dass die Folgeregierung in Niedersachsen diese Chance in Zeiten knapper Kassen (gab es eigentlich schon mal andere?) nutzen würde. um generelle Gebühren einzuführen, war damals allen klar. Auch, dass es egal sein würde, ob es eine rote oder schwarze Regierung sein wird.</p>
<p><strong>Hat es Ullas Gesundheitsreform nie gegeben?</strong></p>
<p>Dass Gesundheit heutzutage ein Luxus ist, das verdankt das deutsche Volk hauptsächlich Ulla Schmidt, bekanntlich ebenfalls Sozialdemokratin. Ihr Ministerium hat Unsinnigkeiten wie Praxisgebühr, happige Zuzahlungen zu Medikamenten und arm machende Zahnarztbehandlungen &#8220;verbrochen&#8221;. Frau Schmidt soll nach einem Wahlsieg der SPD im Amt bleiben &#8211; wieso also sollte sich hier etwas ändern, noch dazu zum Besseren für die Menschen?</p>
<div id="attachment_586" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/spd_wahlplakate_01.jpg"><img class="size-medium wp-image-586 " title="spd_wahlplakate_01" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/spd_wahlplakate_01-300x212.jpg" alt="Amnesie? Unter Willy Brandt wurde der Kernkraftwerkbau forciert.  Aber das war ja gestern ;)" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Amnesie? Unter Willy Brandt wurde der Kernkraftwerkbau forciert. Aber das war ja gestern <img src='http://www.togotob.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<p>Dazu gelernt zu haben scheint die SPD allerdings in der Frage der Kernkraft. Hier will man künftig verstärkt auf erneuerbare Energien setzen. Allerdings sollten die Sozialdemokraten nicht zu erwähnen vergessen, dass es die sozial-liberale Koalition in den siebziger Jahren war, die als damals logische Schlussfolgerung aus der Ölkrise 1973 den Bau weiterer Atomkraftwerke forcierte.</p>
<p><strong>Hoffen auf Gedächtnisverlust der Bevölkerung als Strategie</strong></p>
<p>Insgesamt drängt sich mir also der Verdacht auf, als hoffe die SPD auf gesamtgesellschaftliche Amnesie beim deutschen Wahlvolk. Man tut gerade so, als habe es Gerhard Schröder und seine fatale neoliberale Politik und die Kumpelei nie gegeben. Als sei Hartz IV schon immer da gewesen. Als wäre der Kündigungsschutz erst von der CDU gelockert worden. Und als habe Schröder es geschafft, die Arbeitslosenzahlen, wie versprochen, zu halbieren.</p>
<p><strong>Weniger Arbeit, mehr Jobs: Ein Resultat von Hartz IV!</strong></p>
<p>Das hat er natürlich nicht. Im Gegenteil hat sich das Verhältnis der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen (also die, von denen die Menschen leben können) zu den Minijobs (400 Euro etc.) weiter verschlechtert. Dazu müssen nicht wenige ihr Einkommen durch Hartz IV aufstocken, weil ihr Lohn trotz Vollzeitarbeit nicht zum Leben reicht  &#8211; eigentlich undenkbar!</p>
<div id="attachment_587" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/schroeder.jpg"><img class="size-medium wp-image-587" title="Als wäre er nie weg gewesen: Gerhard Schröder schickt sein Double FWS in den Ring!" src="http://www.togotob.de/wp-content/uploads/schroeder-300x225.jpg" alt="Als wäre er nie weg gewesen: Gerhard Schröder schickt sein Double FWS in den Ring!" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Als wäre er nie weg gewesen: Gerhard Schröder schickt sein Double FWS in den Ring!</p></div>
<p>Aus den fatalen Versprechungen Schröders hat der sozialdemokratische Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier &#8211; ein unglaublich begabter Schröder-Imitator (machen Sie einmal die Augen zu, wenn er redet. Na? Ist das der Gerd oder ist das der Gerd?) &#8211; allerdings nichts gelernt. Im Gegenteil preschte er mit der Zielgebung vor, er wolle für Vollbeschäftigung sorgen. Ein legitimes Ziel, das jede Partei haben sollte. Sonderlich clever ist dieses Versprechen allerdings nicht. Denn, sollte Steinmeier Kanzler werden, würde er ständig daran gemessen. Und angesichts der Ohnmacht unserer Politiker bei den Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft, die einfach nicht zu greifen und an ihre Verantwortung zu erinnern ist, wird er unweigerlich an einer solchen Zielgebung scheitern.</p>
<p><strong>Dankbar für das Fehlen eines platten Slogans</strong></p>
<p>Bei aller Kritik am Wahlkampf der SPD: Die Partei positioniert sich wenigstens! Im Gegensatz zur <a title="Togos Wahlkampftest: CDU" href="http://www.togotob.de/2009/08/19/togos-wahlkampftest-cdu/" target="_blank">CDU</a> bekennt man Farbe und macht sich dadurch natürlich  angreifbar. Einen einfallslosen Slogan wie das christdemokratische &#8220;Wir haben die Kraft&#8221; spart sich die SPD. Und dafür kann man durchaus dankbar sein.</p>
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